Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion | |
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1. Verbandsausbildung der "Neuen Truppen" in der sanierten Kaserne
Seit Juni 2004 führen die neuen Nutzer der Kaserne Liestal - die Übermittlungs- und Führungsunterstützungstruppen der Armee - die Verbandsausbildung 1 der Rekrutenschule in unserem Kanton durch. Nachdem die sanierte und erweiterte Kaserne im Dezember 2004 der Armee übergeben werden konnte, folgt nun der letzte Schritt. Die Rekrutinnen und Rekruten rücken heute zum ersten Mal zur Verbandsausbildung in die Kaserne Liestal ein. Seit Juni 2004 waren die angehenden Soldatinnen und Soldaten in einer Zwischenlösung dezentral in zahlreichen Baselbieter Gemeinden untergebracht. Das Schulkommando befand sich im Zeughaus Gelterkinden.
Der Kanton Basel-Landschaft heisst die "neuen Truppen" der Übermittlungs- und Führungsunterstützungstruppen in der Kaserne Liestal und somit in Liestal herzlich willkommen. Nun ist es nach Jahren der Vorbereitung und des Umbaus endlich soweit.
AUSGANGSLAGE
Die Kaserne Liestal blickt auf eine lange militärische Tradition bzw. Geschichte zurück. Seit 1862 dient der Waffenplatz Liestal den Truppen unserer Armee als Unterkunfts- und Ausbildungsort und ist heute der einzige Waffenplatz nördlich des Juras. In der Geschichte des Waffenplatzes Liestal ist heute ein spezieller Tag. Nachdem bisher Rekruten, Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere der Infanterie in Liestal untergebracht waren, kommen mit der Übermittlung und Führungsunterstützung Truppen nach Liestal, die einen anderen Aufgabenschwerpunkt haben.
Während bei der Infanterie die Ausbildung an der Waffe Vorrang hat, ist bei den neuen Truppen der Aufbau und Betrieb moderner Telekommunikation das Haupttätigkeitsfeld. Was wir bisher bei Vorführungen der Gerätschaften der Übermittlung und Führungsunterstützung gesehen haben, hat uns fasziniert. Das hügelige Terrain unseres Kantons, wird die Funker und Antennenbauer der Truppe - das ist uns immer wieder gesagt worden - herausfordern.
EINE GUTE UND EINE SCHLECHTE NACHRICHT AUS BERN
Am 3. Dezember 2004 wurde die sanierte und erweiterte Kaserne feierlich eingeweiht und den neuen Nutzern der Armee übergeben. Am 6. Dezember 2004 hat Bundesrat Schmid anlässlich einer ausserordentlichen Sitzung der kantonalen Militär- und Zivilschutzdirektoren den Weiterbetrieb des Waffenplatzes Liestal und damit auch der Kaserne bis mindestens ins Jahr 2010 bestätigt. Aufgrund der Verkleinerung der Armee und der Sparanstrengungen des Bundes und der damit verbundenen Redimensionierung der Logistik der Armee war nicht klar, ob die Kaserne Liestal überhaupt noch gebraucht wird.
Gleichzeitig mit dem Erhaltungsentscheid der Kaserne wurde aber das definitive Aus für das kantonale Zeughaus Liestal per Ende 2006 bekannt. Das für die Region zuständige Logistikcenter entsteht nun im aargauischen Othmarsingen.
SANIERUNG DER KASERNE
Nach der rund 40 Mio. Franken teuren Sanierung steht dem Lehrverband Führungsunterstützung, mitten im Kantonshauptort eine moderne Unterkunft-, Freizeit-, Arbeits- und Lehrinfrastruktur zur Verfügung.
Im Jahre 2005 sind Kaserne und Ausbildungsplätze bereits für 39 Wochen mit Rekrutenschulen, Bataillone die einen Wiederholungskurs absolvieren, Stabskursen sowie technischen Lehrgängen belegt.
Die restlichen 13 Wochen werden durch das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz belegt. Dies sind zum Beispiel:
- | Orientierungstage für Stellungspflichtige des Kantons Basel-Landschaft |
- | Stabsausbildung für Angehörige der Gemeindeführungsstäbe sowie des Schadenplatzkommandos des Kantons Basel-Landschaft. |
BASELBIET - OPTIMALER STANDORT FÜR DIE TRUPPE
Mit der neuen Schweizer Armee wurde die Ausbildung in organisatorischen und inhaltlichen Bereichen neu konzipiert. Geblieben sind die beiden Ausbildungsgefässe "Grundausbildungsdienst" und "Fortbildungsdienst der Truppe" - der neue Ausdruck für den WK. Damit die Armee ihre anspruchsvollen Aufgaben erfüllen kann, braucht sie für die Grundausbildung und Fortbildung moderne und zweckmässige Ausbildungsinfrastrukturen.
Das Baselbiet kann diesen Ansprüchen der Armee gerecht werden. Neben der modernen Kasernenanlage in Liestal, die als zentrale Unterkunft, Sport- und Theoriestätte dient, stehen im Baselbiet erprobte Schiess- und Arbeitsplätze sowie zweckmässige Nebenunterkünfte in den Gemeinden zur Verfügung. Der Waffenplatz Liestal genügt nach Abschluss der Modernisierung der Kaserne sowie mit seinen Aussenstandorten den hohen Anforderungen der Truppe absolut den hohen Anforderungen.
Das Baselbiet kennt seine Verpflichtungen gegenüber der Schweizer Armee. Das Baselbiet will seinen Aufgaben ohne wenn und aber weiterhin nachkommen und somit seinen Beitrag zur schweizerischen Sicherheitspolitik leisten.
Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:
Marcus Müller, Leiter Amt für Militär und Bevölkerungsschutz, Tel. 061 926 71 01
oder
Anand Jagtap, Stv. Leiter Kommunikation JPMD, Liestal, Telefon 061 925 66 15
23. Februar 2005