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Medieninfos JPMD

Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion

 

Verkehrsunfallstatistik 2004 der Polizei Basel-Landschaft


1. Einleitung


Die vorliegende Unfallstatistik wurde gegenüber der letztjährigen Version, die komplett überarbeitet wurde, noch einmal leicht modifiziert.




2. Überblick Unfallzahlen


Rückblickend kann die Verkehrssicherheitslage des Jahres 2004 im Kanton Basel-Landschaft als sehr erfreulich und stabil bezeichnet werden. So hat die Anzahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr von 1540 auf 1372 (- 11 %) wiederum abgenommen. In vergleichbarem Rahmen hat die Zahl der verunfallten Personen von 946 auf 859 (- 9 %) abgenommen. Besonders erfreulich ist die starke Abnahme der Todesfälle von 17 auf 9 (- 47 %). Diese Zahl ist jedoch ebenfalls sehr vorsichtig zu interpretieren, bewegt sich doch die Zahl der Todesfälle seit Jahren innerhalb eines beachtlichen Schwankungsbereich.


Obwohl die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich abgenommen hat, ist die Zahl der hierbei schwer verletzten Personen praktisch gleich geblieben (115).


Betrachtet man die die verschiedenen Strassenkategorien, so fällt auf, dass in allen Bereichen, ausser auf der H18, eine Abnahme der Zahl der Verkehrsunfälle festzustellen war. Dort musste sogar eine leichte Zunahme verzeichnet werden.


Auch bei einer bezirksweisen Betrachtung der Unfallzahlen kann von einer generellen Abnahme der Unfallzahlen gesprochen werden, wobei die stärkste prozentuale Abnahme im Bezirk Waldenburg stattfand (- 20 %).


Betrachtet man die Zahl der Verunfallten, so zeigt sich ein erstaunliches Bild. Sowohl auf der A2 als auch auf der H18 musste eine Zunahme der verunfallten Personen registriert werden. Bei beiden Kategorien nahm die Zahl um ca. 15 % zu.


Betrachtet man die Gesamtunfallverteilung nach Monaten und Wochentagen, so liegt der September (138) vor dem April (129) an der Spitze. Der Freitag (251) bestätigt seine Stellung als Spitzentag bezüglich des Unfallgeschehens. Das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden, ist immer noch an einem Sonntag am Kleinsten, wo "nur" 139 Unfälle verzeichnet wurden. Die Unfallspitze liegt - zwischen Montag und Freitag - erwartungsgemäss in der Abendspitzenstunde zwischen ca. 16.00 und 18.00 Uhr, wobei die Feststellung der vergangenen Jahre, dass die Spitze breiter geworden ist, sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt. Die Abendspitze ist deutlich ausgeprägter als die Morgenspitze.


An den Wochenenden sieht die Situation, aufgrund eines markant unterschiedlichen Verkehrsverhaltens (Freizeit- und Einkaufsverkehr), anders aus. Das heisst, die Unfallspitze ist flacher und verteilt sich über einen grösseren Zeitraum, wobei die Mittagsspitze vor allem an den Samstagen ausgeprägter ist als an den Werktagen. Zudem gewinnen die Nachtstunden zwischen 02.00 Uhr und 04.00 Uhr an Bedeutung insbesondere von Samstagnacht auf Sonntagmorgen.


Betrachtet man die Verkehrsunfälle nach den jeweils vorherrschenden Lichtverhältnissen, so zeigt sich, dass der Grossteil der Unfälle nach wie vor tagsüber und bei trockenen Verhältnissen geschahen.


Hauptunfalltyp des Jahres 2004 ist mit 384 Fällen der Schleuder- bzw. Selbstunfall geblieben. Dies bedeutet gegenüber 2003 eine Abnahme von 26 Fällen. An zweiter Stelle liegen die Auffahrunfälle mit 293 (Abnahme um 13 %), gefolgt von den Abbiegeunfällen mit 246 Fällen.


Die mit Abstand wichtigste Unfallursache ist, wie bereits in den Vorjahren, die Ursache "Geschwindigkeit" geblieben. Gegenüber dem Vorjahr konnte eine leichte Abnahme um ca. 1% festgestellt werden. Dies entspricht jedoch immer noch etwa 21 % aller Unfälle.


Grundsätzlich müssen wir an dieser Stelle noch einmal anfügen, dass es in der Regel bei einem Unfall nicht nur eine Ursache gibt, die schliesslich zum Ereignis führt. Vielmehr handelt es sich im Normalfall um eine Kombination von mehreren Faktoren.


In den vergangenen Jahren konnte aufgrund der Umsetzung des neuen Geschwindigkeitskontroll-Konzeptes ein Rückgang der Unfälle mit der Ursache „Geschwindigkeit" erreicht werden. Im Jahr 2004 konnte gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang erzielt werden. Es bleibt weiterhin ein erklärtes Ziel der Polizei Basel-Landschaft, in diesem Bereich der Unfallursachen stark tätig zu sein. Mit der Weiterführung und Weiterentwicklung des Geschwindigkeitskontroll-Konzeptes wird der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt. Wir sind überzeugt, dass die angestrebte Verhaltensänderung der Fahrzeuglenkerinnen und -lenker nur sehr schwer und erst nach längerer Zeit erreicht werden kann. Hierfür braucht es unter anderem auch die Entwicklung und die Einführung neuer Systeme und Technologien. Mit der geplanten Einführung der Abschnittsgeschwindigkeits-Kontrolle sind wir auf dem Weg, einen neuen, wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Unfallsituation zu erreichen. Erst mit der angestrebten "Netz-Wirkung" der eingesetzten Kontrollmittel ist es möglich, die gewünschte Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmenden zu erreichen.


Stark zugenommen haben die Unfälle mit der Ursache Zustand des Lenkers / Fussgängers. Dieses Thema wird in Kapitel 10 näher beleuchtet.




3. Kinderunfälle


Auch im vergangenen Jahr gehörten leider wieder zu viele Kinder zu den Opfern des Strassenverkehrs. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Situation leider verschlechtert, das heisst, es musste eine Zunahme der Verkehrsunfälle mit Kindern von 63 auf 71 verzeichnet werden. Die Zahl der hierbei verletzten Kinder erhöhte sich von 52 auf 69. Aufgrund der statistisch gesehen relativ kleinen Zahlen, muss man jedoch festhalten, dass sich diese Grössen weiterhin im langjährigen Schnitt bewegen. Der Grossteil der verunfallten Kinder waren Fussgänger (37), 21 Lenker von Fahrrädern.


Leider musste auch im 2004 ein Kind zu den Todesopfern im Strassenverkehr gezählt werden muss.


Betrachtet man die Unfallursachen bei den „Kinderunfällen", so steht die Ursache „Fehlverhalten des Fussgängers" immer noch an der Spitze, wobei das Fehlverhalten bei allen Fällen bei den Kindern lag. Diesem Umstand wird im Rahmen der Verkehrsinstruktion Rechnung getragen.




4. Unfälle mit jungen Erwachsenen


Bei 30 % aller polizeilich registrierten Verkehrsunfälle sind junge Erwachsene in der Alterskategorie von 18 - 24 Jahren beteiligt. Diese Risikogruppe macht sogar 33 % aller verunfallten Personen aus. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um ca. 2 %.


Die Zahl der Verkehrsunfälle in dieser Alterskategorie ist nur leicht von 416 auf 411 zurückgegangen, wobei die Verkehrsunfälle mit Sachschaden sogar leicht zugenommen haben.


85 % der bei Unfällen beteiligten jungen Erwachsenen waren Lenker leichter Motorwagen.


Nach wie vor bleibt die Geschwindigkeit die Hauptunfallursache bei den jungen Lenkern, wobei die Junglenker in der überwiegenden Anzahl der Fälle gleichzeitig die Verursacher des Unfalls waren.


Wie in den Vorjahren wird die Polizei Basel-Landschaft diese Umstände in ihrem Handeln besonders berücksichtigen. Neben den bekannten Präventionsmassnahmen, wird dem repressiven Teil der Polizeiarbeit die notwendige Aufmerksamkeit beigemessen.




5. Unfälle mit Senioren


Erfreulicherweise konnte bei den Verkehrsunfällen mit Senioren ein weiterer Rückgang von 225 auf 183 Fälle registriert werden.


Die Zahl der bei Verkehrsunfällen mit Senioren verunfallten "Nichtsenioren" ist mit 65 höher als die der „Senioren" mit 56 Fällen. Von diesen 56 Verunfallten der "Senioren" waren 13 Fussgänger und 18 Lenker leichter Motorwagen. Leider endeten drei der vier Fussgängerunfälle tödlich.


Hauptunfallursache blieb bei den Senioren die Ursache „Missachtung des Vortritts", wobei mehrheitlich die Senioren die Verursacher waren. Im Gegensatz zu den Junglenkern spielt die Unfallursache „Geschwindigkeit" eine bedeutend kleinere Rolle und lediglich die Hälfte dieser Unfälle wurde durch Senioren verschuldet.




6. Verkehrsunfälle mit Fussgängern


Leider musste bei den Verkehrsunfällen mit Fussgängern im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der Unfallzahlen registriert werden. Die Zahl der Unfälle stieg von 75 auf 88, was einer Zunahme von 17 % entspricht.


Besonders tragisch ist der Umstand, dass bei 86 von 87 dieser Unfälle Fussgänger verletzt bzw. sogar getötet wurden. Bei Fussgängerunfällen starben 2004 sechs Menschen, 29 wurden schwer verletzt.


Untersucht man diese Fälle nach deren Ereignisort, so zeigt sich, dass zwei Drittel aller Fussgängerunfälle ausserhalb von Fussgängerstreifen stattfanden. 34 ereigneten sich jedoch nach wie vor auf Fussgängerstreifen. Diese Zahl entspricht einer Zunahme von neun Fällen.


Betrachtet man die Alterskategorien, der an Fussgängerunfällen beteiligten Personen, so zeigt sich, dass die Alterskategorie der 5 - 9-Jährigen überdurchschnittlich vertreten ist. Dies obwohl in dieser Alterskategorie eine 11 % Abnahme verzeichnet werden konnte. Starke Zunahmen mussten in den Alterskategorien zwischen 10 und 19 registriert werden. Die intensive Instruktionstätigkeit der Verkehrserziehung der Polizei Basel-Landschaft zielt eindeutig darauf ab, die Zahlen in diesem Bereich nicht ansteigen zu lassen, resp. nach Möglichkeit senken zu können.


Betrachtet man die Ursachen, die zu den Fussgängerunfällen geführt haben, so zeigt sich ein erschreckendes Bild. Ca. 40 % der Fussgängerunfälle ist auf ein Fehlverhalten der Fussgänger selber zurück zu führen.




7. Verkehrsunfälle mit Zweirädern


Um nur 2% auf 265, ist die Zahl der Unfälle mit Zweirädern im vergangenen Jahr zurückgegangen, wobei im 10-Jahres Vergleich sich diese Zahl jedoch immer noch im "unteren Bereich" befindet.


Betrachtet man die Zahl der Verunfallten, so liegen die Fahrradfahrer mit 79 Fällen an der Spitze, gefolgt von den Lenkern von "schweren Motorrädern" mit 55 Verunfallten. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der verunfallten Kleinmotorradfahrer (< 50 cm3) um 30 % auf 32 abgenommen, die Zahl der verunfallten Motorradfahrer in der Kategorie < 125 cm3 jedoch um 22 % auf 45 zugenommen..


Erschreckend ist die Auswertung der Ursachen bei Verkehrsunfällen mit Zweirädern nach Beteiligten. Beim Grossteil der Unfälle handelt es sich um die Ursache "Missachtung des Vortrittes". Gerade bei dieser Ursache zeigt sich aber, dass die Übertretung die schliesslich zum Unfall führt, grösstenteils nicht bei den Zweiradlenkern liegt.


Wie erwähnt sind die Folgen eines Zweiradunfalls meistens tragisch, führen sie doch in der Regel zur Verletzung des Zweiradlenkers. Ca. 30 % aller verunfallten Personen waren Lenker eins Zweirades.




8. Verkehrsunfälle mit Tram/Bahnen


Die Verkehrsunfälle mit Tram/Bahn haben im vergangenen Jahr abgenommen. Die Zahl der Unfälle sank um 28 % von 29 auf 21. Hierbei gilt es jedoch anzumerken, dass auch bei dieser Kategorie, absolut gesehen, kleine Zahlenmengen vorliegen, weshalb sich auch kleine Veränderungen, prozentual gesehen, sehr stark auswirken. Glücklicherweise fand diese Abnahme vollumfänglich bei den Unfällen mit Personenschaden statt. Tragischerweise verliefen drei dieser Unfälle tödlich.


Untersucht man die Ursachen, welche zu den Unfällen geführt haben, so zeigt sich deutlich, dass das Fehlverhalten, nach heute vorliegenden Erkenntnissen, in keinem Fall bei den Tram- respektive Lokomotivführern lag.




9. Verkehrsunfälle auf Autobahnen


Erfreulicherweise hat die Zahl der Unfälle auf den Hochleistungsstrassen wiederum abgenommen. Der Rückgang von 285 auf 270 entspricht einer 5-prozentigen Abnahme. Die Zahl der Verunfallten stieg jedoch um 10 % auf 197 an. Erfreulicherweise verlief jedoch keiner dieser Unfälle tödlich.


Interessant ist auch die Feststellung, dass fast ein Viertel aller Verkehrsunfälle auf den Hochleistungsstrassen im Bereich der Ein- und Ausfahrtsrampen stattfanden.


Hinsichtlich der zeitlichen Verteilung der Unfälle, zeigt sich ein sehr ausgeglichenes Bild. Aus dem Rahmen fällt lediglich der Monat November, welche eins massiv unterdurchschnittliche "Unfallbelastung" aufweist.


Besonders auffallend ist die werktägliche Verschiebung der Unfallmorgenspitze um eine Stunde nach vorne und die ebenfalls stark ausgeprägte Unfallmorgenspitze am Samstag. Dafür existiert an den Samstagen keine Mittagsspitze wie im Vorjahr.


Sehr unterschiedlich ist auch das Unfallgeschehen auf der A2 und den kantonalen Hochleistungsstrassen H2 und H18. Auf der A2 können deutliche "Unfall-Spitzenstunden" ausgewiesen werden, nämlich zwischen 16.00 und 18.00 Uhr und zwischen 06.00 Uhr und 09.00 Uhr. Dies trifft bei den kantonalen Hochleistungsstrassen in dieser Form nicht zu. Die Verteilung der Unfallzahlen ist dort viel breiter gestreut.


Die Aussage, dass die Hochleistungsstrassen die sicherste Strassenkategorie darstellen, stimmt nach wie vor.




10. Verkehrsunfälle mit Alkoholeinfluss


Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss stieg mit 196 Fällen gegenüber 158 markant an. Dies entspricht einer Zunahme um 24 %.


Gleichzeitig nahm die Anzahl der Führerausweisentzüge wegen "Fahren unter Alkoholeinfluss" zu. Nur leicht abgenommen haben die Führerausweisentzüge wegen "Fahren unter Alkoholeinfluss mit Verkehrsunfall". Die Zahl der Entzüge in dieser Kategorie sank von 103 auf 100 (-3 %). Hierbei muss man berücksichtigen, dass es sich bei diesen aufgeführten Fällen nicht zwingend um Ereignisse im Kanton Basel-Landschaft handelt. Die Differenz zu den oben erwähnten Zahlen betreffend Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss beruht auf dem Umstand, dass nicht alle Verkehrsunfälle dieser Kategorie von im Kanton Basel-Landschaft registrierten Fahrzeugführern verursacht werden .


Der überwiegende Anteil der "alkoholisierten Beteiligten" ist als Lenker von leichten Motorwagen unterwegs. Diese Kategorie macht 90 % der Beteiligten aus.


Betrachtet man den Alkoholisierungsgrad der Beteiligten Lenker und Fussgänger, so zeigt sich, dass der Hauptteil der Alkoholsünder in der Kategorie 0.80 - 1.59 Promille anzutreffen ist.


Die Unfallspitzen der alkoholbedingten Verkehrsunfälle differieren sehr stark zwischen den Wochentagen und den Wochenenden. Relativ einfach nachvollziehbar sind vor allem. die Spitzen an den Samstagen und auch an den Sonntagen, zeigt sich doch eine markante Ausprägung in den frühen Morgenstunden, was auf die "Heimkehrer" zurück zu führen ist.


Eine Tatsache ist, dass "Alkohol am Steuer" leider immer noch ein ernsthaftes Problem im Strassenverkehr darstellt. Man muss sich bewusst sein, dass es bei den oben stehenden Zahlen lediglich um die polizeilich registrierten Fälle handelt und von einer massiv höheren Dunkelziffer ausgegangen werden muss. Mit der seit mehreren Jahren angekündigten Revision des Strassenverkehrsgesetzes und der damit verbundenen Einführung der verdachtsfreien Atemalkoholkontrolle auf den 1. Januar 2005 kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Fälle zunehmen wird. Das Nordwestschweizer Polizeikonkordat und die Polizei Basel-Landschaft hat diesem Umstand Rechnung getragen und in dieser Hinsicht verschiedene Präventionsaktionen lanciert (Aktion Bierdeckel, Flyer).


Die bedauerliche Entwicklung der Alkoholunfälle zeigt, dass diesem Aspekt in der polizeilichen Arbeit noch stärker Rechnung getragen werden muss.




11. Zusammenfassung


Zusammengefasst können wir festhalten, dass im 2004 die Unfallzahlen erfreulicherweise wiederum zurückgegangen sind. Das Verkehrsjahr 2004 kann, im langjährigen Vergleich, als sehr gut bezeichnet werden, auch wenn natürlich jeder Unfall einer zu viel ist.


Wie bereits mehrfach erwähnt, kommt es immer wieder zu Schwankungen in den einzelnen Bereichen, welche sich prozentual sehr stark auswirken können, in absoluten Zahlen jedoch auf die kleine Menge der Daten zurückzuführen sind. Dieses Aussage betrifft verschiedene Kategorien, wie die Todesfälle, aber auch die Fussgängerunfälle. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass die Einflussmöglichkeiten in diesen Bereichen teilweise sehr gering sind.


Mit der vorliegenden Jahresstatistik ist es uns gelungen, das Verkehrsjahr 2004 detailliert und aussagekräftig darzustellen. Hierbei muss man sich jedoch vor Augen führen, dass es sich um einen Rückblick handelt, und nur unter Berücksichtigung der genauen Daten und Fakten Schlüsse auf künftiges Verhalten zulassen.


Auch muss berücksichtigt werden, dass sich das Verkehrsverhalten und damit auch die Unfallentwicklung nur in einem beschränkten Mass und mit sehr grossem personellen, materiellen und finanziellen Aufwand beeinflussen lassen. Entsprechend wichtig ist es, dass alle involvierten Organisationen die notwendigen Daten zur Verfügung gestellt bekommen, um den Mitteleinsatz effizient planen und umsetzen zu können. Gleichzeitig muss die lange Dauer einer Verhaltensänderung im Verkehrsbereich in die Überlegungen mit einbezogen werden. Viele der getroffenen und eingeleiteten Massnahmen entfalten ihre Wirkung erst nach mehreren Jahren. Um so wichtiger ist es, dass mittels unserer Verkehrsanalyse, die einzelnen statistischen Bewegungen genauestens untersucht und bewertet werden. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die richtigen Massnahmen zum richtigen Zeitpunkt eingeleitet werden.


Diese Massnahmen beziehen sich sowohl auf die präventive wie auch auf die repressive Tätigkeit. Eine ausgewogene Mischung aus präventiven und repressiven Massnahmen, mit dem klaren langfristigen Ziel, mittels verstärkter Prävention, die Repression in Zukunft zurückfahren zu können, unterstützt durch eine permanente, zeitgerechte und effiziente Überwachung und Analyse des Unfallgeschehens, ist die Polizei Basel-Landschaft in der Lage, im Rahmen der vorhandenen personellen und materiellen Mittel, auch in Zukunft, einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Verkehrssicherheit leisten zu können.


>>> Verkehrsunfallstatistik 2004 [PDF]


>>> Verkehrsunfallstatistik der Jahre 1998-2004


Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:
Beat Schüpbach, Leiter Hauptabteilung Verkehrssicherheit der Polizei BL, Tel. 061 / 926 39 00
oder
Anand Jagtap, stv. Leiter Kommunikation JPMD, Liestal, Tel. 061 / 925 66 15


26. Januar 2005


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