Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion | |
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Bilanz der Aktion SMOKE II
Von Mai 2003 bis Ende Oktober 2004 führte die Polizei Basel-Landschaft mit den Statthalterämtern bezirksweise die Aktion Smoke II durch. Diese richtete sich gegen die Betreiber der Hanfläden und verantwortlichen Personen der illegalen Hanf-Indooranlagen im Kanton Baselland.
Insgesamt wurden 32 Hanfläden kontrolliert. Davon verkauften 28 nachweislich Marihuana und/oder Haschisch und erzielten einen Jahresumsatz bis zu Fr. 3'000'000. 4 solche Geschäfte sind heute noch offen und verkaufen legale Hanfprodukte, die anderen 28 Betriebe haben von sich aus ihre Tätigkeit beendet.
Zusätzlich wurden 23 Hanf-Indooranlagen geräumt und fünf illegale Hanf-Outdoorfelder beschlagnahmt. Keine der eingereichten Betäubungsmittelproben-Proben beim Institut für Rechtsmedizin IRM Basel-Stadt befand sich unter dem bekannten, vom Bundesgericht festgesetzten Richtwert von 0,3% THC. Den Spitzenwert erzielte eine Haschischprobe aus dem Statthalterbezirk Waldenburg, die einen THC-Gehalt von 31% erreichte.
Alle Hanfläden beteuerten, Marihuana und Haschisch nur an Personen zu verkaufen, die älter als 18 Jahre seien und in der Schweiz wohnten. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben ein ganz anderes Bild: Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnte in den Läden jede Person unabhängig von Alter und/oder Herkunft Betäubungsmittel kaufen.
Die Kontrollen, Hausdurchsuchungen Einvernahmen etc. waren sehr aufwändig. Hier einige Kennzahlen:
- | 140 Hausdurchsuchungen, |
- | über 200 Einvernahmen, |
- | Gegen 81 Personen wurden im Verlauf der Aktion Strafuntersuchungen angeordnet und Anzeige erstattet, |
- | Sperrung von über 60 Bank- oder Postkonten, |
- | 15 Schusswaffen wurden sichergestellt, an praktisch jeder Hausdurchsuchung fand sich ein Baseball-Schläger, |
- | Beschlagnahmtes Bargeld ca. Fr. 380'000.--, |
- | Während der Aktion wurden ca. 156,480 kg. Marihuana / 10,875 kg. Haschisch und ca. 70'920 Stk. Hanfpflanzen beschlagnahmt. Der Marktpreis des beschlagnahmten Marihuanas und Haschisch beläuft sich auf ca. Fr. 1'643'550.-- Der Ertrag, der mit den beschlagnahmten Hanfpflanzen erzielt worden wäre, lässt sich nur mit Schwierigkeit beziffern. Geht man von einem absoluten Minimum aus, wäre dieser mindestens ca. CHF 7'000'000.-- gewesen. Faktisch kann jedoch von einem dreifachen Handelsertrag ausgegangen werden, |
- | Gegen mehrere Personen mussten nebst der Verzeigung wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz noch weitere Delikte beanzeigt werden. Dies betraf vorwiegend Vergehen gegen das Waffengesetz. |
Weitere Auskünfte:
Marcel Burri, Leiter Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung Polizei Basel-Landschaft, Liestal, Telefon 061 / 926 33 00
Jacqueline Vogel, Vorsitzende Statthalterkonferenz, Statthalterin Bezirk Laufen, Telefon 061 765 84 84
21. Dezember 2004
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