Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion | |
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Anhaltende Trockenheit verschärft Probleme im Wald und strapaziert die Trinkwasserversorgungen
In den Baselbieter Wäldern herrscht wegen der lang anhaltenden Trockenperiode weiterhin hohe Waldbrandgefahr. Es ist darum im ganzen Kantonsgebiet verboten, im Wald Feuer zu entfachen und brennende Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Vermehrt wurde in den letzten Tagen in den Wäldern auch beobachtet, dass spontan grosse Äste abbrechen oder gar ganze Bäume umstürzen. Die Bevölkerung wird deshalb aufgerufen, bei Waldbesuchen insbesondere bei starkem Wind Vorsicht walten zu lassen.
Die in diesen Tagen spontan brechenden Buchenstämme und -äste sind nur "die Spitze des Eisberges". Die grosse Trockenheit hat generell zu einer Unterversorgung der Bäume mit Wasser geführt. Der tiefe Wassergehalt bewirkt einen allgemeinen Stabilitätsverlust (Biegsamkeit, Elastizität) von Ästen und Wurzeln. Ohne lang andauernde, ergiebige Niederschläge wird die Verankerung der Bäume im Boden vermindert sein. Von Spaziergängen im Wald bei starkem Wind wird deshalb im Hinblick auf kommende Gewitterstürme sowie die später folgenden Herbststürme dringend abgeraten. Das Phänomen abbrechender Äste und umstürzender Bäume wird übrigens in ganz Europa beobachtet und hat beispielsweise in Paris zur Schliessung von 80 Parkanlagen geführt.
Bisher ist es im Kantonsgebiet glücklicherweise nicht zu nennenswerten Waldbränden gekommen. Der KKS führt dies in erster Linie auf das Befolgen der Verbote und Empfehlungen durch die Bevölkerung zurück und dankt an dieser Stelle für das vorbildliche Verhalten im Umgang mit dieser besonderen Situation.
Die Trinkwasserversorgung ist im Kanton weiterhin sichergestellt. Vor allem im unteren Kantonsteil, der sich auf die grossen Wasserreserven der Hardwasser AG stützen kann, dürfte die Versorgung auch längerfristig keine Probleme bieten. In einzelnen Gemeinden vor allem im oberen Kantonsteil ist die Versorgungssituation jedoch langsam angespannt. Bereits müssen einzelne Aussenhöfe, die sich auf eigene Quellwasserfassungen abstützen, durch Tankfahrzeuge der lokalen Feuerwehr mit Trinkwasser versorgt werden. Speziell in den Gemeinden, in denen sich Versorgungsengpässe abzeichnen, wird die Bevölkerung dringend aufgerufen, mit dem Leitungswasser haushälterisch umzugehen und die von den Behörden publizierten Verhaltensempfehlungen bzw. -anordnungen zu beachten. Bevölkerung, Industrie und Gewerbe sowie die öffentliche Hand können mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser entscheidend dazu beitragen, dass keine Notsituation eintritt und auf einschneidende Massnahmen verzichtet werden kann.
Aktuelle und detaillierte Informationen zu den in den einzelnen Baselbieter Gemeinden geltenden Verhaltensregeln und Verboten findet die Bevölkerung auf der Homepage des Kantonalen Krisenstabes unter www.kks.bl.ch.
Rückfragen an: Ruedi Stähelin, Stabschef KKS BL, Telefon 061 906 33 51
21. August 2003