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Medieninfos JPMD

Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion

 

Krisenstab Basel-Landschaft und Katastrophenstab Basel-Stadt: Übung "Albatros"


Beitrag Regierungsrat Andreas Koellreuter, Vorsteher Justiz-, Polizei- und Militärdirektion Basel-Landschaft


Der Bevölkerungsschutz ist im Umbruch. Das entsprechende Bundesgesetz wurde eben erst von den eidgenössischen Räten verabschiedet und soll am 1. Januar 2004 in Kraft treten - eine Herausforderung für die Kantone!


Wichtig am neuen Bevölkerungsschutz ist:

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Ein gemeinsames Dach für die Rettungsdienste,

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damit die Gewinnung von Synergien - und damit auch von zusätzlichen Energien - durch das Zusammenführen von bisher parallel gelaufenen, ähnlichen Vorbereitungen und Ausbildungen,

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eine einheitliche Führung mit gleicher Sprache,

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Die Zusammenfassung in regionale Verantwortungsbereiche.

Ziel ist es, bei einer Katastrophe die Bevölkerung rasch, wirkungsvoll und mit möglichst kleinen Opferzahlen zu schützen. Katastrophen können wir nicht verhindern - sie ereignen sich. Aber wir können Risiken mindern.


Hier stehen wir alle in einem Spannungsfeld: die Errungenschaften unserer Zivilisation wollen wir nicht verlieren. Wir dürfen aber auch die damit wachsenden Risiken nicht unter den Teppich wischen. Das wäre kurzsichtig und nicht ehrlich.


Wer will heute auf Ferien und Reisen zu den nahen und fernen Inseln von Mallorca bis zu den Fidschis verzichten? Wer hat genug Zeit, mit dem Schiff hin zu fahren und damit 2 bis 6 Wochen für die Reise zu opfern? Time is money - selbst zu den nahen Ferienzielen in Spanien sind die Flugzeuge randvoll. Zwar gibt es kurzfristige Abbuchungen von Flügen, beispielsweise nach einem Flugzeugabsturz oder einem Terroranschlag an einer Feriendestination, aber kurze Zeit später ist die Reiselust wieder ungebremst.


In den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt werden in der Praxis die Probleme des Bevölkerungsschutzes seit einiger Zeit so angepackt, wie es das Projekt Bevölkerungsschutz vorsieht. Es geht um den koordinierten Einsatz der Mittel. Wenn im Einsatz die Mittel schon koordiniert geführt werden, so liegt es nahe, dass diese auch in ihrer Einsatzplanung, in der entsprechenden Ausbildung und im Ausrüstungssektor weitgehend unter einen Hut gebracht und geführt werden.


Die Übung ALBATROS gibt uns die Gelegenheit, nach einer langen gemeinsamen Vorbereitungszeit einen Katastrophenfall in unserer Agglomeration praktisch zu üben. Damit kann auch die Zusammenarbeit innerhalb der Kantone und über die Kantonsgrenzen trainiert werden. Erkenntnisse für die Umsetzung des Konzepts "Bevölkerungsschutz" sind uns dabei willkommen.


Bei der Einsatzübung ALBATROS am 31.10.2002 wird ein Flugzeugabsturz als Ausgangspunkt einer kantonsübergreifenden Katastrophe thematisiert.


Die Verantwortlichen für den Bevölkerungsschutz dürfen sich nicht mit guten Dossiers und umfassenden Analysen des Gefahrenpotentials zufrieden geben. Sie müssen die Funktionsträger von Zeit zu Zeit mit der praktischen Arbeit der Umsetzung von Plänen in konkrete Rettungsmassnahmen konfrontieren. Von der reibungslosen, koordinierten und raschen Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Katastrophenhilfe können Menschenleben abhängen.


Hoffen wir, dass diese Übung den Verantwortlichen Sicherheit und Zuversicht gibt, im Ernstfall bereit zu sein. Vergessen wir aber auch nicht, dass wir gemäss den vorliegenden Risikoanalysen in einem Szenario trainieren, das zwar möglich, aber wenig wahrscheinlich ist.


Und noch etwas ist mir wichtig zu betonen: wir machen eine Übung. Es kann also durchaus sein, dass einiges nicht klappen wird ist. Zweck der Übung ist es vor allem auch, Schwachstellen zu eruieren und dann zu eliminieren.


Ich danke der Gemeindeführung Allschwil, die nicht nur zu dieser Thematik die Anregung gab, sondern auch selbst ihre Vorbereitungen diesem Training und Test unterzieht. Der Wunsch der Gemeinde Allschwil ist berechtigt. Man will sich dort gerade für dieses Katastrophenrisiko so vorbereiten, dass alle denkbaren, realistischen und möglichen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung nicht nur in Dossiers geplant, sondern eben von den Verantwortungsträgern in ihrer Umsetzung auch gemeinsam eintrainiert sind.


Ich wünsche mir, dass ein solches Engagement weitere Gemeinden anspornt, Gleiches zu tun.


Beilagen:

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Beitrag Andreas Kühner, AK Szenario Training, Leiter Übung Albatros [PDF]

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Beitrag Rolf Meyer, StabsChef Katastrophenorganisation BS, und Marcus Müller, Chef Kantonaler krisenstab BL [PDF]

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Begrüssungsrede RR Jörg Schild [PDF]

Auskünfte:
Barbara Umiker, Chefin Dienst Information KKS BL, Tel. 061 925 61 65
Felix Drechsler, Dienstchef Information Kat. Stab BS, Tel. 061 267 86 36


31. Oktober 2002



 

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