Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion | |
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Konzept der mobilen Geschwindigkeitskontrolle "Stinger"
Ausgangslage
Seit März 1998 arbeitet die Polizei Basel-Landschaft mit einem neuen Geschwindigkeitskontroll-Konzept. Dieses Konzept stützt sich auf die folgende Pfeiler ab:
- | Fest installierte Anlagen an besonders gefährdeten Querschnitten |
- | Schnelle mobile Einheiten gegen Hochgeschwindigkeitssünder |
- | Mobile Messeinheiten mit Radar oder Laser |
Mit der Umsetzung des neuen Konzeptes führt die Polizei Basel-Landschaft ihre mobilen Radar-Kontrollen in der Regel ohne Anhaltestellen durch. Die Kontrollen werden durch die Hauptabteilung Verkehrssicherheit aufgrund der aktuellen Verkehrs- und Unfallsituation durchgeführt. Dabei wurden Anfragen aus der Bevölkerung und den Gemeinden berücksichtigt.
Die permanente Beobachtung und Analyse des Unfallgeschehens hat jedoch gezeigt, dass die bisherige Kontrolltätigkeit ungenügend ist. Mehr als ein Drittel aller Unfälle lässt sich auf die Unfallursache "Geschwindigkeit" zurückführen. Allein aus Gründen der Verkehrssicherheit ist es unerlässlich, dass die Polizei Basel-Landschaft ihre Kontrolltätigkeit im Bereich der mobilen Geschwindigkeitskontrollen ausweitet. Die Bedürfnisse der Gemeinden im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen nehmen zudem laufend zu.
Durch die Hauptabteilung Verkehrssicherheit wurde deshalb das neue Einsatzkonzept Stinger ausgearbeitet.
Konzept Stinger
Das Konzept beruht auf dem Ansatz, dass eine wirksame Verbesserung der Verkehrssicherheit nur erreicht werden kann, wenn im Kanton Basel-Landschaft täglich - zeitlich und örtlich sehr flexibel - vermehrt mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Die Analysen der Hauptabteilung Verkehrssicherheit haben gezeigt, dass der gewünschte Effekt der "Flächendeckung" nur erreicht werden kann, wenn die personellen und materiellen Ressourcen erhöht werden.
Mit der Ausschreibung und der Besetzung von sechs zusätzlichen Stellen - davon drei Zivilangestellte - wurden auf den 1. August 2001 die notwendigen personellen Voraussetzungen geschaffen, um das Konzept Stinger erfolgreich umsetzen zu können.
Die Kontrollen der Gruppe Stinger werden grundsätzlich in Zweierteams vorgenommen, wobei jeweils ein Polizist und ein Zivilangestellter ein Team bilden. Es ist vorgesehen, dass von Montag bis Freitag mindestens zwei Teams pro Tag im Einsatz stehen. Die Einsatzzeiten richten sich nach der aktuellen Verkehrslage.
Die örtliche Verteilung der Kontrolltätigkeit basiert auf einer Risikoabschätzung. Aufgrund verschiedener Kriterien wie Anzahl Unfälle, Anzahl Geschwindigkeitsunfälle, Grösse der Gemeinde etc. wurde ein Plan erstellt, der jede Gemeinde des Kantons berücksichtigt. Dieser beruht - in der jetzigen Version - auf fünf Gefährdungsstufen. Je nach Gefährdungsstufe steht eine bestimmte Anzahl von Kontrollstunden zur Verfügung. Nach diesem Prinzip werden 75 % der rechnerisch verfügbaren Netto-Kontrollstunden auf die Gemeinden verteilt. Die restlichen 25 % der Kontrollstunden stehen zur "freien" Verfügung, das heisst sind für Wünsche aus den Gemeinden und der Bevölkerung reserviert.
Erste Erfahrungen, Ausblick
Die ersten Erfahrungen seit Anfang August 2001 mit der neuen Einsatzgruppe Stinger können als positiv bewertet werden. Verbesserungsmöglichkeiten werden laufend erfasst und fliessen in das Konzept ein.
Mit der Realisation der geplanten und bewilligten "Verkehrsanalyse" soll ein neues Instrument geschaffen, das einen noch effizienteren und zielgerichteteren Einsatz der polizeilichen Einsatzmittel erlauben wird. Die permanente und aktuelle Analyse der Stinger-Einsätze und der Abgleich mit der aktuellen Unfall-Lage stellen einen nächsten Schritt dar.
Die Polizei Basel-Landschaft ist überzeugt, mit dem neuen Einsatzmittel Stinger ein wirksames Mittel gegen das Problem "Geschwindigkeitsunfälle" gefunden zu haben. Die Zukunft wird zeigen, ob ein weiterer Ausbau des Einsatzmittels erforderlich sein wird. Zusammen mit den anderen präventiven und repressiven Bestrebungen der Polizei Basel-Landschaft im Bereich der allgemeinen Verkehrssicherheit, wurde mit der Gruppe Stinger ein wesentlicher Schritt zur Erhöhung der Sicherheit auf den Baselbieter Strassen geleistet.
Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:
Beat Schüpbach, Hauptabteilungsleiter Verkehrssicherheit,
Polizei Basel-Landschaft, Lausen, Tel. 061 / 926 39 00
oder
Barbara Umiker, Leiterin Kommunikation JPMD, Liestal, Tel. 061 / 925 61 65
28. November 2001