Medieninformation der Finanz- und Kirchendirektion | |
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Chancengleichheitspreis beider Basel für Eifam
Im Kronenmattsaal in Binningen wird heute Abend der Chancengleichheitspreis beider Basel an Eifam verliehen. Die beiden Regierungen würdigen damit das langjährige Engagement des Vereins, der sich seit 27 Jahren für bessere Lebensbedingungen von allein erziehenden Müttern und Vätern einsetzt.
Die Regierungen beider Basel verleihen zum zwölften Mal den mit 20'000 Franken dotierten Chancengleichheitspreis. "Das heisse Eisen" geht dieses Jahr an Eifam, Alleinerziehende Region Basel.
Mit dem Leitsatz "Niemand erzieht alleine. Miteinander geht es besser" setzt sich der Verein Eifam seit 1980 erfolgreich für die Stärkung der Ressourcen von Alleinerziehenden, deren Vernetzung untereinander und die Vertretung ihrer Interessen in Politik und Gesellschaft ein. Gegründet als Selbsthilfeorganisation von Alleinerziehenden zählt Eifam heute 550 Mitglieder in der Region Basel und bietet eine breite Palette von Aktivitäten und Dienstleistungen. Neben der konkreten Stärkung und Unterstützung setzt sich der Verein auch für die Interessen von Alleinerziehenden bei Behörden und Politik ein und betreibt das Infobüro, eine professionelle Beratungsstelle zu allen Fragen rund ums Alleinerziehen.
Regierungsrat Adrian Ballmer weist in seiner Begrüssungsrede darauf hin, dass es Aufgabe des Staates sei, gleichstellungs- und familienpolitische Weichen so zu stellen, dass sie der heutigen Vielfalt an Familienformen als gesellschaftlicher Realität gerecht werden. Der Staat müsse Rahmenbedingungen schaffen, welche die besonderen Bedürfnisse von allein erziehenden Müttern und Vätern berücksichtigten, damit echte Chancengleichheit möglich sei. Ein wichtiger Schritt dazu sei das Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung, welches die Baselbieter Regierung gestern in die Vernehmlassung geschickt habe.
Dem Thema Familien zwischen Mythos und Realität geht die Historikerin Heidi Witzig nach. Sie zeigt auf, dass das Familienmodell der traditionellen Kleinfamilie mit Alleinverdiener sowie Hausfrau und Mutter erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufkommt. Bis dahin seien Familien vor allem Arbeitsgemeinschaften gewesen. Unverändert bilde das Ideal der Familie als Hort der Liebe und Geborgenheit immer den Gegenpol zur harten Welt des wirtschaftlichen und politischen Lebens.
In seiner Laudatio streicht Regierungsrat Guy Morin den besonderen multi-tasking Alltag von Alleinerziehenden heraus. Er lobt die Unterstützung, die Eifam diesen Ein-Eltern-Familien auf unterschiedlichen Ebenen bietet. Regierungsrat Morin nimmt die aktuelle Diskussion um das gemeinsame Sorgerecht und die Armutsfalle nach einer Scheidung auf, in welche doppelt so viele Frauen wie Männer geraten. Den Familien muss mit Leistungen geholfen werden, welche der Sozialhilfe vorgelagert sind. Die gemeinsame Sorge und die gemeinsame Verantwortung für das Wohl der Kinder müssen während der Ehe und über eine Trennung hinaus im Vordergrund stehen.
Zusammen mit dem Preis erhält Eifam drei „Reibeisen" der Basler Künstlerin Doris Hummel. Die Feier wird umrahmt von den drei Musikerinnen des Trios Tamuja, die beschwingt Tango, Musette und Eigenkompositionen spielen.
Weitere Auskünfte
Barbara Krattiger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann
des Kantons Basel-Landschaft, Tel. 061 926 82 85
Leila Straumann, Leiterin Gleichstellungsbüro Basel-Stadt, Tel. 061 267 66 81
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