Medieninformation der Finanz- und Kirchendirektion | |
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Positive Entwicklung im Bau
2004 ist das Bauvolumen im Baselbiet auf 1,5 Mrd. Fr. angestiegen. Über die Hälfte des investierten Kapitals floss in den privaten Wohnungsbau. Der positive Trend des Vorjahres wurde im privaten, nicht aber im öffentlichen Bau fortgesetzt. Für das aktuelle Jahr zeichnet sich in beiden Bereichen eine positive Entwicklung ab. Mit diesen Ergebnissen liegt das Baselbiet im schweizerischen Trend.
2004 wurden insgesamt 1,1 Mrd. Fr. in den Privatbau investiert. Die Bautätigkeit stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 8% an. Realisiert wurden Wohnungen für 804 Mio. Fr., gewerbliche Gebäude für 244 Mio. Fr. und weitere private Bauprojekte für 74 Mio. Franken. Die öffentlichen Auftraggeber investierten mit 358 Mio. Fr. hingegen 6% weniger als 2003. Hier flossen 117 Mio. Fr. in den Strassenbau und 104 Mio. Fr. in den Tiefbau. Die Ausgaben für Projekte im Bereich Hochbau lagen bei 137 Mio. Franken.
54% der gesamten Bauinvestitionen gingen 2004 in den privaten Wohnungsbau. Es entstanden 531 Einfamilienhäuser und 115 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 474 Wohnungen, sowie 15 Geschäftsgebäude und andere mit total 57 Wohnungen. Die Zahl der neu erbauten Gebäude mit Wohnungen hat damit gegenüber dem Vorjahr um 17% zugenommen, bleibt jedoch mit 661 weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 2000. Damals entstanden im Kanton 987 Wohngebäude. Trotz Umsatzsteigerung im Wohnungsbau und mehr Wohngebäuden entstanden 2004 jedoch weniger neue Wohneinheiten als im Jahr zuvor.
Die Bauvorhaben für 2005 deuten auf einen weiterhin steigenden Umsatz in der Bauwirtschaft hin. Im Privatbau darf für das aktuelle Jahr eine Umsatzsteigerung von weiteren 4% erwartet werden. Im öffentlichen Bau ist nach dem Rückgang von 2004 gar mit einem Umsatzzuwachs von 16% zu rechnen. Insgesamt ist für 2005 ein Bauvolumen von um die 1,6 Mrd. Fr. zu erwarten.
Auch das gesamtschweizerische Baugewerbe vermochte die Bauausgaben im Jahr 2004 ausdehnen. Die Ausgaben erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,6% oder nominal um 2,5 Mrd. Fr. auf insgesamt 47,1 Mrd. Franken. Gemäss dem Bundesamt für Statistik wurde dieser Anstieg hauptsächlich von privaten Auftraggebern getragen und von historisch niedrigen Hypothekarzinssätzen begünstigt.
Beilagen: 3 grafische Abbildungen zur Bauwirtschaft 2004 [PDF]
Liestal, 6. Juli 2005
Finanz- und Kirchendirektion Kanton Basel-Landschaft
Adrian Ballmer, Regierungsrat
Weitere Auskünfte: August Lienin, Kantonsstatistiker, Telefon 061 925 56 32