Medieninformation der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion | |
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Forderungen der Lehrstellenkonferenz von Doris Leuthard in Genf entsprechen den Massnahmen des Kantons Baselland
An der Lehrstellenkonferenz vom 13. November in Genf hat Frau Bundesrätin Doris Leuthard verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Lehr- stellensituation für Jugendliche gefordert. Die Forderungen entsprechen den Projekten und Massnahmen, die im Kanton Baselland teilweise bereits realisiert werden.
Bereits vor der Wahl in den Bundesrat hat Frau Doris Leuthard betont, dass ihr das Problem der Jugendarbeitslosigkeit und insbesondere die Ermöglichung eines Abschlusses für alle Jugendlichen auf der Sekundarstufe II ein wichtiges Anliegen sei. Aus diesem Grund hat sie alle Akteure der Berufsbildung, also Arbeitgeber, Gewerkschaften und Kantone, in Genf zu einer Lehrstellenkonferenz zusammengerufen, um gemeinsam entsprechende Massnahmen zu beschliessen.
Der Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, konnte Frau Bundesrätin Leuthard schon persönlich bestätigen, dass der Kanton Basel-Landschaft die in Genf vorgeschlagenen Massnahmen unterstützt. Teilweise sind sie im Kanton Basel-Landschaft bereits umgesetzt. So hat der Kanton Baselland schon frühzeitig versucht, die Lehrstellenproblematik gemeinsam mit der Wirtschaft zu lösen. Der Einbezug der Wirtschaft ist unverzichtbare Voraussetzung für die Akzeptanz bei den Firmen, die ja schlussendlich die Lehrstellen zur Verfügung stellen müssen.
Die von Bundesrätin Doris Leuthard geforderte Lehrstellenförderung für alle Kantone ist im Kanton Baselland realisiert. Der vom Kanton beauftragte Lehrstellenförderer bei der Wirtschaftskammer Baselland arbeitet mit grossem Erfolg! Speziell erwähnenswert ist der Erfolg des Lehrstellenförderers beim Schaffen von Lehrbetriebsverbünden sowie bei der Förderung der zweijährigen Attestausbildungen.
Frau Leuthard forderte auch eine professionelle Vorbereitung der Jugendlichen auf die Berufswahl und Brückenangebote für jene Jugendliche, die allenfalls erst nach einer Nachqualifizierung eine Lehrstelle finden können. Auch diese Postulate sind im Kanton Baselland erfüllt. Erfreulich ist, dass über 85 % der Absolventen und Absolventinnen von Brückenangeboten eine Anschlusslösung finden, und das Thema „Berufswahl" an den Sekundarschulen unseres Kantons verbindlich festgelegt ist.
Auch wenn man bezüglich Lehrstellenoffensive im Kanton Basel-Landschaft grundsätzlich von einer Erfolgsgeschichte reden kann, ist insbesondere das Ziel, dass alle Jugendlichen einen Abschluss auf der Sekundarstufe II machen können, noch nicht erreicht. Das in Genf vorgeschlagene Case Management, also die systematische Erfassung bereits in der Volksschule von Jugendlichen, die allenfalls Mühe haben könnten, eine Lehre zu absolvieren, muss in unserem Kanton geprüft werden. Es müssen zudem weitere Ausbildungsmöglichkeiten für schulisch schwächere Jugendliche geschaffen und angeboten werden!
Weitere Auskünfte:
Regierungspräsident Urs Wüthrich, Tel. 061 925 50 60 (Sekretariat)
Niklaus Gruntz, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, Tel. 061 927 28 00
17. November 2006
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