Medieninformation der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion | |
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Notmassnahmen für den Erhalt der kantonalen Kunstsammlung
Im Keller der Villa Gauss ist ein Teil der Kunstsammlung des Kantons Basel-Landschaft untergebracht. Durch Feuchtigkeit in diesen Räumen erlitten 371 Werke Schäden: sie sind vom Schimmel befallen oder weisen Farbabsplitterung auf. Der Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Urs Wüthrich-Pelloli, informierte an einer Medienorientierung über das Ausmass der Schädigung und die notwendigen Massnahmen.
Der Regierungsrat hat anlässlich seiner Sitzung am 29. August 2006 von den Schädigungen der Bilder im Keller der Villa Gauss in Liestal Kenntnis genommen: Alle 371 dort gelagerten Bilder der kantonalen Kunstsammlung sind vom Schimmel befallen oder zeigen eine abblätternde Farbschicht. Diese Schäden entstanden auf Grund der langfristigen Lagerung und der ungünstigen klimatischen Bedingungen im Keller der Villa. Auch bei Kunstwerken, an denen Schäden nicht offensichtlich sind, wurde ein Schimmelbefall mit Hilfe von Laboranalysen nachgewiesen.
Werden die Bestände der kantonalen Kunstsammlung in der Villa Gauss nicht gesichert, kommt es zum unwiederbringlichen Verlust dieser Arbeiten, die das künstlerische Schaffen im Kanton in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts dokumentieren, wie Barbara den Brok, die Leiterin des Amtes für Kultur ausführte. Unter den betroffenen Werken befinden sich Gemälde aus dem Nachlass des für die Region bedeutenden Malers Arnold Fiechter (1879 - 1943). Erste Notmassnahmen für den Erhalt der Bilder wurden mit der Bau- und Umweltschutzdirektion vereinbart: So wird das Depot geräumt werden, die Bilder werden an einen anderen Ort verbracht und sollen dort nun laut Marie-Therese Caratsch, Kantonsarchitektin, vorerst professionell gereinigt werden. Im Umgang mit diesen Bildern gilt es besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da der Schimmelpilz bei anfälligen Personen Allergien auslösen kann.
Für die Notmassnahmen für den Erhalt der Kunstwerke muss das Budget der BKSD für das Jahr 2007 um CHF 180'000 aufgestockt werden. Damit kann unter anderem eine Fachperson für die Reinigung der Gemälde angestellt werden. Mit dieser Notsanierung wird vorerst die weitere Verbreitung des Schimmels aufgehalten werden. Von diesen 371 Kunstwerken werden rund 270 als so bedeutsam erachtet, dass ihr originaler Zustand wieder hergestellt werden soll. Ziel ist es, diese Gemälde wieder in die Kunstsammlung zu integrieren und auch wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für diese weiteren Aufwendungen wird eine entsprechende Vorlage zuhanden des Landrates vorbereitet.
Auskunft:
Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, 061 925 50 60 (Sekretariat).
16. November 2006