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Medieninfos EKD

Medieninformation der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion

 

Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Deutsch-Freiburg, Solothurn, Deutsch-Wallis



Projektstart Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts


aid. Das interkantonale Projekt zur Einführung des Französischunterrichts ab dem 3. und des Englischunterrichts ab dem 5. Schuljahr sowie zur gemeinsamen Entwicklung des Fremd-sprachenunterrichts kann gestartet werden. Die Erziehungsdirektorinnen und -direktoren der beteiligten Kantone haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Basel-Landschaft ist unter Vorbehalt dabei.


Im März 2004 verabschiedete die schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren die gemeinsame Strategie zur Weiterentwicklung des Sprachenunterrichts in der obligatorischen Schule der Schweiz und einigte sich auf einen koordinierten Fahrplan bei der Umsetzung. Dabei bekannte sie sich zur Wichtigkeit des Fremdsprachenlernens und sprach sich für das Lernen von zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe spätestens ab dem 3. und ab dem 5. Schuljahr aus. Mindestens eine zweite Landessprache soll gelernt werden.


Im November 2004 beschlossen die Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis, bei der Vorverlegung des Französischunterrichts und des Englischunterrichts sowie bei der Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts zusammenzuarbeiten. Sie erteilten das Projektmandat zur Erarbeitung von entsprechenden Entscheidgrundlagen. Fünf der sechs Erziehungs- und Bildungsdirektionen haben die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Basel-Landschaft wirkt bei den Projektarbeiten unter dem Vorbehalt mit, dass der Regierungsrat und das Kantonsparlament nicht anders entscheiden.



 

Brücke zwischen den Sprachregionen der Schweiz

Die Kantone Basel-Stadt, Bern, Deutsch-Freiburg, Solothurn und Deutsch-Wallis haben am 21. April 2006 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und den Projektauftrag frei gegeben. Die Bildungsdirektion des Kantons Basel-Landschaft hat zwar die Freigabe des Projektauftrags gut geheissen, wegen eines Vorentscheids des Bildungsrats zugunsten von Frühenglisch jedoch die Vereinbarung nicht unterzeichnet. Die Brücke zwischen dem deutschen und dem französischen Sprachraum und zwischen den Sprachkulturen bleibt erhalten. Alle Kantone der Romandie haben sich für die Beibehaltung von Deutsch ausgesprochen. Dies entspricht der Forderung des Europarates, dass die erste Fremdsprache die Sprache der Nachbarn sein soll. Der Entscheid für die Sprache der Nachbarn ist kein Entscheid gegen die Weltsprache Englisch. Beide Sprachen sind bedeutsam, beide sollen an den Volksschulen von allen Jugendlichen gelernt werden.



 

Zielsetzungen

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Alle Schülerinnen und Schüler lernen in der Primarschule zwei Fremdsprachen. Der Unterricht in den verschiedenen Sprachen folgt denselben Grundsätzen. Den Bedürfnissen der fremdsprachigen Kinder und Jugendlichen wird besondere Beachtung geschenkt. Gefördert wird der Austausch zwischen den Sprachregionen. Lehr- und Lernmaterialien für den Fremdsprachenunterricht werden gemeinsam entwickelt.

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Die Lektionentafeln werden gemeinsam erarbeitet. Die Lernprofile werden in Übereinstimmung mit dem Europäischen Sprachenportfolio und mit den Kompetenzmodellen von HarmoS festgelegt.

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Einen grossen Stellenwert im Projekt hat die gemeinsame Planung und Entwicklung der Aus- und Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen. Hier wird mit den Pädagogischen Hochschulen und mit den kantonalen Weiterbildungsstellen zusammen gearbeitet.


 

Der weitere Verlauf

Die Projektleitung wird demnächst ausgeschrieben und ab Herbst 2006 besetzt. Die Aus- und Weiterbildungsangebote stehen ab Schuljahr 2007/2008 für das Kurskader, ein Jahr später für die Lehrpersonen bereit. In den Kantonen Freiburg und Wallis beginnt der Französischunterricht bereits heute im 3. Schuljahr. In den übrigen Kantonen soll er zwischen 2010 und 2012 in das 3. Schuljahr vorverlegt werden. Damit wird der Fahrplan gemäss Strategiepapier der EDK vom 25. März 2004 eingehalten. Die Kantone Bern, Freiburg und Wallis haben sich bereits für Französisch als erste Fremdsprache entschieden. In den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn stehen die entsprechenden Beschlüsse noch aus. Die Kooperation wird formell durch eine interkantonale Vereinbarung beschlossen, die von den kantonalen Parlamenten noch zu ratifizieren ist.



 

Notiz an die Redaktionen

Auskünfte erteilt:
Pierre Felder, Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Tel .061 267 62 92



 

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