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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Zustand der Birs erfordert auch weitere Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität


Erste kantonsübergreifende Untersuchungen der Wasserqualität im Einzugsgebiet der Birs zeigen eine durchzogene Bilanz. Positiv zu bewerten ist die Abnahme der Nährstoffe aus der Siedlungsentwässerung, negativ zu erwähnen sind die in verschiedenen Gewässerabschnitten festgestellten Überschreitungen der Zink- und Kupferwerte. Bezüglich organischer Spurenverunreinigungen besteht Abklärungsbedarf.


Die Birs entwässert ein Einzugsgebiet von 866 Quadratkilometern, in welchem insgesamt rund 170'000 Menschen leben. Ausgelöst durch das Projekt Regionaler Entwässerungsplan Birs (REP Birs) haben die Anrainerkantone erstmals auch einige neue Parameter der Wasserqualität koordiniert untersucht. Wie die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, zählt die Birs gemessen an den Schwermetallgehalten zu den landesweit am stärksten belasteten Fliessgewässern.


Die Qualitätsziele des Bundes werden namentlich beim Zink und - in geringerem Ausmass - auch beim Kupfer überschritten. Belastungsquellen stellen metallverarbeitende Betriebe aber auch der Einsatz dieser Metalle in Gebäudekonstruktionen dar. Demgegenüber nimmt der Nährstoffeintrag dank einer effizienteren Abwasserbehandlung generell ab, auch wenn gebietsweise noch erhöhte Belastungen mit Phosphor und gelöstem organischem Kohlenstoff auftreten. Trotz Fortschritten braucht es folglich weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Wasserqualität. Dies gilt auch für die Belastung mit organischen Schadstoffen.


Die kürzlich festgestellten Belastungen von Fischen mit polychlorierten Biphenylen (PCB) in der Birs zeigen auf, dass Spurenverunreinigungen eine wichtige Rolle spielen. Weitere koordinierte Abklärungen im Hinblick auf die Identifikation von Belastungsquellen der Birs mit PCB sind daher bereits im Gang.


Als wesentliche noch zu lösende Aufgabe wurde bisher im REP Birs die Verbesserung des überwiegend schlechten Zustandes des Gewässerlebensraumes der Birs betrachtet. Welche Massnahmen aufgrund der neuen Erkenntnisse zusätzlich zu den geplanten Renaturierungsmassnahmen und den Lehren aus dem Hochwasser vom August 2007 zu treffen sind, muss noch ermittelt werden.


Die Untersuchungsresultate sind in einer Broschüre dokumentiert. Sie enthält auch Angaben über die Langzeitentwicklung von einigen ausgesuchten Belastungsgrössen.


Die Broschüre steht zum Download auf www.labirse.ch bereit.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Für Rückfragen:

BL: Amt für Umweltschutz und Energie, Fachstelle Gewässerzustand, Dr. Marin Huser, Tel. 061 925 55 14

BS: Amt für Umwelt und Energie, Labor und Rheinüberwachungsstation, Dr. Jan Mazacek, Tel. 061 639 22 64

SO: Amt für Umwelt; Fachstelle Gewässerschutz, Dr. Chantal Schmitt, Tel. 032 627 22 49

JU: République et Canton du Jura, Office de l'environnement, Dr. Daniel Urfer, Tel. 032 420 48 12

BE: Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft, Gewässer- und Bodenschutzla- bor, Dr. Ueli Ochsenbein, Tel. 031 634 23 90

Basel, Bern, Delémont, Liestal und Solothurn, 24. April 2008


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