Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
| |
Naturschutzgebiet in Lausen / Bubendorf wird aufgewertet
Zur Aufwertung und Erhaltung des Lebensraums für seltene Pflanzen und Tiere, werden in der Huppergrube, im Grenzbereich Lausen / Bubendorf, Umgestaltungsarbeiten ausgeführt.
Im Auftrag des Kantons Basellandschaft entstand ein neues Pflegekonzept für das Naturschutzgebiet Huppergrube im Bereich Lausen / Bubendorf. Ziel ist es, das wertvolle Gebiet für die Zukunft zu erhalten. Angestrebt wird die Ausbildung einer grossflächig mit mageren Wiesen und Staudenfluren bewachsenen Fläche. An gut gelegenen Standorten entstehen Kleinstrukturen wie Stein-, Ast- und Schnittguthaufen. Das Oberflächenwasser wird in einem von mehreren Tümpeln unterbrochenen Rinnsal gesammelt und an der bisherigen Stelle aus dem Gebiet geleitet. Damit wird der Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten. Die Gesteinsschichten aus verschiedenen Zeitepochen bleiben sichtbar und der Pflegeaufwand bleibt für den Kanton längerfristig tragbar.
Die Bik- und die Huppergrube stehen seit 1991 unter kantonalem Schutz. Sie entstanden im 19. Jahrhundert durch den Abbau von Hupper für die Herstellung von keramischen Erzeugnissen. Durch die Abbautätigkeit entstanden Pionierlebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. So fanden Insekten, Amphibien (Gelbbauch-Unke, Geburtshelferkröte), verschiedene Reptilien und rund 200 verschiedene Pflanzenarten auf den Aufschüttungen und Abraumhalden einen neuen Lebensraum.
Seit der Einstellung der Abbauarbeiten in den Gruben überwuchsen die Pionierflächen immer mehr. Die auf diese offenen und warmen Gebiete angewiesene Tiere und Pflanzen nahmen in ihrem Bestand stark ab oder verschwanden gar völlig. Auch Teile der Gesteinsschichten verschiedener Epochen mussten von Zeit zu Zeit abgeschürft werden.
Während der Umgestaltungsarbeiten kann die Huppergrube aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:
Markus Plattner, Amt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft, Tel. 079 353 21 28
Liestal, 25. Februar 2008