Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Zuviel Feinstaub in der Luft
In der Nordwestschweiz werden auf Grund der aktuellen Wetterlage Tagesmittelwerte für Feinstaub gemessen, die den Immissionsgrenzwert um das Anderthalbfache übersteigen. Die Bevölkerung wird aufgerufen einen persönlichen Beitrag zur Vermeidung unnötiger Schadstoffemissionen zu leisten.
Feinstaub-Konzentrationen am 14. Februar 2008 in der Nordwestschweiz (Juranordfuss):
Messstation: | Konzentration (µg/m3) |
Basel St. Johann | 91 |
Binningen NABEL | 84 |
Sissach | 79 |
Sisseln | 90 |
Erwartete Belastungsentwicklung
Aufgrund der meteorologischen Situation (Inversionslage) ist auch für morgen und die folgenden Tage mit einer deutlichen Überschreitung des Feinstaubgrenzwertes zu rechnen.
Auswirkungen und persönliche Verhaltensempfehlungen
Mit jedem Atemzug nehmen wir Tausende von feinen Partikeln in unseren Körper auf. Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in die Lungen ein. Je höher die Belastung, desto mehr gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen können auftreten. Insbesondere Dieselruss ist sehr gesundheitsgefährdend, weil er aus extrem kleinen Teilchen besteht.
Grundsätzlich werden durch die hohen Feinstaubwerte alle Menschen beeinträchtigt. Feinstaub führt zum Beispiel zu Entzündungen der Atemwege und der Lunge, zu Bronchitis- und Asthmaschüben. Risikogruppen wie Kleinkinder, chronisch Kranke, Personen mit geschwächter Immunabwehr, ältere Menschen oder generell Personen mit bereits bestehenden Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen sind dabei besonders betroffen.
Bei starker körperlicher Anstrengung werden durch die verstärkte Atmung mehr Schadstoffe aufgenommen. Vermeiden Sie deshalb starke körperliche Anstrengungen.
Was kann der Einzelne tun
- | Das Verbrennen von Holz in Cheminées und in kleinen Öfen (Schwedenöfen) unterlassen. Ein Cheminée produziert soviel Feinstaub wie 1'500 Ölheizungen. Schwedenöfen produzieren rund 300-mal mehr Feinstaub wie Ölheizungen. |
- | Auf jede Art von Feuer im Freien verzichten. |
- | Öffentliche Verkehrsmittel benützen. |
- | Fahrgemeinschaften bilden, statt alleine mit dem Auto zu fahren. |
- | Mit dem Auto: abrupte Beschleunigungs- und Bremsmanöver vermeiden, niedertourig fahren. |
- | Diesel-PW ohne Partikelfilter zu Hause lassen. |
Weitere Schritte
Sollten die Feinstaubkonzentrationen über einen längeren Zeitraum weiter ansteigen, werden gemäss kantonaler Smogverordnung Massnahmen angeordnet.
Weitere Informationen zur aktuellen Belastungssituation unter:
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- | Per SMS: Keyword: LUFT + Kantonskürzel (z.B. Luft BS oder Luft BL) an Zielnummer 20120 senden. |
- | Teletext SF1 Seite 666 |
Für Rückfragen:
Roberto Mona, Leiter Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 925 56 19
Markus Camenzind, Abteilung Luftqualität, Tel. 061 925 56 19
Liestal, 15. Februar 2008
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