Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Untersuchungsergebnisse Risse im Tunnel Eggflue: kein Sicherheitsrisiko
Die von der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) beauftragten Experten kommen beide zum Schluss, dass die Risse im Eggfluetunnel keine Sofortmassnahmen erfordern. Die Tragfähigkeit des Tunnels und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sind nicht beeinträchtigt.
Laut den beiden Experten, Prof. Dr. G. Anagnostou, ETH Zürich und Dr. B. Houriet, GVH Tramelan, sind die Risse im Bereich der Tunnelelemente 122 / 123 auf Quelldruck zurückzuführen.
Im betrachteten Tunnelabschnitt erfolgt der Übergang vom so genannten Renggeri-Ton in die Kalksteine der Anceps-Athlea-Formation und dann in den so genannten Callovien-Ton. Renggeri- und Callovienton sind quellfähig. Die bedeutenden Risse traten nur in dem Abschnitt auf, in welchem quellfähiges Gebirge (Callovien-Ton) in der Sohle und hartes Gebirge (Kalkstein) im First vorliegt. Bei den beobachteten Rissen handelt es sich um Biegerisse, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Kombination folgender Faktoren zurück zuführen ist:
- | Quelldruck wirkt auf die Sohle; |
- | der Tunnel ist in unterschiedliche Gebirgsmassen gebettet: harter Kalkstein oben, weicherer Ton seitlich und unten |
- | kleinere Gewölbestärke auf der Talseite |
Die beobachteten Risse der Innenschale sind nicht bedenklich für die Tragsicherheit. Ein Versagen des Gewölbes ist bei der vorliegenden Zwangsbeanspruchung und angesichts der sehr niedrigen und sich langsam entwickelnden Verformungswerte nicht zu befürchten. Die Rissweiten haben seit vergangenem November lediglich um 0.1 mm zugenommen.
Bauliche Massnahmen um die Tragsicherheit zu erhöhen, sind nicht erforderlich. Die messtechnische Überwachung wird neben der regelmässigen Bauwerkskontrolle weiter geführt.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:
Christian Scholer, Tiefbauamt, Strasseninspektor, Natel: 079 408 16 01
Liestal, 30. Mai 2007