Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Vom Sorgenkind zum Musterschüler: Chienbergtunnel erfüllt alle Erwartungen
Seit fünf Monaten ist der Chienbergtunnel in Betrieb. Fazit: Keine aussergewöhnlichen Störungen; das Zentrum von Sissach ist deutlich entlastet; die Messwerte in der Hebungszone West sind besser als erwartet.
Die Hebungen in der Hebungszone West haben sich weiter beruhigt; die Lebensdauer der einzelnen Systemelemente (Knautschkörper, Gleitanker) hat sich weiter erhöht. Momentan werden nur im Bereich des ehemaligen Tagbruches (Hebungsbereich 2) auf eine Strecke von ca. 40 m noch Hebungen des Gewölbes gemessen; sie haben sich in der vergangenen Messperiode aber halbiert auf weniger als 0.5 mm / Monat. In der Sohle sind im Hebungsbereich 1, unter dem überbauten Bereich Wilimatt, kaum Hebungen zu beobachten; im Hebungsbereich 2 haben sie sich deutlich reduziert. In der Hebungszone Ost sind keine Bewegungen zu beobachten.
Unterhaltskosten tiefer als erwartet
Die Kosten für Unterhaltsmassnahmen werden 2007 voraussichtlich deutlich tiefer als prognostiziert ausfallen. Bisher sind als wesentliche Massnahme nur der Ersatz von ca. 10 Knautschelementen mit Gleitankern vorgesehen. Infolge ungleichmässigen Knautschens erfolgte eine Schiefstellung der Ankerstange. Die bisherige Erfahrungszeit von fünf Monaten ist aber zu kurz, um auszusagen, ob die Unterhaltskosten auch in den nächsten Jahren tiefer als prognostiziert sein werden.
Die diversen angekündigten Systemergänzungen konnten im Februar / März während drei Staffeln von Nachtsperrungen weitgehend erledigt werden. Ausstehend sind noch die Fertigstellung der Ereignisdetektion (z.B. Rauchmelder) und der Stauwarnanlage; sie werden im Rahmen einer vierten Staffel von Nachsperrungen ca. Mitte Juni in Betrieb genommen. Im Rahmen einer normalen Unterhaltssperrung werden nächste Woche noch Ergänzungen an den Messeinrichtungen ausgeführt: Einbau von Gleitmikrometern, die es erlauben, die Bewegungen (Quellungen) im Gipskeuper seitlich und unter dem Tunnel zu messen.
Staufreier Verkehrsfluss und Entlastung Sissach
Der Verkehrsfluss in den Vorzonen, insbesondere beim Kreisel Netzen (Vorzone West bzw. von der H2 aus Liestal) funktioniert gut. Nennenswerte Staus (in den Chienbergtunnel hinein) oder Unfälle (teilweise doppelspuriger Kreisel) blieben aus.
Die Umfahrung Sissach wurde von den Verkehrsteilnehmern gut akzeptiert; dies zeigt die erfolgte Entlastung der Kernzone von Sissach um mehr als 56 % vom motorisierten Verkehr. Die Realisierung des Strichcodes ist für das Jahr 2008 vorgesehen. Allerdings muss das Budget genehmigt und die Bahnhofstrasse zur Kantonsstrasse ausgebaut werden.
Die Endkostenprognose per 31. Dezember 2006 beträgt 342 Millionen Franken, wobei inbesondere infolge Marktpreisen Kosten von bis zu 350 Millionen Franken möglich sind.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:
Ruedi Hofer, Kantonsingenieur, Tel. 061 925 54 84
Urs Roth; Tiefbauamt, Projektleiter, Tel. 061 925 54 84
Liestal, 24. Mai 2007