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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Die Luftqualität im Jahr 2006: Wintersmog schon zum Jahresanfang


In weiten Teilen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft war die Feinstaub-Belastung während des ganzen Jahres 2006 zu hoch. Dies kam in den Spitzenwerten während der Smog-Phase von Anfang des Jahres zum Ausdruck. Während dieser Phase waren auch die Stickstoffdioxid-Konzentrationen angestiegen. Erstmals seit Jahren waren damit wieder Überschreitungen des Tagesgrenzwertes für Stickstoffdioxid auch an den nicht stark verkehrsexponierten Standorten gemessen worden.


Stickstoffdioxid: An den Strassen nimmt die Belastung wieder zu
Die Jahresmittelwerte lagen zwischen 17 und 65 Mikrogramm pro m3 (Grenzwert 30 Mikrogramm pro m3). Der Grenzwert wurde an den stark verkehrsexponierten Standorten massiv überschritten. Entlang dieser stark verkehrsreichen Strassen nimmt die Stickstoffdioxid-Belastung in den vergangenen Jahren wieder zu, in der übrigen Agglomeration stagniert sie. Jeder zweite Bewohner in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft wird durch die zu hohe Stickstoffdioxid-Konzentration betroffen.
Erstmals seit beinahe 10 Jahren wurde der Tagesgrenzwert (80 Mikrogramm pro m3) auch an weniger stark verkehrsexponierten Standorten an Einzeltagen überschritten. Diese Überschreitungen wurden während der Smogphase zu Jahresbeginn gemessen. An den stark verkehrsexponierten Standorten war diese Überschreitungshäufigkeit im Jahr 2006 mit 20 bis 50 Tagen weitaus grösser.


Feinstaub: Wintersmog zu Jahresbeginn
Im Jahr 2006 lag die Feinstaub-Belastung deutlich höher als im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund dafür war die Wintersmogphase zu Beginn des Jahres. Während zweier Perioden (8 und 13 Tage im Januar und Februar stieg die Feinstaub-Belastung an allen Stationen auf mehr als 100 Mikrogramm pro m3 an, dem Zweifachen des Tagesgrenzwertes (50 Mikrogramm pro m3). Dadurch ist im 2006 der Tagesgrenzwert viel häufiger überschritten worden als im Vorjahr. Zum Vergleich, im 2005 lagen die maximalen Tageswerte deutlich unter 100 Mikrogramm pro m3.
Diese Episoden Anfang Jahr waren durch Inversionen mit einer starken Anreicherung der Schadstoffe im so genannten Kältesee verursacht: Die schadstoffhaltige Kaltluft unten mischte sich nicht mit der vergleichsweise "reinen" Warmluft oben. Die hohen Jahresmittelwerte, an allen Stationen über dem Jahresgrenzwert (20 Mikrogramm pro m3) zeigen aber auch, dass Handlungsbedarf besteht. Diese Lücke soll durch dauerhafte Massnahmen gefüllt werden. Wie notwendig dies ist, zeigt auch die Tatsache, dass heute noch drei Viertel der Bevölkerung der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft durch diese hohe Feinstaub-Belastung betroffen sind.


Ozon: Zuviel Ozon in der ganzen Nordwestschweiz
Die maximalen Ozonwerte lagen im Sommer 2006 mit Werten zwischen 113 und 210 Mikrogramm pro m3 leicht tiefer als im Vorjahr (117 - 234 Mikrogramm pro m3). Hohe Ozonwerte wurden vor allem im Juni und Juli gemessen, im August 2006 führte das regnerische Wetter zu einem markanten Rückgang der Belastung. Die Anzahl Stunden mit Überschreitungen des Grenzwertes erreichte in der Agglomeration Basel 230 bis 330 Stunden, auf den Höhenlagen wurden über 600 Stunden gezählt. Dies ist wieder etwas mehr als im Vorjahr. Damit liegt die Ozonbelastung seit Jahren im gleichen zu hohen Niveau, wobei auf den ländlichen Höhenlagen eine leicht rückläufige Tendenz zu beobachten ist. Die Ozonbelastung im 2006 erreichte aber nicht das Ausmass des Hitzesommers 2003.


>>> Grafiken [PDF]


Für Rückfragen:
Hans-Rudolf Moser, Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 925 56 19/20


Liestal, 11. Januar 2007


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