Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Winterpause für Aussenrenovationen auf Schloss Birseck
Am 15. Dezember 2006 werden die laufenden Sanierungsarbeiten auf Schloss Birseck vorläufig eingestellt. Seit zwei Wochen ist das Gerüst abgebaut und gibt den Blick auf die Schlossanlage wieder frei. Während der kalten Wintermonate werden die Restaurierungsarbeiten im Rittersaal und in der Schlosskapelle ausgeführt.
Die Sanierung des markanten Rundturms, der Zugangsbrücke und der Westmauer sind erfolgreich abgeschlossen worden. Sobald es die Temperaturen erlauben, werden im Frühjahr noch Teile der Umgebungsmauern saniert und die Aussenanlagen des Schlosses wieder in Stand gestellt. Vorgesehen ist die Eröffnung der Schlossanlage im Frühsommer.
Bei den bauhistorischen Untersuchungen sind mehrere Spuren der ursprünglichen Ausstattung des einstigen mehrgeschossigen Wohngebäudes entdeckt und konserviert worden. Die Funde belegen, dass ein Teil der Räume mit roten Sandstein-Bodenplatten und hell gekalkten Wänden ausgestattet waren. Die zahlreichen Scherben von Ofenkacheln bestätigen die bereits bekannten Angaben auf Bauplänen, dass ein Grossteil der Räume mit Zimmeröfen beheizt worden ist. Die teilweise künstlerisch anspruchsvoll gestalteten Ofenkacheln stammen aus der Zeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert.
Erstaunlich ist die Qualität und Beständigkeit der historischen Verputze. Verputzschichten vom 13. bis ins 18. Jahrhundert an der Westfassade und am Rundturm sind weitgehend bis heute in einem so guten Zustand, dass lediglich kleine Mauerpartien geflickt werden mussten. Nachgewiesen wurden zudem ein älterer Ostzugang mit Brückenansatz und diverse Reste von Erkern und Türmchen, wie sie auf alten Darstellungen zu finden sind.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:
Brigitte Frei-Heitz, Kantonale Denkmalpflege, Tel. 061 925 55 75
Liestal, 15. Dezember 2006