Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Zwischenergebnisse zur Geruchsbelästigung im Raum Liestal - Lage normalisiert, Verursacher noch unbekannt
Nach den massiven Geruchsbelästigungen im Raum Liestal vom vergangenen Montag und Dienstag, 27./28. November 2006 hat sich die Lage normalisiert. Die Geruchsbelästigungen sind verschwunden. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.
Auslöser der Geruchsemission war ein nach wie vor unbekannter Einleiter im Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage ARA Frenke 3 in Bubendorf. Mit dem Abwasser wurden höchstwahrscheinlich einige Kilogramm einer Schwefelverbindung in die Kanalisation eingeleitet, welche dort abgebaut und bereits in der Kanalisation und dann über den Belebungsbecken der ARA zu einer lästigen Geruchswolke führte.
Der als Sofortmassnahme eingeleitete Austausch des Klärschlamms auf der ARA Frenke 3 in Bubendorf ist noch im Gange. Bis heute ist mehr als die Hälfte des Klärschlamms ausgetauscht worden. Bis kommenden Montag wird der gesamte Schlamm ausgetauscht sein. Der Klärschlamm wird auf der Industrieabwasserreinigungsanlage ARA Rhein in Pratteln verbrannt. Die ARA Rhein verfügt über spezielle technische Einrichtungen, um den Klärschlamm annehmen und verbrennen zu können, ohne dass dabei Geruchsbelästigungen auftreten.
Auf der Anlage Frenke 3 findet noch ein leichtes Ausgasen statt, welches zeitweise und in geringem Umfang vorwiegend auf der Anlage feststellbar ist.
Die Reinigungsleistung der Anlage Frenke 3 war zu keiner Zeit eingeschränkt. Das gereinigte Abwasser im Auslauf der Anlage erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen.
Das Amt für Umweltschutz und Energie leitet die Abklärungen zur Feststellung des oder der Verursacher/s des Ereignisses. Bereits kurz nach den ersten Geruchsmeldungen am 27.11.2006 konnte der mögliche Herkunftsort der Geruchsbelästigung im Kanalisationssystem grob eingrenzt werden. Die Abklärungen konzentrieren sich auf Einleiter von Industrieabwässern im Raum Bubendorf. Es wurden Betriebskontrollen durchgeführt und so genannte Rückstellproben der zum fraglichen Zeitpunkt in die Kanalisation eingeleiteten Abwässer sichergestellt.
Sowohl die Abklärungen in den Betrieben als auch die Analysen der sichergestellten Proben im Labor für Umweltanalytik des Amts für Umweltschutz und Energie sind noch nicht abgeschlossen. Sie müssen mit der nötigen Sorgfalt vorgenommen werden, um den/die Verursacher zweifelsfrei ermitteln zu können. Es bleibt deshalb offen, zu welchem Zeitpunkt Klarheit über den genauen Hergang des Ereignisses bestehen wird.
Die Hotline des Gemeindeführungsstabes Liestal wurde wie angekündigt per Mittwochmittag eingestellt. Die Bevölkerung stellte vorab Fragen zur Ursache der Geruchsimmissionen und einer allfälligen Gefährdung der Gesundheit. Das Grundwasserpumpwerk Gitterli bleibt bis zur restlosen Klärung des Vorfalles - ohne negative Auswirkungen auf Wasserqualität und Bezugsmöglichkeit - bis auf weiteres abgeschaltet.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskünfte:
Rolf Klaus, Sicherheitsinspektorat BL, 079 237 13 38 // 061 925 62 61
Roland Bono, Amt für Umweltschutz und Energie, 061 925 61 11
Für die Stadt Liestal:
Roland Plattner, stv. Chef GFS, 061 927 52 60
Bernhard Allemann, Dienstchef Information Gemeindeführungsstab Liestal, 061 927 52 23
Liestal, 1. Dezember 2006