Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Sauberere Luft durch die Sanierung alter Gasheizungen
Alte, sogenannte atmosphärische Gasheizungen belasten die Luft und verbrauchen zuviel Erdgas. Ein Kontroll- und Sanierungsprogramm dient der nachhaltigen Verbesserung solcher Anlagen.
Die Luft, die wir einatmen, ist nach wie vor zu stark verschmutzt. Deshalb wurden in der Revision der eidg. Luftreinhalte-Verordnung (LRV) unter anderem die Anforderungen an alte atmosphärische Gasheizungen mit Baujahr 1992 und älter verschärft. 5000 solcher Gasheizungen mit Baujahr 1992 und älter sind im Kanton Basel-Landschaft in Betrieb (Atmosphärische Gasheizungen haben einen Brenner ohne Gebläse und einen Kessel mit Naturzug). Stichprobenmessungen zeigen, dass 90 % dieser Anlagen zu viele Stickoxide in die Luft ausstossen. Zudem weisen diese Anlagen häufig einen schlechten Wirkungsgrad auf.
Im Gegensatz zu den Ölfeuerungen, die alle 2 Jahre überprüft werden, wurden in der Region Basel die atmosphärischen Gasheizungen bisher nicht gemessen. Mit einer gezielten Kontrollkampagne werden in den nächsten 2 bis 4 Jahren nun alle atmosphärischen Gasheizungen mit Baujahr 1992 und älter durch die Feuerungskontrolleure der Gemeinden gemessen. Anlagen mit zu hohen Luftschadstoffemissionen oder mit einem ungenügenden Wirkungsgrad müssen saniert oder erneuert werden. Die grosszügigen Übergangsbestimmungen der Luftreinhalteverordnung von sechs Jahren geben den betroffenen Hauseigentümern genügend Zeit dazu. Das Kontroll- und Sanierungsprogramm ist mit dem Kanton Basel-Stadt abgestimmt.
Eine neue moderne atmosphärische Gasheizung stösst bis 80 % weniger Stickoxide in die Luft aus als eine alte Anlage und verbraucht - bei gleicher Heizleistung - weniger Erdgas. Durch die Sanierung oder den Ersatz der alten atmosphärischen Gasheizungen kann der Stickoxid-Ausstoss im Kanton Basel-Landschaft um rund 30 Tonnen pro Jahr vermindert werden kann. Diese hohe Emissionsreduktion kann mit keiner anderen Massnahme erreicht werden. Selbst im neuen Luftreinhalteplan 2004 sind keine Massnahmen mit so hohem Emissionsreduktionspotenzial aufgeführt.
Eine weitere Reduktion der Stickoxidemissionen ist notwendig und wichtiges Ziel der kantonalen Luftreinhaltepolitik. Der Stickstoffdioxid-Gehalt der Luft ist z.T. immer noch zu hoch. Stickoxide sind zudem Vorläuferstoffe für die Bildung von Ozon (Sommersmog) und Feinstaub (Wintersmog). Deshalb leistet eine Reduktion der Stickoxide auch einen Beitrag zur Verminderung von Sommersmog und Wintersmog.
Bau- und Umweltschutzdirektion, Informationsdienst
Weitere Auskünfte:
Roberto Mona, Leiter Lufthygieneamt beider Basel , Tel 061 925 56 19
Anton Nyfeler, Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 925 56 19
Liestal, 1. Dezember 2006