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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Geruchsbelästigungen im Raum Liestal klingen ab - Verursacher noch nicht ermittelt


Nachdem es gestern Montag Abend, 27. November 2006, im Raum Liestal und Umgebung zu teilweise massiven Geruchsbelästigungen gekommen war, hat sich die Lage beruhigt. Die Geruchsbelästigungen sind im Verlauf des Tages stark abgeklungen und kaum noch existent. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.


Die in die ARA Frenke 3 in Bubendorf eingeleiteten Stoffe werden im Klärschlamm gebunden. Dieser ist für die biologische Reinigung des Abwassers notwendig. Beim prozessbedingenten Umwälzen des Schlamms entstehen jedes Mal Geruchsemissionen. Deshalb wird durch das Amt für Industrielle Betriebe rund 450m3 Klärschlamm schrittweise aus der Anlage entfernt und auf der ARA Rhein verbrannt. Der entfernte Schlamm wird durch neuen Schlamm von einer anderen Kläranlage des AIB ersetzt. Auf diese Weise können die Geruchsbelästigungen bis morgen gestoppt werden, ohne die Reinigungsleistung der ARA Frenke 3 zu beeinträchtigen.


Auslöser der Geruchsemission ist ein unbekannter Einleiter im Einzugsgebiet der ARA Frenke 3 d.h. in den Gemeinden Bubendorf, Ziefen, Ramlinsburg, Hölstein und Seltisberg. Über die Kanalisationsleitungen wurden chemische Substanzen in die Kläranlage eingeleitet, welche sich über die Belebungsbecken der Abwasserreinigungsanlage als lästige Geruchswolke ausbreiteten.


Die Chemiewehr Baselland (Johnson Controls) inklusive Messtrupp, die Stützpunkt-Feuerwehr Liestal, Teile des Gemeinde-Führungsstabs Liestal, die Polizei Basel-Landschaft, des Sicherheitsinspektorats BL, Mitarbeiter des AUE und des Amts für Industrielle Betriebe standen und stehen weiterhin im Einsatz.


Das Amt für Umweltschutz und Energie hat im Zuge der Untersuchungen in Sachen Geruchsbelästigung in mehreren Betrieben im Raum Bubendorf Abklärungen vorgenommen und sogenannte Rückstellproben der zum fraglichen Zeitpunkt in die Kanalisation eingeleiteten Abwässer sicher gestellt. Zusätzlich wurden auch Proben von der Kläranlage und der Frenke entnommen.


Derzeit werden die Proben im Labor für Umweltanalytik des Amts für Umweltschutz und Energie untersucht. Die laufenden Abklärungen müssen mit der nötigen Sorgfalt vorgenommen werden, um den/die Verursacher zweifelsfrei ermitteln zu können. Diese Abklärungen sind zeitintensiv, so dass sie evtl. mehrere Tage dauern können.


Der Gemeindeführungsstab von Liestal hatte schon am Montagabend beschlossen, das Grundwasserpumpwerk Gitterli vorsorglich abzuschalten, damit kein Wasser aus dem Einzugsgebiet der Frenke ins Trinkwassernetz gelangen kann. Die Trinkwasserversorgung war zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt.


Der Gemeindeführungsstab der Stadt Liestal hat für Fragen aus der Bevölkerung unter der Nummer 079 226 32 23 eine Telefonlinie für Auskünfte zur Geruchbelästigung eingerichtet. Diese bleibt voraussichtlich noch bis Mittwochmittag in Betrieb.


Weitere Informationen folgen, sobald das Amt für Umweltschutz und Energie den Verursacher der Geruchsbelästigung ermittelt hat.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION
Informationsdienst


Auskünfte:
Rolf Klaus, Sicherheitsinspektorat BL, 079 237 13 38
Roland Bono, Leiter Ressort Boden- und Gewässerschutz, Amt für Umweltschutz und Energie, 061 925 61 11
Für die Stadt Liestal:
Bernhard Allemann, Dienstchef Information Gemeindeführungsstab Liestal, 061 927 52 23


Liestal, 28. November 2006



 

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