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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Die H2 ist bereits im Bau


Der Spatenstich zum Bau der H2 Pratteln - Liestal ist erfolgt. Zunächst werden die Baupisten eingerichtet, Werkleitungen verlegt und weitere Vorarbeiten durchgeführt. Im nächsten Jahr beginnen die eigentlichen Hauptarbeiten.


Während über 40 Jahren wurde über eine Entlastungsstrasse zwischen Pratteln und Liestal diskutiert. In dieser Zeit wurden mehrere Lösungsansätze ausgearbeitet, bis schliesslich im Jahr 1995 das Generelle Projekt beschlossen werden konnte und der Baukredit in Höhe von 248 Millionen Franken (Preisbasis 1990) bewilligt wurde. Die Initiative für den Ausbau der Rheinstrasse wurde im September 1997 vom Stimmvolk abgelehnt.


Danach wurden das Bauprojekt und der Umweltverträglichkeitsbericht für die H2 Pratteln - Liestal ausgearbeitet und die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt. Schliesslich konnte im Herbst 1999 das Plangenehmigungsverfahren eingeleitet und das Projekt nach Abschluss des Einsprache- und Beschwerdeverfahrens im Jahr 2002 als rechtskräftig erklärt werden. In der Zwischenzeit wurden die Sicherheitsvorschriften für Strassentunnels verschärft, so dass für den Abschnitt Tunnel derzeit noch eine Überarbeitung des Projekts im Gang ist. Die Pläne für die übrigen Abschnitte haben jedoch ihre Rechtskraft behalten.


Zuletzt war somit nur noch die Frage der Finanzierung zu klären. Auf Kantonsebene ist diese mit dem „Gesetz über den unverzüglichen Bau der H2 zwischen Pratteln und Liestal" und der darin vorgesehenen befristeten Aufhebung des Verkehrssteuerrabatts sowie der Einrichtung eines Fonds beantwortet worden. Zugleich wurde auf Bundesebene der Infrastrukturfonds beschlossen, aus dem das Projekt mit einem Beitrag von max. 137,5 Mio. Franken finanziell unterstützt wird. Mit der klaren Zustimmung der Baselbieter Bevölkerung zur Einrichtung des Fonds für den H2-Bau ist die Finanzierung von Kantonsseite nun endgültig geregelt.


Nur rund einen Monat nach der Abstimmung wird mit dem Bau der Strasse begonnen. Die ersten Arbeiten werden im Süden des Projektperimeters - zwischen dem Kantonsspital und dem zukünftigen Anschluss Liestal Nord - ausgeführt. Dazu müssen auch die Parkplätze im Bereich Mühlematt in Anspruch genommen werden, die bereits vorgängig als Realersatz für während der Bauzeit wegfallende private Plätze erstellt worden sind. Die zwischenzeitliche Vermietung musste daher beendet werden. Der Kanton ist derzeit bemüht, zur Entlastung der Parkplatzsituation im Laufe des kommenden Jahres im Bereich Altes Spital/Martin- Birmann-Spital neue Parkplätze zu schaffen.


Im Projekt H2 Pratteln - Liestal werden in den kommenden Monaten im Abschnitt Süd unter anderem Werkleitungen verlegt und provisorische Pisten errichtet, damit im kommenden Jahr mit den Hauptarbeiten begonnen werden kann. Der Landerwerb ist bereits heute zum grössten Teil durchgeführt.


Parallel zu den laufenden Vorarbeiten werden die Hauptarbeiten für die neue Ergolzbrücke sowie den Anschluss Liestal Nord ausgeschrieben. Nach den Vorarbeiten werden die Arbeiten somit im Bereich Liestal mit der Erstellung der neuen Strassenbauwerke fortgesetzt.




Auch im Abschnitt Nord und beim Tunnelprojekt wird parallel gearbeitet


Im Norden des H2-Projekts sind die Planungen ebenfalls soweit, dass mit den Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2007 begonnen werden kann. Diese Baustelle ist jedoch unter dem Aspekt der Verkehrsbelastung und Staugefährdung im Gebiet Hülften sorgfältig mit den Bauarbeiten auf der A2 Basel-Augst zu koordinieren.


Im Bereich des Tagbautunnels muss das Projekt erneut überarbeitet werden. Das im Jahr 2002 rechtskräftig gewordene Projekt genügt den verschärften Anforderungen an die Tunnelsicherheit nach den tragischen Unfällen in verschiedenen Tunnels nicht mehr.


Nach dem Landratsentscheid vom Frühjahr, einen durchgängig geschlossenen Tunnel zu bauen und einen Zusatzkredit für die erwarteten Mehrkosten von ca. 35 Millionen Franken (Preisbasis 2003, Kostengenauigkeit +/- 25%) zu bewilligen, wird diese Lösung nun detailliert ausgearbeitet. Anschliessend müssen voraussichtlich noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Teilauflage für diesen Abschnitt durchgeführt erfolgen.




Zügige Projektrealisierung mit möglichst wenigen Behinderungen


In den nächsten Jahren wird das gesamte Projekt abschnittsweise realisiert, wobei die Arbeiten in den verschiedenen Abschnitten parallel laufen. Das Terminprogramm ist mittlerweile anhand der neuen Planungen für den geschlossenen Tunnel aktualisiert worden. Die Inbetriebnahme der neuen Strasse kann nach diesen Zahlen, je nach Bauverlauf, frühestens ab dem dritten Quartal 2013 erfolgen. Nachdem die neue H2 dem Verkehr übergeben worden ist, erfolgt der Rückbau der Rheinstrasse.


Beinahe das gesamte Projekt liegt im Siedlungsgebiet. Das Tiefbauamt ist daher besonders bemüht, die Belastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten. Für den Verkehr auf den bestehenden Strassen ist in der Phase der Vorarbeiten nicht mit Einschränkungen zu rechnen, auch die Fussgängerverbindung zwischen Mühlemattstrasse und Fraumattquartier in Liestal bleibt offen.


>>> Folien [PDF]


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Weitere Auskunft:
Martin Schaffer, Tiefbauamt, Geschäftsbereich Verkehr, Tel. 061 925 54 13


Liestal, 26.10.2006


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