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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Abfallmenge stabil, aber Entwicklung unsicher


Die von den Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft gesammelten Abfallmengen sind gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil geblieben. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass die gute Wirtschaftslage wieder zu einem Anstieg der Abfallmengen führt.


2005 wurden im Kanton Basel-Landschaft pro Person 176 kg Hauskehricht und Sperrgut gesammelt, was genau dem Wert im letzten Jahr entspricht. Auch die von den Gemeinden gesammelte Wertstoffmenge (ohne Grünabfälle) hat sich mit rund 134 kg pro Person und Jahr praktisch nicht verändert. Unter Berücksichtigung der Grünabfälle werden heute mehr als die Hälfte der Abfälle aus dem Haushaltsbereich einem Recycling zugeführt und belasten somit die Kehrichtverbrennungsanlage nicht mehr.


Den Spitzenplatz bei den Wertstoffen nimmt die Fraktion Papier/Karton mit rund 84 kg ein, was fast 20 Prozent mehr ist als noch vor 10 Jahren. Ähnliche Zuwachsraten ergeben sich beim Altglas, wo die Sammelmenge heute bei rund 35 kg pro Person und Jahr liegt.


Angesichts der guten Wirtschaftslage stellt sich die Frage, ob das Wirtschaftswachstum auch direkt wieder zu höheren Abfallmengen führt. Kanton und Gemeinden sind in dieser Situation gefordert, die Bevölkerung immer wieder auf die Möglichkeiten zur Abfallvermeidung aufmerksam zu machen und selbst mit dem guten Beispiel voranzugehen. Nach wie vor wird zu wenig beachtet, dass die Weichenstellung für die Abfallmenge bereits beim Kauf von Gütern (Verpackung, Lebensdauer, Wiederverwertbarkeit) oder bei der Planung von Bauten erfolgt. Eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs durch bewusste Produktewahl und optimierte Planung bedeutet daher auch geringere Abfallmengen. Eine Trendwende ist aber nur möglich, wenn alle ihre Einflussmöglichkeiten im Haushalt, in der Freizeit und an der Arbeitsstelle nutzen und auf einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen hinwirken.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Beilagen:
Grafik 1: Mengenentwicklung der Siedlungsabfälle 1980-2005 [PDF]
Grafik 2: Mengenentwicklung für einige wichtige Wertstoffe 1980-2005 [PDF]


Auskunft:
Arthur Rohrbach, Amt für Umweltschutz und Energie, Leiter Fachstelle Abfall, Stoffe, Chemikalien, Tel. 061 925 55 05


Liestal, 24. Juli 2006


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