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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Basel-Landschaft verlangt weiterhin den Wisenbergtunnel


Heute Morgen haben Bund und SBB die Kantone über die "Zukünftige Entwicklung der Bahnprojekte" (ZEB) informiert. Mit Investitionen in der Höhe von 4,7 Mrd. Franken soll der Zugsverkehr auf den Hauptachsen in der Schweiz in den kommenden 20 Jahren schneller und dichter werden. Der Kanton Basel-Landschaft ist enttäuscht darüber, dass der Wisenbergtunnel zwischen Liestal und Olten keine Aufnahme in den ersten Entwurf der ZEB gefunden hat, obwohl die bestehende Schieneninfrastruktur die Kapazitätsgrenze bereits heute beinahe erreicht hat. Für die Aufnahme des in Zukunft zu erwartenden Verkehrs sowohl bei den Personen wie auch bei Gütern reicht die vorhandene Kapazität nicht aus. Der Wisenbergtunnel ist zwar nicht gerade billig, aber dafür ein Bauwerk, das bezüglich seinem gesamtschweizerischen Nutzen an erster Stelle steht.


Der Wisenbergtunnel hat als neuer, leistungsfähiger Juradurchstich sowohl für den internationalen Personen- und Güterverkehr als auch für den nationalen und regionalen Personenverkehr grosse strategische Bedeutung. Nach der Inbetriebnahme der NEAT-Basistunnel und dem viergleisigen Ausbau der deutschen Rheintalachse werden nördlich und südlich des Juras leistungsfähige Schienenwege zur Verfügung stehen. In der Mitte bleibt das Nadelöhr am Jura bestehen. Das kann aus Sicht des Kantons Basel-Landschaft nur mit einem Wisenbergtunnel gelöst werden.




Drei auf einen Streich


Nur der 3. Juradurchstich nämlich gewährleistet den Anschluss der Deutschschweiz an das französische und deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz und stellt auch in Zukunft eine leistungsfähige Verbindung der Wirtschaftsregion Nordwestschweiz mit den Zentren des Mittellandes sicher. Nur der Wisenbergtunnel stellt die notwendigen Kapazitäten für den alpenquerenden Transitverkehr bereit, die für das Erreichen des Verlagerungsziels von der Strasse auf die Schiene notwendig sind. Und nur der Wisenbergtunnel schafft die Kapazitäten für eine Weiterentwicklung des Agglomerationsverkehrs mit der Regio-S-Bahn.


Immerhin nimmt der Kanton Basel-Landschaft anerkennend zur Kenntnis, dass bei der Abzweigung zum Adlertunnel in Liestal durch Überwerfung ein kreuzungsfreier Anschluss vorgesehen ist. Diese Entflechtung löst die bestehenden lokalen Kreuzungskonflikte in Liestal und führt zu einer leichten Kapazitätssteigerung im Ergolztal. Für die zukünftigen Anforderungen an die nationale und internationale Hauptachse genügt diese kleine Massnahme aber nicht.


Aus diesen Gründen wird sich der Kanton Basel-Landschaft weiterhin für den Wisenbergtunnel einsetzen und die Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Meinungsbildung nach Kräften nutzen.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Weitere Auskünfte:
Regierungspräsidentin Elsbeth Schneider-Kenel, Tel. 061 925 54 03


Liestal, 7. April 2006


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