Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Erster Dreckstoss landet im Becken
In Birsfelden entsteht eine der modernsten Kläranlagen Europas. Der erste Meilenstein beim Ausbau der ARA Birs 2 ist erreicht. Seit Dezember 2005 fängt ein Mischwasserbecken die Dreckmassen bei Regenwetter auf.
Die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) des unteren Birstals sind in die Jahre gekommen. Die ARA Birs 1 in Reinach ist seit 1964, die ARA Birs 2 in Birsfelden seit 1977 in Betrieb. Schon bei Trockenwetter zeigten sich Defizite. Der Erhalt der Bausubstanz wurde immer aufwändiger. Auf der anderen Seite war die Reinigungsleistung schon einige Zeit ungenügend. Bei Regenwetter kam ein weiteres Problem dazu. Die plötzlich anrauschenden Wassermassen reissen den bei Trockenwetter in den Abwasserkanälen abgelagerten Dreck in einem Mal mit. Der erste Dreckstoss gelangte bisher grösstenteils unbehandelt in die Birs. Das führte zu hygienischen Problemen.
In Absprache mit dem Kanton Solothurn beschlossen das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) und das Amt für Industrielle Betriebe (AIB), die Abwasserbehandlung im unteren Birstal von Grellingen bis zur Einmündung in den Rhein zu sanieren. Optimiert auf alle Gemeinden und ihre generellen Entwässerungspläne (GEP) erarbeitete das AIB den so genannten ARA GEP für das ganze untere Birstal.
Der erste Meilenstein ist jetzt erreicht, das neue Mischwasserbecken der ARA Birs 2 ist in Betrieb. So genannte Dreckstösse, die bei Regenwetter ungereinigt in die Birs gelangen, gehören damit der Vergangenheit an. Damit keine Geruchsemissionen entstehen können, wurde das Becken überdeckt. Der Lage mitten im Wohngebiet wegen machte das Lufthygieneamt beider Basel hohe Auflagen bezüglich der Abluft. Mit 4'000 Kubikmeter Fassungsvermögen und einer Grösse von 45 mal 30 mal 3,5 Meter hält es dem Vergleich mit einem Freibad stand.
Für den Ausbau des Abwassernetzes im unteren Birstal und der ARA Birs 2 bewilligte der Landrat insgesamt 82 Millionen Franken. Davon entfallen 57 Millionen auf die ARA. Das Mischwasserbecken kostete gut fünf Millionen Franken. Der Bau verlief problemlos, die Kosten liegen leicht unter den Vorgaben. Der gesamte Betrag wird verursachergerecht über die Abwassergebühren finanziert. Weitere Mischwasserbecken sind im Rahmen des Kredites geplant. In den nächsten Jahren realisiert das AIB je eines in Birsfelden, Münchenstein, Arlesheim und Reinach sowie zwei in Aesch. Die Inbetriebnahme der neuen Kläranlage in Birsfelden ist Mitte 2007 geplant. Dadurch kann die Birs nochmals stark von Schmutzstoffen befreit werden.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskünfte:
Gerhard Koch, Leiter Verfahrenstechnik, Amt für Industrielle Betriebe. Tel. 061 925 62 47
Liestal, 20. Januar 2006
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