Schlagzeilen

Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 


Reifen pumpen für Ihre Sicherheit und für die Umwelt


Richtig gepumpte Reifen sorgen für einen tieferen Treibstoffverbrauch, senken das Risiko eines Reifenplatzers und verbessern das Gefühl in der Lenkung. Die Energie- und Umweltfachstellen der Kantone Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn bieten deshalb am Freitag und Samstag, 9. und 10. September, einen kostenlosen Pump- und Beratungsservice an, um auf die Bedeutung des richtigen Reifendrucks aufmerksam zu machen.


«Über hundert Millionen Liter Treibstoff könnten eingespart und etliche Unfälle vermieden werden, wenn alle in der Schweiz zugelassenen Personenwagen mit richtig gepumpten Reifen fahren würden», sagte Urs Stuber, Leiter Wirtschaft und Energie des Kantons Solothurn, als er die Aktion «Reifen pumpen - Treibstoff sparen - sicher fahren» am Mittwoch an der Medienkonferenz in Olten vorstellte. In der Tat sind aber fast 70 Prozent aller Autos mit schlecht gepumpten Reifen unterwegs, wie eine Studie aus dem Kanton Basel-Stadt aus dem Jahre 2002 zeigt.


Wer Fahrrad fährt, weiss, dass man mit hart gepumpten Reifen viel leichter vorwärts kommt als mit schlecht gepumpten. Beim Auto ist es genau gleich: Je mehr Luft in den Reifen, desto kleiner sind die Reibungsverluste zwischen Pneu und Strasse, und umso weniger Kraft braucht das Auto, um vorwärts zu kommen. «Richtig gepumpte Reifen sorgen demnach für einen tieferen Treibstoffverbrauch, senken das Risiko eines Reifenplatzers und verbessern das Gefühl in der Lenkung», führte André Staudenmann, Leiter Technik und Wirtschaft des TCS, an der Medienkonferenz aus.




Kostenloser Pump- und Beratungsservice


Reifen richtig pumpen ist einfach und kostet nichts. Man muss die Autofahrerinnen und Autofahrer bloss daran erinnern und anleiten. Genau dies ist das Ziel der Aktion «Reifen pumpen - Treibstoff sparen - sicher fahren», die gemeinsam von den Energie- und Umweltfachstellen der Kantone Aargau, Bern, Basel Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn lanciert wurde:


Am Freitag und Samstag, 9. und 10. September, bieten die fünf Kantone an insgesamt 30 Tankstellen einen kostenlosen Pump- und Beratungsdienst an. Ausgebildete Assistentinnen und Assistenten klären die Kundschaft der Tankstellen über die Bedeutung des richtigen Reifendrucks auf, kontrollieren die Reifen, pumpen wo nötig nach und zeigen den Leuten, dass selber pumpen einfach ist und nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. «Für einmal propagieren wir keine neuen Effizienz-Technologien und kontrollieren auch keine Grenzwerte, sondern bieten eine Dienstleistung an einem Ort, wo die kantonalen Energie- und Umweltfachstellen selten anzutreffen sind, nämlich an der Tankstelle» sagte Urs Stuber.


Der Direktor des Bundesamts für Energie, Walter Steinmann, begrüsste die Aktion, da sie ein Effizienzpotential durch eine freiwillige Massnahme erschliesst: «Die Energiepolitik im Mobilitätsbereich besteht aus vielen Einzelteilen. Ein wichtiger Pfeiler sind die freiwilligen Massnahmen, wie beispielsweise regelmässige Druckkontrollen, die mit der Aktion «Reifen pumpen - Treibstoff sparen - sicher fahren» gefördert werden», sagte Steinmann in seinem Referat.




Kantone spannen zusammen


Die Aktion «Reifen pumpen - Treibstoff sparen - sicher fahren» ist ein weiteres gemeinsames Projekt der Energie- und Umweltfachstellen der Kantone Aargau, Bern, Basel Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn. «Es ist klar, dass wir uns nur Richtung Nachhaltige Entwicklung bewegen, wenn wir grenzüberschreitend arbeiten», sagte Urs Stuber. «Also intensivieren wie die kantonsübergreifende Zusammenarbeit. Ausserdem zieht ein kantonsübergreifendes Projekt naturgemäss weitere Kreise und ist kostengünstiger, weil nicht jeder Kanton das Projekt neu erfinden muss», erklärte Stuber weiter. Die Energie- und Umweltfachstellen wollen mit der Aktion auch zeigen, dass jede Autofahrerin und jeder Autofahrer einen Beitrag leisten kann zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit - ohne teure Technik und ohne Verzicht.




Einfache Massnahme, grosse Wirkung


Mit dem Thema Reifendruck liegen die Nordwestschweizer Kantone voll im Trend: «Die Schwedische Regierung ist momentan mitten in den Vorbereitungen für eine landesweite Reifendruckkampagne nach schweizerischem Muster, die jährlich wiederholt werden soll», sagte Stuber. Wie die Kantone Aargau, Bern, Basel Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn hat offenbar auch Schweden das brach liegende Potential erkannt: Fünf Minuten pro Monat und schmutzige Hände könnten Tausende von Pannen verhindern und Millionen von Litern Treibstoff einsparen.




Der richtige Reifendruck

André Staudenmann vom TCS erinnerte an der Medienkonferenz an die wichtigsten Fakten zum Thema Reifendruck:
-Der Reifen ist das einzige Bindeglied zur Strasse.
-Der Reifendruck ist massgebend für das Verschleissverhalten, den Treibstoffverbrauch, die Verkehrssicherheit und das Fahrverhalten.
-Von den 350'000 vom TCS behobenen Pannen waren letztes Jahr über 25'000 Reifenpannen.
-Der Reifendruck sollte einmal pro Monat kontrolliert werden.
-Der Reifendruck sollte der Belastung/Beladung angepasst werden; je schwerer das Auto, umso höher der Druck.
-Tendenziell sollte man 0.3 bar über dem Mindestdruck pumpen, da der empfohlene Druck ein Komfortdruck ist, der unter dem für Sicherheit und Verbrauch optimalen Druck liegt.




Tankstellen mit Pumpservice Kanton Basel Landschaft am 9./10. September 2005

Marke

Tankstelle mit Adresse

AVIA

Garage F. Niggli, Kasernenstr. 74, 4410 Liestal

AVIA

AVIA-Service Liestag, Rheinstr. 107, 4410 Liestal

Migrol

Migrol Service, Rheinstr. 46, 4414 Füllinsdorf

AUTOBUS AG

Autobus AG, Personentransporte, Industriestr. 11, 4410 Liestal

Karl Abt AG

Garage Karl Abt AG, Lausenerstrasse 11, 4410 Liestal

TAMOIL

Tamoil (Garage Kurt Graf, Alfa Romeo) Ergolzstr. 36, 4460 Gelterkinden

Kontaktperson AUE BL
Achim Benthaus
Amt für Umweltschutz und Energie, Fachstelle Energie
Rheinstrasse 29, 4410 Liestal
Achim.Benthausbud.bl.ch
Tel.: 061 925 61 15


Liestal, 7. September 2005


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