Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Abfallmengen leicht angestiegen
Im Kanton Basel-Landschaft ist die Menge der erfassten Abfälle im 2004 leicht angestiegen, wobei vor allem bei den Wertstoffen eine Zunahme erfolgte.
2004 wurden in Basel-Landschaft pro Person 176 kg Hauskehricht und Sperrgut am Strassenrand bereitgestellt. Das ist zwar 1 kg mehr als 2003, aber über die letzten 10 Jahre betrachtet ist diese Menge nahezu stabil. Bei den durch die Gemeinden gesammelten Wertstoffen (ohne Grünabfälle) ist der Anstieg mit rund 3% weit deutlicher, sodass heute rund 134 kg verwertbare Stoffe pro Person und Jahr abgeführt werden. Damit liegt die Verwertungsrate bei 43%. Unter Berücksichtigung der Grünabfälle liegt sie sogar deutlich über 50%.
Bei den einzelnen Wertstoffen ergeben sich etwas unterschiedliche Entwicklungen, doch bleiben Altpapier/Karton mit 85 kg pro Person und Jahr Spitzenreiter, gefolgt von Glas mit 35 kg. Bei den mengenmässig ebenfalls wichtigen Grünabfällen lassen sich nur für die zentral verarbeiteten Anteile genaue Angaben machen (33 kg pro Person und Jahr, gleichviel wie im Vorjahr), während die dezentral kompostierten Mengen nicht verlässlich beziffert werden können.
Nachdem die Abfallmengen in den letzten Jahren praktisch stabil blieben, stellt sich natürlich die Frage, ob die leichte Zunahme eine Trendwende einleitet, welche die konjunkturelle Erholung widerspiegelt. Dies würde bedeuten, dass die Anstrengungen für vermehrte Abfallvermeidung noch keine breitere Wirkung entfalten konnten. Umso wichtiger ist es daher, dass der Zusammenhang zwischen Ressourcenverbrauch und Abfallmenge immer wieder thematisiert wird. Sei es bei der Planung eines Gebäudeumbaus, bei der Vorbereitung eines Festes, der Einrichtung von Büros oder beim Einkaufen der Mittagsverpflegung - überall treffen wir Entscheide, die das (künftige) Abfallaufkommen bestimmen.
Kanton und Gemeinden können mit Information und vorbildlichem Handeln zwar die Grundlagen für einen schonenden Umgang mit Ressourcen schaffen, doch gelingt eine Trendwende nur, wenn sich jede Person in ihrem Einflussbereich um Abfallverminderung bemüht.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Beilagen: [PDF]
Grafik 1: Mengenentwicklung der Siedlungsabfälle 1980-2004
Grafik 2: Mengenentwicklung für einige wichtige Wertstoffe 1980 - 2004
Auskunft: Arthur Rohrbach oder Annemarie Spinnler, AUE, Fachstelle Abfall, Tel. 061 925 55 05
Liestal, 16. August 2005