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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Tunnelsicherheit: Am Arisdörfer gehts los!


Am Montagmorgen, 4. April 05, beginnen im Tunnel Arisdorf die Instandsetzungen zur Sicherheitserhöhung. Die erste Etappe startet in der Röhre Richtung Luzern. Während der Bauarbeiten wird der gesamte Verkehr durch die Gegenröhre geleitet; sie wird in der Nacht von Sonntag auf Montag, 3./4. April 2005 entsprechend eingerichtet. Alle Haushalte in den angrenzenden Gemeinden erhalten ein Faltblatt mit den wichtigsten Infos.

Das Bundesamtes für Strassen (ASTRA) hatte aufgrund von Unfällen in verschiedenen Tunnels die Tunnelnormen und die Richtlinien betreffend Tunnellüftung überarbeitet. Die Untersuchung aller Nationalstrassentunnels des Kantons Basel-Landschaft hat gezeigt, dass der Tunnel Arisdorf in erster Priorität an die verschärften Anforderungen anzupassen ist.

Tunnellüftung und Signalisation
Kernstück der Tunnelinstandsetzung 2005 ist die Erneuerung der Tunnellüftung. Jede Röhre erhält bei den Portalen Strahlventilatoren, welche in einem Brandfall den Rauch raschmöglichst wegblasen. Insbesondere soll sich im Staubereich vor dem Brandereignis der Rauch nicht ausbreiten können. Die Querschläge werden mit Toren geschlossen zur Verhinderung einer Rauchausbreitung in die Nachbarröhre. Eine entsprechende Signalisation ähnlich dem Belchentunnel sorgt für eine rasche und direkte Flucht in die nicht vom Ereignis betroffene Röhre. Mit dem Ausbau des Zuganges zu einer stillgelegten militärischen Anlage zu einem Fluchtwegstollen wird eine weitere Querverbindung geschaffen, die im Ereignisfall genutzt werden kann. Und nicht zuletzt dient eine auf den Banketten angeordnete optische Leiteinrichtung als Führungshilfe im Normalbetrieb, welche im Ereignisfall zusammen mit der Brandnotbeleuchtung den Flüchtenden eine Orientierungshilfe bietet.

Erneuerungen und Erweiterungen
Mit den erwähnten Sicherheitsmassnahmen verbunden sind verschiedene Bauarbeiten sowie Erneuerungen und Erweiterungen der elektromechanischen Einrichtungen. Im Portalbereich muss die Zwischendecke über dem Fahrraum rückgebaut werden, um die Montage der Strahlventilatoren ohne Reduktion des Lichtraumprofils zu ermöglichen. Über den beiden Banketten wird der verbleibende Teil der Decke aufgehängt und mit Brandschutzelementen versehen, damit die sicherheitsrelevante Verkabelung geschützt bleibt. Abschliessend wird der Belag ersetzt und die Beleuchtung erneuert. Gemäss den neuen Anforderungen werden ausserdem sämtliche Verkabelungen geschützt verlegt. Bereits im Bau ist die neue Technikzentrale beim Tunnel-Nordportal.

Verkehrsregime
Da der heutige Verkehr jeweils in den Morgen- und Abendspitzen deutlich über der Kapazität im Baustellenbereich liegt, ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Mit verschiedenen verkehrstechnischen Massnahmen wird angestrebt, diese Behinderungen so klein als möglich zu halten.

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Als Grundsatz gilt, dass der Verkehr möglichst auf der Nationalstrasse bleiben soll. Die bereits bei der Instandsetzung des Belchentunnels vorgenommene Umleitung via A1 / A3 über die Verzweigungen Birrfeld / Wiggertal wird wieder aktiviert. Nach Rücksprache mit den Nachbarkantonen kann dann der Verkehr - insbesondere der Transitverkehr - über das Nationalstrassennetz geführt werden.

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In den Vorzonen des Tunnels Arisdorf wird mit signalisationstechnischen Massnahmen eine flüssige Verkehrsführung unterstützt und somit die Kapazität auf einem möglichst hohen Stand gehalten. Die gleiche Zielsetzung wird mittels einem verstärkten Polizeieinsatz, insbesondere einem vermehrten, präventiv wirkenden Patroulliendienst verfolgt.

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Falls dennoch zeitweise die Lokalstrassen stärker belastet werden, ist bei den neuralgischen Kreuzungen eine Verkehrsregelung mit Plantons vorgesehen.

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Zur Vermeidung von Ausweichverkehr durch die Ortschaften wird der Anschluss Arisdorf je nach Bauphase teilweise oder ganz gesperrt. Die Einfahrt wird während der gesamten Bauzeit geschlossen, die Ausfahrt Arisdorf ist während der ersten Bauetappe geöffnet und erst während der zweiten Etappe geschlossen.

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Gezielte Informationen sollen der Öffentlichkeit ermöglichen, die Fahrten auf unkritische Zeiten zu verlagern. Zusätzlich wird aber auch darauf hingewiesen, dass während dieser Zeit der Öffentliche Verkehr vermehrt genutzt werden sollte.

Infos an die betroffene Bevölkerung
In den nächsten Tagen werden alle Haushaltungen in den Bezirken Liestal, Sissach und Waldenburg sowie die angrenzenden Gemeinden der Kantone Aargau und Solothurn mit den nötigen Informationen mittels Faltbroschüre versorgt. Diese enthalten u.a. auch sog. "Stau-Uhren" sowie ÖV-Alternativen. Weitere Infos sind auch erhältlich unter www.tunnelarisdorf.ch

Ausblick
Die Bauarbeiten dauern 7 Wochen. Anschliessend folgen die lüftungs- und elektrotechnischen Arbeiten. Diese dauern inkl. den erforderlichen Tests 6 Wochen, so dass termingerecht vor den Sommerferien am 1. Juli 2005 die Röhre Richtung Luzern wieder dem Verkehr übergeben werden kann.
Die Röhre Richtung Basel wird dann in einer zweiten Etappe nach Abklingen des Ferienreiseverkehrs ab dem 19. September 2005 in Stand gesetzt.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Auskunft:
Andreas Schneider, Tiefbauamt, Hochleistungsstrassen, Leiter Bau, Tel. 061 976 87 87
Beat Schüpbach, Kantonspolizei BL, Leiter Verkehrssicherheit, Tel. 061 926 39 10


Liestal, 31. März 2005



 

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