Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
| |
Kaserne Liestal im neuen Gewand
Am 3. Dezember 2004 wird die Kaserne Liestal vollständig saniert und erweitert in Gegenwart zahlreicher geladener Gäste feierlich eingeweiht.
Vier Jahre Planungs- und Genehmigungsphase und zweieinhalb Jahre Bauzeit hat es gedauert, bis die Kaserne Liestal mit moderner und zeitgemässer Ausbildungsinfrastruktur am 1. November 2004 fristgerecht dem Nutzer übergeben werden konnte. Das sanierte und vergrösserte Bauwerk entspricht den Anforderungen und Bedürfnissen der Schweizer Armee. Der bewilligte Verpflichtungskredit in der Höhe von 43.7 Mio. Franken (indexiert) konnte eingehalten werden.
Gesamtanlage in historischen Farben
Eine kompakte Gesamtanlage aus sanierten und neuen Gebäuden ist entstanden. An der Schnittstelle zwischen historischer Stadt und städtischer Streusiedlung erstrahlt heute ein erneuertes Hauptgebäude in würdevollem Weiss. Durch das Wiederherstellen des alten Haupteingangs als Fussgängerzugang erhält der Hauptbau wieder seinen Öffentlichkeitscharakter an der Kasernenstrasse. Das umgenutzte Kantinengebäude zum Freizeitraum mit öffentlichem Restaurant hat seine innere Struktur beibehalten. Die Gestaltung der Fassaden hat die historischen Farben erhalten. Markant in der neuen Kasernenanlage sind zwei neue Bauten in moderner Holzbauweise: das Dienstgebäude in einem dumpfen Gelb und die bereits in der ersten Bauetappe erstellte Sporthalle in Rot. Verbindendes Element des Kasernenensembles ist der zentrale, trotz eingeschränkter Parzellenfläche, grosszügige Versammlungs- und Ausbildungsplatz, welcher durch die einzelnen Solitärbauten gefasst wird. Darunter befindet sich ein grosszügiges Parking- und Magazingeschoss.
Moderne, grosszügige Truppenunterkunft
Die Kaserne Liestal verfügt jetzt über eine moderne, zweckmässige Truppenunterkunft mit 480 Betten und allen dazugehörenden Nebenräumen. Eine Zimmeretage ist reserviert für Schulstäbe, Instruktoren und Gäste. Eine beachtliche Zahl von Theorie- und Ausbildungsräumen kommt hinzu, welche ausgerüstet sind mit modernsten Hilfsmitteln. Weiter sind untergebracht Truppen- und Zeughausmagazine, eine Einstellhalle, ein Hörsaal für 150 Personen, 2 Essräume mit zwei Truppenküchen und ein öffentliches Restaurant (Restaurant Kaserne) mit zugeordneten Freizeiträumen für die Angehörigen der Armee. Die bereits bezogene Gross-Sporthalle mit Kraft- und Gymnastikraum steht zu 2/3 der Armee und 1/3 der Berufsschule des kaufmännischen Vereins zur Verfügung. Zusätzlich kommen jetzt noch Sporteinrichtungen im Aussenraum dazu.
Verbandsausbildung und Fortbildungskurse
In Zukunft wird schwergewichtig das Kommando Verbandsausbildung Telematik 61 (Kdo VBA Tm 61) des Lehrverbandes Uebermittlung/Führungsunterstützung 1 (Lvb Uem/FU 1) für die Rekrutenausbildung die Kaserne und ihre Anlagen in Anspruch nehmen. Unter Berücksichtigung von bestehenden militärischen Truppenunterkünften in verschiedenen nahegelegenen Gemeinden bietet der Waffenplatz Liestal über 700 Angehörigen der Armee während jeweils 8 Wochen für die Verbandsausbildung im Raume Liestal Unterkunft. Der Beginn der Verbandsausbildung erfolgt jeweils im Februar, Juni und Oktober, d.h. jährlich in drei Intervallen von je 8 Wochen. Dazwischen sind noch Belegungen durch Fortbildungsdienste der Truppe (FDT) (früher: Wiederholungskurse), Stabs- und Fachkurse eingeplant.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskunft:
Marie-Theres Caratsch, Kantonsarchitektin, Hochbauamt, Tel. 061 925 54 11
Marcus Müller, Leiter Amt für Militär- und Bevölkerungsschutz, Tel. 079 204 70 00
Liestal, 3. Dezember 2004