Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Aktiv gegen den Sommersmog
Dank dem Branchenprogramm "Lösemittel-Reduktion in der Druckindustrie" erreichte das Lufthygieneamt beider Basel eine Senkung der Lösemittel-Emissionen bei den Druckereien um ca. die Hälfte. Die Förderung umweltfreundlicher Druckereien wird nun weiter ausgebaut. Neu soll auch die Wirtschaft motiviert werden, vermehrt diese Druckereien bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.
Mit den wärmsten Tagen des Jahres kommt ein unliebsamer Begleiter: Der Sommersmog. Ursache dafür ist unter anderem auch die lösemittelhaltige Abluft von Industrie und Gewerbebetrieben.
Was vielfach nicht bekannt ist: Auch die Druckindustrie setzt grosse Mengen schnell verdampfender Lösungsmittel (VOC) ein. Diese leisten ebenfalls einen Beitrag zur Bildung von Ozon an warmen Sommertagen. Deshalb hat die kantonale Verwaltung gemeinsam mit der Wirtschaft das Branchenprogramm "VOC-Reduktion in der Druckindustrie" ins Leben gerufen. Es hat zum Ziel durch freiwillige Anstrengungen die Lösemittel von Druckereien markant zu verringern.
Zukunftsorientierte, moderne Druckerei nehmen an diesem Programm teil und werden als Gegenleistung auf eine Positivliste aufgenommen. Mittlerweile haben sich über 30 Druckereien aus der Region angeschlossen. Die kantonalen Verwaltungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft berücksichtigen diese Positivliste bereits heute bei der Vergabe von Druckaufträgen als Entscheidungskriterium. Dank Koordination mit den Kantonen Aargau, Bern und Luzern hat dieses Programm weiter an Gewicht gewonnen.
In diesem Sommer unternimmt das Lufthygieneamt beider Basel einen neuen Anlauf, um die umweltfreundlichen Druckereien auch bei der Wirtschaft bekannt zu machen. Druckereien und grössere Auftraggeber erhalten deshalb Mails, und darüber hinaus verteilt das Lufthygieneamt eine informative Broschüre "umweltschonend drucken", welche dieses Thema umfassend diskutiert.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für weitere Infos ist eine Broschüre beim Lufthygieneamt unter Tel. 061 925 56 19 erhältlich.
Auskünfte: Ulrich Ohnmacht, Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 925 61 49)
Liestal, 29. Juni 2004