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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Mehr Sicherheit bei Tram- und Bahnübergängen


Trotz gesetzes- und normenkonformer Absicherung der Tram- und Bahnübergänge kommt es bei etlichen Gleisquerungen leider immer wieder zu tragischen Unfällen. Eine Arbeitsgruppe hat die rund 240 Gleisübergänge im Kanton Basel-Landschaft überprüft und Grundlagen für die einheitliche Absicherung der Übergänge bei den Vorortsbahnen und der Waldenburgerbahn ausgearbeitet. Gestützt auf diese Resultate sollen nun zuerst die beiden kritischen Übergänge Reichensteinerstrasse in Reinach und Rennbahnkreuzung in Muttenz baulich angepasst werden.


Neben wenigen Bahnübergängen der SBB bestehen im Kanton Basel-Landschaft rund 240 Gleisübergänge auf den Strecken der Baselland Transport AG (BLT), der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) sowie der Waldenburgerbahn (WB). Infolge verschiedener, teilweise tragischer Unfälle bei Schienenübergängen, hat die Bau- und Umweltschutzdirektion eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Tiefbauamtes eingesetzt mit Fachleuten aus dem Amt für Raumplanung, der Polizei, der BLT, der BVB und der Waldenburgerbahn. Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, die heutige Situation zu analysieren und Grundlagen für eine möglichst umfassende und korrekte Absicherung der Gleisquerungen auszuarbeiten.


In den vergangenen Monaten wurden nun eine Bestandesaufnahme sämtlicher Tram- und Bahnübergänge auf den Schmalspurstrecken im Kanton Basel-Landschaft durchgeführt und zudem erste Grundlagen für die einheitliche Absicherung dieser Übergänge ausgearbeitet. Dabei konnte festgestellt werden, dass insbesondere die stark frequentierten Übergänge bereits heute gesetzes- und normenkonform abgesichert sind. Allerdings bieten diese technischen Einrichtungen in den meisten Fällen kaum Schutz bei menschlichem Fehlverhalten. Die Arbeitsgruppe hat sich deshalb überlegt, welche weitergehenden Mittel und Massnahmen zum Schutz von Verkehrsteilnehmern noch ergriffen werden können. Daraus ist inzwischen ein erstes Arbeitspapier mit Standardlösungen zur Sicherung des Fuss- und Fahrverkehrs bei Gleisübergängen entstanden. Darin wird unterschieden zwischen Haltestellen- und Streckenbereich sowie zwischen einfachen Gleisquerungen und komplexen Knoten mit Tramdurchfahrt. Aufgrund dieser Typisierung der Übergänge ergeben sich insgesamt 12 verschiedene bauliche, signaltechnische oder physische Massnahmen zur Absicherung der Tram- und Bahnübergänge.


Gestützt auf diese Grundlagen sollen nun zuerst Massnahmen für die beiden kritischen Übergänge Reichensteinerstrasse in Reinach und Rennbahnkreuzung in Muttenz festgelegt werden. Die entsprechenden Projekte werden, soweit sie nicht schon vorliegen und genehmigt sind, vom Tiefbauamt ausgearbeitet, damit die Sicherungsmassnahmen möglichst bald realisiert werden können. Danach werden alle anderen Übergänge im Kanton Basel-Landschaft beurteilt und die im Einzelnen erforderlichen Sicherheitseinrichtungen bestimmt. Da die Kosten für die Umsetzung der standardisierten Massnahmen nicht unerheblich sein dürften, muss dem Landrat voraussichtlich eine Kreditvorlage unterbreitet werden.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION
Informationsdienst


Weitere Auskünfte: Urs Bleile, Leiter Verkehrstechnik, Tiefbauamt. Tel. 061 925 54 56


Liestal, 28. Mai 2004



 

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