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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Die Luftqualität im Jahr 2002: Weitere Verbesserungen


Seit rund 5 Jahren sind die Änderungen der Luftbelastung von Jahr zu Jahr nur noch gering. Geringfügige Ab- oder Zunahmen wechseln sich ab und sind eher wetterbedingt. Zwar wurde langfristig gesehen eine Besserung erreicht, doch sind weitere Massnahmen notwendig, soll die Luftqualität noch weiter verbessert werden.


Stickstoffdioxid: Der motorisierte Verkehr ist weiterhin die Hauptquelle
Wie schon in den letzten Jahren sind die Belastungsunterschiede je nach Standort sehr gross, die Spannweite der Jahresmittelwerte reicht von 12 bis 58 Mikrogramm pro m3 (Grenzwert 30 Mikrogramm pro m3). Entlang der stark befahrenen Hauptverkehrsachsen ist die Stickoxid - Belastung übermässig, abseits davon liegt sie im Bereich des Grenzwertes oder darunter. Dies zeigt deutlich, dass der motorisierte Verkehr die Hauptquelle für Stickstoffdioxid ist. Unterstützt wird diese Aussage dadurch, dass Überschreitungen des Tagesgrenzwertes (80 Mikrogramm pro m3) nur noch lokal an Strassenstandorten gemessen werden. Ihre Zahl hat sich aber reduziert von 21 im Jahr 2001 auf 14 Tage im Jahr 2002.


Schwebestaub: Wintersmog bringt erhöhte Staubkonzentration
Der seit Beginn der Schwebestaub-Messungen 1997 beobachtete sinkende Trend hat sich im Jahr 2002 nicht mehr fortgesetzt. Mit Werten zwischen 19 und 28 Mikrogramm pro m3 wird der Jahresgrenzwert (20 Mikrogramm pro m3) an stark verkehrsbelasteten Strassen deutlich überschritten. Vor allem die Zahl der Tage mit Überschreitung des Tagesgrenzwertes hat im Jahr 2002 deutlich zugenommen. Spitzenwerte der Staubbelastung treten bei winterlichen Kältephasen mit Inversion auf. So auch im Jahr 2002, wo 12 der 16 Tage mit übermässiger Belastung im Januar gezählt worden sind, während der bis zum 16. Januar dauernden vierwöchigen Frostperiode über den Jahreswechsel.


Ozon: Höhere Spitzenwerte - aber geringere Dauer der Belastung über dem Grenzwert
Ozon entsteht aus der übermässigen Luftverschmutzung - Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen - unter starker Sonneneinstrahlung. Unter diesen Bedingungen steigen die Ozonwerte im Sommer und tagsüber stark an, wobei die Witterung die Intensität der Ozonbildung steuert. Im Jahr 2002 war dies wieder deutlich zu beobachten. Die heisse Periode im Juni 2002 brachte uns Ozonspitzenwerte, welche 180 bis 220 Mikrogramm pro m3 erreichten. Dank der Massnahmen sind diese aber geringer geblieben, als noch vor 5 bis 15 Jahren, wo bis 250 Mikrogramm pro m3 gemessen worden sind. Die Dauer der übermässigen Belastung - definiert als Stunden über dem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro m3 - hingegen blieb 2002 geringer als im Vorjahr, da Juli und August kühl und regnerisch waren. Im Jahr 2002 war die Ozonbelastung - je nach Standort an 105 bis 575 Stunden zu hoch.


Schwefeldioxid: Kein Problem
Seit 15 Jahren liegen die Schwefeldioxid - Konzentrationen tief. Die mittlere Konzentration im Jahr 2002 erreichte weniger als ein Drittel des Grenzwertes (30 Mikrogramm pro m3). An zwei Standorten haben aber die maximalen Tageswerte zugenommen auf 30 bis 40 Mikrogramm pro m3 (Tagesgrenzwert 100 Mikrogramm pro m3). Die Überprüfung ergab als Grund erhöhte Emissionen aus einzelnen Industriebetrieben.


Das Messnetz verändert sich
Nicht nur die Luftqualität ändert sich im Lauf der Jahre, auch das Luftmessnetz passt sich der Entwicklung an. So sind in den letzten Jahren drei Stationen stillgelegt worden (Birsfelden, Pratteln Hardwasser, Aesch Schlatthof) und ab Sommer 2002 wurde die Messung von Schwefeldioxid eingestellt - rund 25 Jahre nach Betriebsaufnahme des damaligen Schwefeldioxid-Messnetzes beider Basel. Zur Überwachung des Transitverkehrs-Abkommens wurde eine Station im Hardwald, direkt an der Autobahn A2 errichtet, finanziert durch den Bund als Teil eines gesamtschweizerischen Projektes.


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Weitere Auskünfte:
Hansruedi Moser, Lufthygieneamt beider Basel, Abteilung Luftqualität, Tel.: 061 925 56 19/20


Liestal, 11. Februar 2003



 

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