Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Salina - Raurica: Erste Entwürfe nehmen Gestalt an
Im Oktober 2002 hatten drei internationale Teams den Auftrag erhalten für das Projekt Salina - Raurica einen Entwicklungsplan zu erarbeiten. Erste Entwürfe dieser Büros liegen nun vor und werden in verschiedenen Gremien auf Herz und Nieren geprüft, hinterfragt und diskutiert.
Das Vorhaben ist ehrgeizig. Im Zeitraum von gut einem Jahr soll eine Gesamtplanung für das Gebiet der Rheinebene und der Römerstadt Augusta Raurica vorliegen. Nach der Fertigstellung des Entwicklungsplans im Sommer 2003 wird diese Gesamtplanung in eine öffentliche Vernehmlassung gegeben, bevor sie den politischen Gremien zum Entscheid vorgelegt wird. Eine breite Mitwirkung ist erklärtes Ziel. Der Entwicklungsplan wird als kantonale Planung den Gemeinden später als Grundlage für ihre kommunale Nutzungsplanung dienen.
Gutachterverfahren
Im Sommer 2002 wurden die gesamten Planungsleistungen zum Projekt Salina - Raurica in der Schweiz in Deutschland und in Österreich öffentlich ausgeschrieben. Aus den 21 interdisziplinären Teams, die sich beworben haben, konnten nach einem zweistufigen Verfahren drei hochqualifizierte Teams aus Berlin, Brugg und Zürich ausgewählt werden. Die Erfahrungen der Fachleute mit zum Teil ausländischen Grossprojekten wird der Entwicklungsplanung Salina - Raurica zu Gute kommen. Nach einer Einführungsveranstaltung im Kraftwerk Augst am 24. Oktober 2002 haben die Teams ihre Arbeit aufgenommen und nun die ersten Entwürfe präsentiert.
Zukunft Salina - Raurica
Die drei vorliegenden Entwürfe der beauftragten Teams wählen verschiedene Ansätze. Das eine Team hat das Weiterentwickeln der bestehenden Nutzungen innerhalb von Grünflächen in der Rheinebene gewählt und die Erschliessung mit einem neuen flexiblen Verkehrsmittel vorgeschlagen, das zweite Team entwickelt das Gebiet von einer neuen Strassenachse aus und das dritte Team sieht als Möglichkeit einer neuen Entwicklung der Gemeinde Pratteln mit überdeckter Autobahn Richtung aufgewertetem Rheinufer. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass alle eine urbane Entwicklung in der Rheinebene sehen, die gleichzeitig das ganze Gebiet harmonisieren und strukturieren muss. Diese Aufgabe gilt es sowohl für den Städtebau als auch für die Landschaft zu lösen. Das Erschliessungsnetz kann hier als Grundgerüst gelten; das Verkehrsaufkommen muss jedoch bewältigbar sein. Eine Verbesserung der Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist daher gegeben; wesentliche Transportträger sind die S - Bahn und als Feinverteiler der Bus. Ob sich eine Tramverlängerung von Birsfelden her lohnt, muss noch geprüft werden. Anlässlich des Workshops vom 16. Januar 2003 wurden Chancen und Risiken der verschiedenen Ansätze diskutiert und einzelne Ideen verworfen.
Weiteres Vorgehen
Die drei Fachgruppen werden nun sukzessive im Austausch mit dem Leitungsgremium ihre Entwürfe verfeinern und in einen Entwicklungsplan, der im Kanton formell den Stellenwert eines kantonalen Spezialrichtplans hat, übertragen. Diese Entwürfe werden im Rhythmus von zwei Monaten mit den verantwortlichen Experten und Politikern sowie Vertretern der Grundeigentümerschaft, mit dem Begleitrat mit Vertretungen aus der Bevölkerung, aus kantonalen Organisationen und Verbänden diskutiert. Der Abschluss des Auftrags ist bis zum Sommer 2003 vorgesehen.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskünfte:
Hans-Georg Bächtold, Kantonsplaner, Amt für Raumplanung, 061 925 59 31
Liestal, 5. Februar 2003