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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Instandsetzung Belchentunnel


Die Arbeiten in der Oströhre des Belchentunnels laufen seit dem 30. September 2002 auf Hochtouren. Auf Grund des schlechteren Zustandes der Oströhre wird im Vergleich zur Weströhre ein grösseres Instandsetzungsvolumen in kürzerer Zeit abgewickelt. Bis heute verlaufen alle Arbeiten termingerecht und ohne nennenswerte Zwischenfälle.


Nach dem Start in der Oströhre am 30. September 2002 mussten zuerst an den vorhandenen elektromechanischen Einrichtungen eine Vielzahl von Schutz- und Demontagearbeiten vorgenommen werden (wie z.B. Demontage aller Ampeln und Signale, Erstellung von Bauprovisorien etc.). Wie bereits in der Röhre West setzt sich die Baustelle in der Oströhre aus vielen kleinen Einzelbaustellen, der "Grossbaustelle" beim Element 064 und den "Quer-Baustellen" Sickerschlitze zusammen.
Die zur Verfügung stehende Bauzeit für die Oströhre ist im Vergleich zur Weströhre drei Wochen kürzer:

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Die Vorarbeiten in der Röhre Ost (eine Woche, Anfang Oktober 02) wurden in die eigentliche Belchensperrung integriert

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Die Inbetriebnahme der Röhre Ost erfolgt bereits Mitte Juni 2003, damit anschliessend noch zwei Wochen für Arbeiten zur zusätzlichen Erhöhung der Tunnelsicherheit in der Weströhre bleiben.

Der Arbeitsumfang in der Röhre Ost ist einiges höher als in der Röhre West, da die Oströhre in einem deutlich schlechteren Zustand ist. Sowohl die Bauabläufe als auch das Verkehrsmanagement wurden aufgrund der Erfahrungen während der ersten Instandsetzungsphase (Weströhre) optimiert.

Gewölbeersatz Element 064
Die grösste Einzelbaustelle ist der Vollersatz des Gewölbes im Bereich des befahrbaren Querschlags Q2 (Element 064). Unmittelbar vor bzw. nach dem Querschlag wird das Gewölbe vollständig auf einer Länge von 8 bzw. 10 m ersetzt.
Für die Arbeiten musste die Zwischendecke auf eine Länge von ca. 50 m abgebrochen werden. Im weiteren ist eine Rückverankerung des Sohlgewölbes erforderlich, damit nach Abbruch des Tunnelgewölbes die Sohle infolge Quell-/Bergdruck keine Hebung erfährt. Dies wird mit 18 m langen Ankern (insgesamt 128 Stück mit einer Ankerkraft von ca. 100 to/Anker) realisiert.
Stand der Arbeiten Element 064:

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Die Anker für das Sohlgewölbe sind eingebaut und gespannt.

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Der Abbruch des Tunnelgewölbes ist in Arbeit

Sickerschlitze
Ein weiteres wichtiges Element der jetzigen Instandsetzung ist die Erneuerung bzw. der Neubau von Sickerschlitzen.
Mit diesen Sickerschlitzen soll der Längsfluss des Wassers unter dem Sohlgewölbe vom wasserführenden Kalkgestein in den Gipskeuper unterbunden werden, um das Quellen des Gipskeupers (= Druckzunahme auf das Sohlgewölbe) zu verhindern bzw. zu reduzieren. Elf bestehende Sickerschlitze werden vergrössert und fünf neue erstellt.


Erhöhung Tunnelsicherheit
Um die Sicherheit im Tunnel für die Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, werden zusätzliche Massnahmen realisiert:

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nachleuchtende, grossformatige Beschilderung bis zum nächsten Querschlag (alle 25 m)

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bessere Erkennbarkeit der Querschläge im Ereignisfall mit Zusatzbeleuchtung (Blitzleuchten)

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optische Leiteinrichtung zur besseren Führung der Fahrzeuglenker mit Diodenlichter auf der Bankettkante im Abstand von 25 m

Um den Eröffnungstermin für den Belchentunnel Ende Juni 2003 einhalten zu können, müssen alle Sanierungsarbeiten in der Oströhre bereits Mitte Juni 03 abgeschlossen sein. In den verbleibenden zwei Wochen bis Ende Juni 03 wird die Röhre West im Bereich Tunnelsicherheit zusätzlich nachgerüstet.

Verkehr
Glücklicherweise hat sich während der ersten Instandsetzungsphase (Weströhre) kein einziger schwerer Unfall ereignet. Eine Analyse des Unfallgeschehens ergibt folgendes:

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Auf der Nordrampe (Sissach - Belchen Nordportal) haben sich in neun Monaten total 12 Verkehrsunfälle ereignet und auf der Südrampe (Verzweigung Härkingen - Belchen Südportal) deren 13. Dies ist eine Unfallrate 0,4 - 0,5 Verkehrsunfällen pro Million Fahrzeugkilometer. Verglichen mit statistischen Kennwerten ähnlicher Baustellen können diese Werte als relativ tief bis sehr tief beurteilt werden.

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Im Belchentunnel selber lag dieser Wert bei ca. 0,6 Verkehrsunfällen pro Million Fahrzeugkilometer. Dieser Wert darf unter Berücksichtigung der Verhältnisse mit Gegenverkehr und nicht optimalen Sichtverhältnissen als zufriedenstellend beurteilt werden.

Ausblick
Bis zum heutigen Zeitpunkt verlaufen die Arbeiten termingerecht und es haben sich glücklicherweise keine schweren Bauunfälle ereignet. Am 13. Januar 2003 beginnen die Arbeiten am Tunnel und Viadukt Oberburg, so dass sich die Einspurstrecke Richtung Basel bis nach dem Tunnel Oberburg verlängert. Dank dem ausgeweiteten Tunnel Oberburg kann der Verkehr Richtung Bern/Luzern bis vor den Belchentunnel 2-spurig geführt werden. Die Umstellungsarbeiten für diese Phase beginnen ab dem 7. Januar 2003.
Bis zum 27. Juni 2003 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und beide Röhren wieder dem Verkehr übergeben werden können.


Folien (8 Stk.) [PDF-Format; 1,2 MB]


BAU- UND JUSTIZDEPARTEMENT
des Kantons Solothurn, Informationsdienst


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION
des Kantons Basel-Landschaft, Informationsdienst


Weitere Auskünfte:
Christian Scholer, Strasseninspektor, Tiefbauamt BL, Tel. 061 925 54 84
Beat Schädler, Gesamtprojektleiter Belchen-Oberburg, Aegerter & Bosshardt AG, Tel. 061 365 24 26


www.belchen.ch


Liestal/Solothurn, 4. Dezember 2002


Weitere Infos



 

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