Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Erster Mehrfamilienhaus-Neubau nach Minergie-Standard in der Region
Investoren haben in Oberwil ein Mehrfamilienhaus erstellt, das auch in Zukunft - unabhängig vom Öl- oder Gaspreis - einen hohen Marktwert verspricht. Dank sehr guter Wärmedämmung und Komfortlüftung wird der Wärmebedarf halbiert und vollumfänglich durch erneuerbare Energie gedeckt. Die Energiefachstelle des Kantons Baselland unterstützt dieses vorbildliche Projekt durch direkte Förderbeiträge.
Das Minergie-Label als Qualitätsmarke für Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch, hohem Komfort und guter Wirtschaftlichkeit hat bisher vor allem bei Einfamilienhaus-Neubauten mit privater Bauherrschaft eine bedeutende Verbreitung erlangt. Erfreulich ist, dass nun immer mehr Investoren auch Mehrfamilienhäuser nach Minergie-Standard erstellen, denn diese haben langfristig gesehen - unabhängig von der Entwicklung des Öl- oder Gaspreises - sehr gute Renditeaussichten.
Im Mehrfamilienhaus an der Kummelenstrasse 30 in Oberwil kann dank sehr guter Wärmedämmung und Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung der Heizenergiebedarf gegenüber dem heutigen Neubaustandard etwa halbiert werden. Der Rest wird mittels vollautomatischer Holzpelletfeuerung und Sonnenkollektoren zu 100% durch erneuerbare Energien erzeugt. Die mehr als 20 cm wärmegedämmten Holz-Fassaden- und Dachelemente wurden industriell vorgefertigt und in kürzester Bauzeit am Rohbau montiert. Das garantiert eine hohe Verarbeitungsqualität und reduziert gleichzeitig die Baukosten.
Das Gebäude erfüllt nebst dem Minergie-Standard auch die Anforderungen gemäss kantonalem Förderprogramm für "Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf und vorbildlichen Haustechnikanlagen". Die Energiefachstelle des Kantons Baselland unterstützt das Projekt durch direkte Förderbeiträge gemäss Energiegesetz und die Finanzierung einer mehrjährigen Messkampagne zur Erfolgskontrolle.
Am 26. November 2002 findet die offizielle Übergabe der Minergie-Plakette statt.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskünfte:
Achim Benthaus, Fachstelle Energie, Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 061 925 61 15
Informationen zu den kantonalen Förderprogrammen: www.energie.bl.ch
Liestal, 21. November 2002