Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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2. Etappe Instandsetzung Belchen
Ab 30. September 2002 wird innert 9 Monaten die 2. Röhre in Stand gesetzt und mit ihr parallel auch der ostseitige Teil des Viadukts und des Tunnels Oberburg. Ein grösserer Arbeitsumfang und ein optimierter Verkehrsfluss mit weniger Ausweichverkehr sind die Kernpunkte. Während dieser Zeit wird im Erhaltungsabschnitt Diegten-Belchen auf Gegenverkehr umgeleitet.
Die Sommerpause wurde intensiv für Vorbereitungsarbeiten genutzt. Die Bauabläufe sind aufgrund der Erfahrungen in der West-Röhre (Rg. Luzern/Bern) optimiert worden als Voraussetzung dafür, dass die im Vergleich zur West-Röhre umfangreicheren Bauarbeiten innert der selben Bauzeit realisiert werden können. Ebenso sind die Einsatzpläne der Ereignisdienste auf die neue Situation hin überarbeitet worden. Und nicht zuletzt sind die Anpassungsarbeiten im Verkehrs-Management-System vorgenommen worden mit dem Ziel, möglichst hohe Kapazität auf den Hochleistungsstrassen zu erhalten, um das kantonale Strassennetz vom Ausweichverkehr zu verschonen. Mit der Einführung des Dosiersystems am Gotthard (per 30. September) ist damit zu rechnen, dass als unmittelbare Folge davon in der 2. Bau-Etappe das Verkehrsaufkommen - insbesondere von LKWs - wesentlich höher sein wird.
Belchentunnel
Grundsätzlich gestalten sich die Instandsetzungsarbeiten analog denjenigen der Weströhre. Die Schäden an der Oströhre sind jedoch umfangreicher; so ist an zwei Stellen ein Totalersatz des Gewölbes geplant. Hierfür sind - ähnlich der Röhre West - umfangreiche Verankerungen vorzunehmen mit Demontage der Zwischendecke, damit anschliessend ein neues, verstärktes Gewölbe betoniert werden kann. Ebenso werden aufgrund der Schadensbilder die lokalen Instandsetzungen am Gewölbe ein grösseres Ausmass haben. Die Arbeiten im Sohlbereich (Vergrössern der Sickerschlitze, neue Hydrantenleitung, Tiefendrainage und Tunnelentwässerung) werden analog der Weströhre vorgenommen. Dies gilt auch für die Belagsarbeiten, die Neuerstellung der Bankette und Schlitzrinnen sowie für die Wandbeschichtung. Neben der baulichen Instandsetzung werden auch in dieser Tunnelröhre die Beleuchtung sowie die Verkabelung und die Steuerung der elektromechanischen Einrichtungen erneuert.
Zusätzlich werden Massnahmen zur Erhöhung der Tunnelsicherheit realisiert, wie z.B. eine auf den neuesten Erkenntnissen basierende Fluchtwegbeschilderung zur Verbesserung der Selbstrettung sowie eine auf den Banketten angebrachte optische Leiteinrichtung.
Abschliessend werden die zum Teil bereits realisierten Massnahmen zur Erhöhung der Tunnelsicherheit in der Weströhre ergänzt.
Tunnel und Viadukt Oberburg
Im Unterschied zur Weströhre, welche für eine temporäre 4-spurige Verkehrsführung ausgeweitet wurde, ist in der ostseitigen Tunnelröhre nur eine lokale Instandsetzung des Gewölbes vorgesehen. Aber auch in dieser Röhre wird eine neue Fahrbahn erstellt sowie die Tunnelentwässerung erneuert.
Die Instandsetzung des ostseitigen Viaduktes gestaltet sich analog der in Richtung Bern/Luzern führenden Brücke. Auch hier werden die Arbeitsabläufe optimiert, so dass die Bauarbeiten erst ab Mitte Januar 2003 gestartet werden.
Verkehrsführung
Die getroffenen Optimierungen bei der Instandsetzung des Viaduktes Oberburg und die weniger umfangreichen Arbeiten in der ostseitigen Tunnelröhre des Oberburg haben für den Verkehr den grossen Vorteil, dass in der Phase 2, d.h. ab 30. September 2002 bis Mitte Januar 2003, nur der Belchentunnel im Gegenverkehr betrieben werden muss. Dabei reduziert sich einerseits die Länge des Bereichs mit Gegenverkehr um 2 km und andererseits wird die Ausfahrt Diegten im Staufall weniger häufig für Ausweichfahrten benutzt.
Ab Mitte Januar 2003 beginnt die 3. Phase der 2. Etappe; ab diesem Zeitpunkt gilt wiederum bis zum Anschluss Diegten Gegenverkehr. Mit auffälligen gelben Hinweisschildern wird auf die Sperrung der Ein- und Ausfahrten Eptingen aufmerksam gemacht.
Mit dem Verkehrs-Management-System steht den Polizeistützpunkten Sissach (BL) und Oensingen (SO) ein taugliches Hilfsmittel für die Verkehrsüberwachung, Signalisation und, im Bedarfsfall, zur Verkehrsumleitung via A3-Bözberg zur Verfügung.
www.belchen.ch und die Radiosender (DRS sowie Lokalradios) vermitteln alle wesentlichen Informationen zur aktuellen Stauprognose und Verkehrslenkungssituation.
Arbeiten in der Vorzone
Während der Phase 3 - zwischen Januar und Juni 2003 - werden in der Vorzone Nord, d.h. vom Anschluss Diegten bis zum Nordportal des Belchentunnels, folgende Arbeiten ausgeführt:
- | Erstellung einer neuen Rohrblockanlage |
- | Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Verstärkung und Anpassungen der bestehenden Leitschranken, Anordnung von Anpralldämpfern etc. |
- | Arbeiten an Überfahrten |
- | Brüstungsbeschichtung am Viadukt Eptingen |
- | Erneuerung des Korrosionsschutzes an Portalen |
Auf der Südrampe wird einerseits die Instandsetzung der dicht beim Südportal des Belchentunnels liegendenUnterführung X 13 fertiggestellt, und andererseits wird in Fahrtrichtung Basel zwischen dem Rastplatz Eggberg und dem Südportal in der Zeit von Ostern bis Ende Mai der Belag erneuert.
Weitere Arbeiten im Erhaltungsabschnitt Augst-Diegten
Im Windschatten des Belchens werden im Erhaltungsabschnitt Augst-Diegten nachstehende Arbeiten ausgeführt. Dabei ist in den Tunnels Gegenverkehr vorgesehen (ca. 2x6 Wochen). In der übrigen Zeit ist abgesehen von ca. einer Woche Belagsarbeiten eine zweispurige Verkehrsführung gewährleistet:
- | Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Verstärkung und Anpassung der bestehenden Leitschranken |
- | Lokale Belagserneuerungen |
- | Im Tunnel Arisdorf Erneuerung der Fahrbahn, Erhöhung der Tunnelsicherheit (Selbstrettung) und Optimierung des bestehenden Lüftungssystems |
- | Im Tunnel Ebenrain Erneuerung der Beleuchtung und Erhöhung der Tunnelsicherheit (Selbstrettung) |
Alle diese Massnahmen verfolgen die Hauptzielsetzung, ganze Autobahnabschnitte mit möglichst kurzen Behinderungen in Stand zu setzen (im Sinne der Erhaltungsphilosophie des Bundesamtes für Strassen, ASTRA).
Diverse Folien [PDF-Format; 692 KB]
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Weitere Auskünfte:
- Christian Scholer, Strasseninspektor, Tiefbauamt BL, Tel. 061 925 54 61
- Beat Schädler, Gesamtprojektleiter, Aegerter & Bosshardt AG, Tel. 061 365 24 26
Liestal / Solothurn, 23. September 2002