Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Feuerwerk - des einen Freud, des andern Leid
Die Verkaufsstände sind voll, die Preise günstig, und bald wird das Feuerwerk knallen und den Nachthimmel in allen Farben erleuchten. Dies nicht überall zur Freude, denn beim Abbrennen von Feuerwerk entstehen auch giftige Luftschadstoffe sowie Lärmbelästigungen. Aus Rücksicht auf Menschen und Tiere gilt es einige Spielregeln einzuhalten.
Feuerwerk und Höhenfeuer sind traditionelle Bestandteile unserer Bundesfeier. Für die Umwelt und einen Teil der Bevölkerung können sie aber zu einer unerwünschten Belastung werden, wenn nicht einige Spielregeln eingehalten werden.
Beim Abbrennen von Feuerwerken entstehen gasförmige Luftschadstoffe und schwermetallhaltige Feinstaubpartikel. Datenauswertungen von verschiedenen Luftmessstationen (vgl. Station St. Johanns-Platz in Basel) zeigen, dass die Feinstaub-Belastung bei grossen Feuerwerken während kurzer Zeit hohe Spitzenwerte erreichen kann. Diese Luftbelastung wird von vielen Personen als unangenehm empfunden und kann bei Menschen mit Atemwegserkrankungen auch zu Beschwerden führen.
Daher gilt es, Feuerwerk mit Mass einzusetzen und nur dort abzubrennen, wo keine Personen gefährdet oder übermässig durch Knall und Rauch belästigt werden. Besonders lästig ist auch die Verwendung von Feuerwerk vor oder nach dem Termin der Bundesfeier.
Das Lufthygieneamt beider Basel ruft daher die Bevölkerung auf, Feuerwerk mit Rücksicht auf Menschen und Tiere in der Nachbarschaft massvoll und ausschliesslich im Rahmen der Bundesfeier abzubrennen.
Eine weitere Quelle von Luftverunreinigungen können auch die 1. August-Feuer sein, wenn statt naturbelassenem Holz irgendwelche Abfallstoffe (Altholz, Paletten, alte Möbel, Pneus o.ä.) verbrannt werden. Wir rufen daher allen Verantwortlichen in Erinnerung, dass für die Höhenfeuer nur trockenes Holz aus Wald und Feld verwendet werden darf.
Helfen Sie mit diesen einfachen Massnahmen mit, den 1. August als Feiertag zu gestalten, statt ihn zu einem Leidenstag für empfindliche Menschen, Tiere und die Umwelt zu machen.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für weitere Auskünfte:
Dieter Rist, Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 925 62 28
24. Juli 2002
Schwebestaub-Belastung (PM10) an der Station Basel St.Johanns-Platz vom 30. Juli bis 2. August 2001: Die in Rheinnähe gelegene Mess-Station reagiert deutlich auf das Feuerwerk am Abend des 31. Juli, welches in etwa 500 m Distanz abgebrannt worden ist. Aber auch die privaten Feuerwerke am Abend des 1. August führen zu einem deutlichen Anstieg der Schwebestaub - Belastung. Typischerweise sind solche feuerwerksbedingten Peaks nur von relativ kurzer Dauer, doch werden dabei Belastungsspitzen erreicht, welche für empfindliche Personen kritisch sein können.