Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion | |
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Tunnelunterhalt: Notwendigkeit oder Schikane?
Im halbjährlichen Turnus sind die Unterhaltsequipen des Tiefbauamtes in den Tunnels der Hochleistungsstrassen mit Reinigungs- und Wartungsarbeiten beschäftigt. Ein Aufwand, welcher zur Gewährleistung der Betriebssicherheit aller Tunnels von grösster Wichtigkeit ist.
Die Tunnels unserer Hochleistungsstrassen sind 7 Tage pro Woche während 24 Stunden täglich einer enormen permanenten Verschmutzung ausgesetzt. Hinter den Wänden der Tunnels befinden sich kleine "Fabrikanlagen", welche für den reibungslosen Betrieb verantwortlich sind. Agressive Verschmutzungen aller Anlagen können die Betriebssicherheit gefährden. Damit die Verkehrsteilnehmer/innen die Tunnels sicher und gefahrlos durchqueren können, bedürfen alle Betriebseinrichtungen einer periodischen Wartung und Kontrolle, wobei die gründliche Reinigung grossen Stellenwert einnimmt:
- | Tunnelwände: Starke Verschmutzung und Ablagerungen werden entfernt. Helle Wände erfordern weniger Licht, weil die Beleuchtung sich automatisch der Helligkeit anpasst. |
- | Tunnelleuchten und Signalisation: Die Verschmutzung beschädigt Gehäuse und Glas. |
- | Tunnelnischen: Ablagerung von Kehricht und anderen Abfällen. |
- | Türen: Scharniere, Drücker und Schlösser. Schmutzablagerungen erschweren das problemlose Öffnen und Schliessen. |
- | SOS-Kasten und Hydranten: ihre Sichtbarkeit kann lebensrettend sein, ebenso ihre Funktionstüchtigkeit. |
- | Unterhalt der Feuerlöscher: Verschmutzte Feuerlöscher können im entscheidenden Moment den Dienst versagen. |
- | Wartung der Sichttrübmessung und der Co2-Messung: Eine intakte Ventilationssteuerung und Kontrolle der Co2-Abgase sind lebenswichtiger Personenschutz im Tunnel. |
- | Unterhalt der Brandklappen: Ihre Funktionstüchtigkeit gewährleistet maximale Rauchabsaugung bei einem Brand. |
- | Reinigung der Entwässerung: In 6 Monaten sammeln sich 2 bis 3 Tonnen Sand und Fahrbahnabrieb in der Sammelleitung der Strassenentwässerung. In den Schlitzrinnen fängt sich Kehricht und anderer Unrat. Insbesondere weggeworfene PET-Flaschen bereiten Probleme. In den Bergentwässerungen bildet sich Kalkansatz, der ebenfalls zu entfernen ist. |
- | Schächte: Regelmässiges Einfetten der Deckel zur Verhinderung des Einrostens. |
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Auskünfte: Peter Oberer, Tiefbauamt, Abt. Hochleistungsstrassen, Tel. 061-976 87 71
Liestal, 16. April 2002