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Medieninfos BUD

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion

 

Wisenberg "kurz" hat Vorteile gegenüber Wisenberg "lang"


Am 29.Januar 2002 stellten die Bau- und Umweltschutzdirektion, unter der Leitung von Regierungsrätin Elsbeth Schneider-Kenel, und die SBB den Gemeinden im Ergolztal mehrere Möglichkeiten der Linienführungen für eine künftige Wisenbergstrecke vor. Dabei handelt es sich um die Zwischenergebnisse der Planungsstudie "Bahn 2000, neue Linienführung im Ergolztal". Gemäss der Studie bringt ein kurzer Tunnel eine optimale betriebliche Flexibilität für die Bahn. Ausserdem lässt sich Sissach an das Fernverkehrsnetz anschliessen. Für den Kanton Basel-Landschaft und die SBB ist klar, dass der neue Juradurchstich aus regionaler und gesamtschweizerischer Sicht zentrales Kernelement des Projekts Bahn 2000 2. Etappe und gleichzeitig finanzierbar sein muss.


Als Teil des europäischen Nord-Süd-Korridors sind die juraquerenden Bahnlinien durch den Bözberg und das Ergolztal bereits heute sehr stark ausgelastet. Um auch in Zukunft den Mobilitätsbedürfnissen im internationalen, nationalen und vor allem regionalen Verkehr gerecht zu werden, muss die Leistungsfähigkeit der Bahn in der Nordwestschweiz wesentlich erhöht werden. Aus diesem Grund dürfte ein neuer Juradurchstich ein zentrales Kernelement des Projektes Bahn 2000 2. Etappe werden.


Unter Berücksichtigung dieser Zusammenhänge und unter Abstimmung auf die nationale Planung haben der Kanton Basel-Landschaft und die SBB im Sommer 2001 erste planerische Überlegungen für die Führung einer zusätzlichen Linie im Ergolztal aus dem Raum Liestal nach Sissach eingeleitet: Erste Ergebnisse dieser durch das Planerteam RaBaJa (Rapp, Basler&Hofmann, Jauslin+ Stebler) erarbeiteten Studie liegen nun vor.


Die Untersuchung kann dabei nicht auf die früheren Bahn-2000-Planungen aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts zurückgreifen, da zahlreiche neue Randbedingungen technischer, betrieblicher, ökologischer und raumplanerischer Natur zu berücksichtigen sind. Entwickelt wurden längs des betrachteten Korridors Liestal - Sissach diverse Linienführungsmodule, welche zu typischen Linienführungsvarianten zusammengefügt wurden. Bei der durchgeführten Grobevaluation wurden den Aspekten Angebot/Betrieb, Kosten/Termine und Raum/Umwelt besondere Beachtung geschenkt: Diese Methodik erlaubt eine klare Bewertung der Varianten aus Sicht unterschiedlicher Interessengruppen.




Sissach an die Neubaustecke anbinden?


Die nun abgeschlossene erste Phase der Untersuchung lässt im Sinne eines Zwischenergebnisses die Haupterkenntnis zu, dass tendenziell ein "kurzer" Wisenbergtunnel mit der Chance, auch Sissach an die Neubaustrecke anzubinden, Vorteile gegenüber einem "langen" Tunnel aufweist. Damit können die erforderlichen Kapazitäten für die künftigen Verkehrsbedürfnisse geschaffen werden. Von wesentlicher Bedeutung ist eine gute Einordnung der Strecke in den Raum.


Im weiteren weist die Planungsstudie auf die Notwendigkeit hin, spezielle Lösungen im Raum Lausen und bzw. im Gebiet Ebenrain zu suchen, da die gewünschte Geschwindigkeit der Züge grössere Kurvenradien als die bestehenden verlangt und deshalb eine parallele Führung der Neubaustrecke zur bestehenden Gleisanlage nicht möglich ist. Zur Zeit stehen in diesen Teilgebieten ebenfalls Tunnellösungen zur Diskussion.




Konsultation der direkt Betroffenen


In der nun anstehenden weiteren Bearbeitung sollen die direkt betroffenen Gemeinden zu einer ersten Stellungnahme eingeladen werden. Unter Berücksichtigung dieser Vernehmlassung wird im Sommer 2002 in einer zweiten Planungsphase das Variantenspektrum reduziert und vertiefte Abklärungen hinsichtlich der bautechnischen Machbarkeit, der Kosten und der Auswirkungen auf Raum und Umwelt eingeleitet.


Ziel ist die rechtzeitige, gemeinsame Entwicklung einer einzigen, bereinigten Variante für die neue Bahnstrecke im Ergolztal.


Kontaktperson Kanton: Martin Huber, Amt für Raumplanung, Tel: 061 925 59 37
Kontaktperson SBB: Christian Kräuchi, Mediensprecher, Tel. 051 220 41 11


BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst


Liestal, 29. Januar 2002


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