Leitsätze |
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"Ich glaube aber, dass das Leben selbst Zweck sei, denn:
Entwicklung ist der Zweck des Lebens,
das Leben selbst ist Entwicklung,
also ist das Leben selbst Zweck."
Georg Büchner, Lenz
1 Grundwerte
Es ist für uns das Wichtigste, dem Kanton Basel-Landschaft ein hochstehendes Angebot in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport zu erhalten und es auszubauen. Wir wollen optimale Bedingungen für die Ausgestaltung dieses Vorhabens erwirken.
Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene mittels spezieller, angemessener Aus-, Fort- und Weiterbildung in erzieherischen, kulturellen und sportlichen Belangen auf ihrem Weg zu kompetenten, verantwortungsbewussten, initiativen und toleranten Menschen zu unterstützen, gehört zum Ziel unserer täglichen Arbeit. Ganz ähnliche Ziele verfolgen wir auch für die Erwachsenen. Für uns hört das lebenslange Bemühen um Bildung, Kultur und Sport nie auf.
Wir erforschen unsere Geschichte(n) in Augst und in den Museen; wir handeln in der Gegenwart der täglichen Schul- und Beratungsstunde, wir machen Entwürfe für die Zukunft bei der Kurs- und Bildungsplanung. Wir unterstützen das Bemühen um kulturelles Erleben.
Der Bildung, der Kultur und dem Sport gemeinsam ist das Bestreben, auf die Gesellschaft einzuwirken. Sie eröffnen durch die Gleichberechtigung Chancen für alle; sie wecken das Verständnis für einander; sie lehren die Achtung und den Respekt für die "Gegenseite". Wir achten und respektieren die Freiheit Andersdenkender.
2 Dienste und Leistungen
Kulturen, Religionen und Geschlechter sind in ihren Beziehungen noch allzu oft von ihren Unterschieden als von ihren Gemeinsamkeiten geprägt. Wir fördern das Miteinander, insbesondere die Gleichstellung von Frauen und Männern. Allen Herabsetzungen, vor allem aber rassistischen, sexistischen oder religiösen Diskriminierungen jeglicher Art stellen wir uns entschieden und aktiv entgegen.
Wir sind auf ganz verschiedenen Gebieten tätig. Das Spektrum reicht vom Unterricht in jeder Art Schultyp und -stufe über Beratungen, Kursangebote, Aufsicht über Heime und Behinderteneinrichtungen, sportliche Anlässe, wissenschaftliche Forschungsarbeit bis zur Unterstützung für die Infrastruktur eines Konzertes. In allen unseren Arbeiten sind wir jenen verpflichtet, die von uns nicht nur Leistungen, sondern auch Leistung erwarten. Professionell handeln heisst für uns, für die Öffentlichkeit, mit der wir es zu tun haben, gute Dienstleistungen zu erbringen. Wer ein Anliegen an uns heran trägt, erfährt unverzüglich, wer für die Erledigung zuständig ist und wird allenfalls über den Stand der Bearbeitung informiert.
Kompetenzen und Verantwortung werden möglichst dezentral gehandhabt. Die Direktionsleitung schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Dienststellen ihre Aufgaben erfüllen können. Wir arbeiten mit Leistungsaufträgen und Zielvereinbarungen. Wir verlangen ein grosses Mass an Entscheidungsmöglichkeiten für uns. Wir gewähren dies auch anderen.
Die Veränderungen in der Welt regen uns zu Gedanken über unsere eigene Stellung und den Wert unseres Tuns an. Wir streben bei unserer Arbeit ein hohes Mass an Selbstreflexion an. Für unsere Ziele erarbeiten wir realistische, praxisnahe Umsetzungsstrategien. Dazu koordinieren wir unsere Leistungen mit den Partnerinstitutionen des In- und Auslandes. Die Resultate unserer Arbeit und deren Qualität prüfen wir regelmässig. Wir bilden uns mit klarer Zielvorstellung permanent weiter.
3 Betrieb, Klima und Spezielles
Das kommunikative Verhalten unterstützt unser Bestreben nach Transparenz. Wir bemühen uns um klare Entscheidungswege und stellen nötigenfalls eindeutige Anträge an die zuständigen Instanzen. Konflikte sprechen wir offen an, thematisieren sie gemeinsam und bearbeiten sie konstruktiv. Wir brauchen nicht alle "nett" zueinander zu sein, um anständig zu bleiben und gute Arbeit leisten zu können. Wir informieren uns gegenseitig so umfassend wie nötig und achten dabei auf Diskretion und die gegenseitige Wahrung der Persönlichkeitssphäre.
Engagement, Interesse, Selbstständigkeit, selbstverantwortetes Handeln, der Wille zu Urteil und Kritik haben unsere Sympathie und finden unsere Unterstützung. Mitsprache der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sie betreffenden und interessierenden Angelegenheiten sind für uns ebenso selbstverständlich wie Loyalität und Solidarität. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EKD begegnen sich untereinander nach den gleichen Grundsätzen wie bei den Begegnungen mit Aussenstehenden.
Einmal getroffene Entscheidungen haben für uns Gültigkeit. Nur in begründeten Ausnahmen kommen wir darauf zurück. Unsere Stellungnahmen gegenüber unseren Partnerinnen und Partnern (Direktionen, Kantone, Erziehungsdirektorenkonferenz der Nordwestschweiz / NW EDK, Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz / EDK) sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Erledigung ihrer beruflichen Aufgabe verbindlich. Wir halten uns dabei strikte an die Entscheidungswege und messen der Information besonderes Gewicht bei. Wir sind uns im Klaren darüber, dass Informationen oft auch nachgefragt werden müssen.
Wir versuchen, unsere Arbeit nach den in diesen Leitsätzen geäusserten Gedanken zu gestalten.
Für die speziellen Belange unserer Direktion verweisen wir auf die aktuellen Leitbilder in den drei Bereichen. Zu allererst führen wir aber das neue Bildungsgesetz an, welches für den Bereich Bildung sehr viele Leitideen zum Inhalt haben wird. Von den schon bestehenden Leitbildern nennen wir namentlich:
Bildung |
Schulinspektorat: Leitsätze, 1995 |
LehrerInnenseminar: Leitbild, Leitideen des Studienheftes 1, August 1997 |
Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung: LFBL Konzept und Grundsätze, 1998 |
Kinder- und Jugendpsychologie im Schulbereich, Leitbild der Beratungsstellen NW EDK |
Gewerblich-industrielle Berufsschule Muttenz: Leitbild, 1997 |
Gewerblich-industrielle Berufsschule Liestal: Leitbild |
Handelsschule KV Baselland Reinach: Leitbild und Visionen |
Gymnasium Liestal: Leitbild, Juni 1996 |
Gymnasium Oberwil: Leitideen zum Unterricht, Februar 1995 |
Gymnasium Oberwil: Leitbild Notengebung, 1996 |
Gymnasium Laufen: Leitbild in Diskussion 1998 / 1999 |
Fachstelle für Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe: Konzept "Sonderschulung im Kanton Basel-Landschaft" ,1998 |
Kultur |
Kantonsmuseum & Römerstadt Augusta Raurica: Museumsleitbild Baselland, 1999 |
Kantonsbibliothek: Bibliotheken Baselland Leitbild, 1998 |
Kulturelles: Kulturförderkonzept, 1990 und 1995 |
Forschungsstelle Baselbieter Geschichte: Die nächsten grossen Schritte, 1997 |
Sport |
Sportamt Baselland: Leitbild |
An der Redaktion dieser Leitsätze haben Peter Schmid, Jürg Ewald, Anna Katharina Schmid Bein und Martin Leuenberger mitgewirkt.
Die Leitsätze sind zu beziehen bei:
SBMV / Verlag des Kantons Basel-Landschaft,
Rheinstrasse 32,
4410 Liestal,
Telefon 061 925 60 20
Telefax 061 925 69 71
© Erziehungs- und Kulturdirektion des Kantons Basel-Landschaft, Liestal 1999
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