Portrait Arisdorf: Geographische Lage |
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Die 10 km2 grosse Gemeinde Arisdorf befindet sich rund 4 Kilometer süd-südöstlich des Rheines in einem weiten Talkessel im nördlichen Tafeljura. Arisdorf wird durch einen klusähnlichen engen Durchgang von der Nachbargemeinde Giebenach getrennt. Giebenach ist bereits eine Übergangsgemeinde vom Tafeljura zur rund 80-100 m tiefer gelegenen Rheinebene. In dem engen Durchgang zwischen Zettel und Bärenfels bündeln sich am Nordende von Arisdorf Autobahn, Arisdörfer Bach und Hauptstrasse auf engem Raum. Die Mulde von Arisdorf wurde im Zeitraum von 2 Millionen Jahren bis heute im wesentlichen durch die Abtragungsarbeit der verschiedenen Fliessgewässer und durch Rutschungen geformt. Während die Tallagen durch Landwirtschaftsland und Siedlung geprägt sind, werden die Dorfsiedlungen, Wiesen und Felder von bewaldeten Hügelzügen umrahmt. Die Hügel um Arisdorf herum wirken nicht bedrohlich und steil, obwohl in der Erdgeschichte immer wieder ganze Gesteins- und Erdpakete Richtung Tal rutschten. Aber die Tatsache, dass man praktisch keine Felsen sieht, macht die Landschaft sanft und anmutig.
Im Norden heissen die Hügel Bärenfels und Ramschberg, im Westen trennen Dick, Schürholden und Elbis die Gemeinde Arisdorf vom Ergolztal, im Süden stehen der Dumberg und Eileten zwischen Arisdorf und Hersberg. Nur gegen Osten hin ist die Abgrenzung offener, über einen unbewaldeten Sattel kann Olsberg erreicht werden. Eine Besonderheit ist das am Violen-Bach gelegene Ländli. Dieses gehört zwar zum Siedlungsbild der aargauischen Nachbargemeinde Olsberg, ist aber Teil von Arisdorf.
Politisch gehört Arisdorf zum Kanton Basel-Landschaft und ist Grenzgemeinde zum Kanton Aargau. Von den 13,56 km langen Grenzen der Gemeinde Arisdorf entfallen 5,34 km auf den Abschnitt zu Olsberg -fast 40% der Arisdörfer Gemeindegrenzen sind damit gleichzeitig Teil der Kantonsgrenze. Daneben hat Arisdorf auch mit 4 basellandschaftlichen Gemeinden gemeinsame Grenzen: Giebenach im Norden (0.97 km oder 7%), Hersberg im Süden (2,32 km oder 17%), Liestal im Südwesten (2,57 km oder 19%) und schliesslich Füllinsdorf im Westen mit 2,37 km oder 17,5%. Stattliche 6,5 km Gemeindegrenze verlaufen durch den Wald, z.T. sind dies auch Nutzungsgrenzen. Rund 5 km Grenzen führen durch Offenland, der Rest liegt am Waldrand. Interessant ist die Typologie der Grenzen: rund 5 km entfallen auf Fliessgewässer, weitere 1,8 km auf Geländekanten und 0,6 km auf Senken. Zusammen gerechnet sind 50% der Grenzen durch die Natur geprägt. Dazu könnte man noch die 1,9 km (15%) Grenzen am Waldrand zählen - aber der Verlauf des Waldrandes wird bereits durch wirtschaftspolitische und planerische Entscheide des Menschen bestimmt. Die Hälfte der Gemeindegrenzen sind also mehr oder weniger politische Grenzen und nicht von der Natur vorgegeben. Der Verlauf der Gemeindegrenzen von Arisdorf ist zum grössten Teil seit mehreren Jahrhunderten gleich geblieben. Alte Grenzsteine findet man zu Füllinsdorf/Liestal (1604), zu Hersberg (1721) und zu Giebenach (1726). Die Grenze zum aargauischen Olsberg ist wahrscheinlich historisch die interessanteste - schon im 16. Jahrhundert war hier ein Grenzabschnitt zwischen Basel/Eidgenossenschaft und Habsburg.
Der nördlichste Punkt der Gemeinde liegt auf 47° 32,8' n.B. am Violenbach, der östlichste 7° 47,5'ö.L. östlich von Eileten, der südlichste auf 47° 29,5 n. B. an der Dreigemeindenecke Liestal - Hersberg - Arisdorf und schliesslich ist der westlichste Punkt der Gemeinde auf 7° 44,5' ö.L.‚ beim Birchhof Richtung Füllinsdorf zu finden. Die Koordinaten des Dorfzentrums (Mitteldorf) liegen auf 47° 30,5' n.B. und 7° 46' ö.L. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt auf ca. 314 m. ü. M am Arisdörferbach bei der Grenze zu Giebenach. Den höchstgelegenen Ort findet man im Wald des Gebietes Eileten auf 626 m über Meer.
Ursprünglich lag Arisdorf abseits der grossen Verkehrswege. Die Eröffnung der Autobahn durch die Arisdörfer Senke mit dem Tunnel im südlichen Bereich der Gemeinde haben aber 1970 eine neue Situation geschaffen. Der Autobahnanschluss brachte eine verkehrsgeographische Aufwertung mit sich. Zum einen wirkte sich dies als Standortverbesserung für Gewerbebetriebe aus; zum anderen wurde Arisdorf bei der Wohnortswahl von Berufstätigen aus den städtischen Agglomerationen als nun attraktiv bewertet. Geographisch darf Arisdorf mittlerweile als Teil der weiteren Agglomeration Basel betrachtet werden.
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