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Kunstführer Münchenstein || Dorfplan


 

Münchenstein: Lage
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Die letzten Hügelzüge des Jura werden im Südwesten in nördlicher Richtung durch das Birstal von der Rheinebene getrennt. Die strategische Bedeutung dieses Gebietes im Mittelalter kommt in einer Kette von Burgen entlang den letzten Anhöhen zum Ausdruck. Vom Wartenberg bis zur Landskron sind die geländemässig günstigsten Punkte durch Wehranlagen besetzt. Von Norden gegen Süden: Münchenstein, Reichenstein, Birseck, Dorneck, Angenstein, Pfeffingen. Unter ihnen nimmt der Flecken Münchenstein insofern eine Sonderstellung ein, als hier auf dem rechten Birsufer, am weitesten gegen die Stadt vorgeschoben, das Schloss und das zu Füssen liegende Dorf von einem einzigen Mauerring umgeben waren. Wie zwei starke Arme umschliesst die Festungsmauer im Norden und Süden die ehemalige Wohnsiedlung der Klein- und Rebbauern. Die Burg erhebt sich auf einer schmalen Felskuppe, während das Dorf in Form eines Halbkreises die Geländeterrasse einnimmt. Das Terrain bot etwa für drei Dutzend Häuser Platz und war im Westen gegen die Flussniederung steil abfallend. Hier boten die entlang dem Terrassenrand gelegenen Häuserfronten Schutz gegen die Birsseite hin. Die natürlichen Gräben im Norden und Süden, von der zinnenbekrönten Festungsmauer begleitet, waren im Mittelalter künstlich tiefer ausgehoben worden. Auf diesen beiden Flanken befanden sich die Tore, im Norden das Basler Tor und im Süden das Obertor.

 

Die Einheit von Schloss und Wohnsiedlung war nicht nur als bauliche Anlage eine Seltenheit, sondern hatte auch ihre einmaligen malerischen Aspekte. Nicht zufällig entstanden vom 17. Jahrhundert bis anfangs des 19. Jahrhunderts viele Ansichten, die auch dokumentarisch wertvoll sind. Die schönsten Beispiele bieten Matthäus Merian (1593-1650), Georg Friedrich Meyer (1645-1693) und Emanuel Büchel (1705-1775).


Während Alt-Münchenstein um seinen historischen Bestand zu kämpfen hatte, entwickelte sich das moderne Münchenstein in der Birsebene zur grossen Wohn- und Industriesiedlung, die sich von den Hügelhängen bis zur Stadtgrenze hinzieht.


Südansicht von Münchenstein.
Kupferstich von Matthäus Merian, 1642

 


 

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