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Münchenstein: Kirche | |
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Die reformierte Dorfkirche steht leicht erhöht in nordöstlicher Richtung ausserhalb des Dorfes und dürfte, nach den Ausgrabungen zu schliessen, bis ins 11. oder 12. Jahrhundert zurückgehen. Anlässlich der Gesamtrenovation von 1966/67 fand man im Schiff Fundamente eines rechteckigen Raums vor dem Turmchor (Masse etwa 6 x 10m). Nach dem Erdbeben von 1356 eine genaue Datierung ist nicht möglich, nach Heyer sicher vor 1420 - entstand der zweite Kirchenbau, der in der Breite und im Grundriss des Chors der heutigen Anlage entspricht, jedoch nur zwei mit Masswerk versehene Schiff-Fenster besass. H. R. Heyer nimmt auch an, dass der viergeschossige Turmchor erst im Zusammenhang mit den 1612/13 vorgenommenen baulichen Veränderungen aufgeführt worden ist, als man u. a. den Dachstuhl erneuerte und die Empore einbaute. Das Glockengeschoss mit dem Käsbissendach, der Uhr und den spitzbogigen Schallöffnungen überragt den First des Schiffdaches (vier Glocken von Rüetschi, Aarau). Dieses Bild der Kirche vermitteln uns die alten Ansichten bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Erst 1857 kamen im Westen nochmals zwei gleiche gotische Fenstergruppen dazu, als man aus Platzmangel gezwungen war, das Kirchenschiff zu erweitern.
Bei der erwähnten Instandstellung des Gotteshauses in den sechziger Jahren ersetzte man die unschöne gebrochene Kirchendecke durch eine flache Leistendecke. Jene war Ende des 19. Jahrhunderts erstellt worden, als man die Orgel vom Chor auf die Westempore versetzte. jetzt steht die neue Orgel von Metzler, Dietikon, hinter dem Westeingang. Zu den wichtigsten Veränderungen anlässlich der letzten Gesamtrenovation gehören: Erneuerung des Chorbogens und Errichtung eines Vorzeichens an Stelle einer geschlossenen Vorhalle. Ausstattung: zwei Wappenscheiben (Hieronymus Vischer, um 1620), Glasgemälde im Chor (E. Matt, 1967). Einige magazinierte Grabsteine, darunter derjenige von Melchior Berri, Pfarrer von Münchenstein und Vater des berühmten Basler Architekten des Klassizismus. - Die Kirche gehört baugeschichtlich zu den Chorturmanlagen, wie sie in Benken und Frenkendorf bestehen. | ||
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