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Steinsaal im ErdgeschossIm Erdgeschoss des Nordtrakts liegt westwärts hinter gotischen Fenstern das sogenannte „Schlossstübli" in neuer, rustikaler Aufmachung; auf der andern Seite der Durchfahrt der „Steinsaal", so genannt nach den nach altem Muster diagonal verlegten Sandsteinfliesen des Plattenbodens. Wände und Decken schmecken Stukkaturen des späten Rokokos.
Von den reichverzierten Stuckpanneaus der Wände hängen an geknüpften Bändern die Embleme der Jagd, des Fischfangs, des Weinbaus, des Handels und der Musik herab. In den Nischenleibungen die Embleme der vier Kardinaltugenden: Mässigkeit, Gerechtigkeit, Mut und Weisheit. Goldgerahmte Puttenreliefs dienen als Supraporten zweier Eingänge. An der Decke winden sich Rosengirlanden um die Randleiste, deren Mitte und Ecken Kartuschen mit phantasievollen Architekturlandschaften ausfallen. Der Überschwang des reifen Rokokos ist gedämpft, Überschneidungen sind selten, und die Hohlkehle zwischen Wand und Ecke bleibt leer, doch ist dieser um 1780 von einem unbekannten Meister geschaffene Stuck noch voller Kraft.
Im grossen Festsaal des zweiten Stocks hängen elf Porträtmedaillons auf quadratischen Holztafeln, umrahmt von dekorativem Beschlägwerk, ebenfalls Fragmente einer Saalausstattung von der Grüns; davon zehn mit den Namen der Dargestellten, unter denen sich auch von der- Grün selbst befindet. Die einst aus über zwanzig Tafeln bestehende Sammlung vereinigte sämtliche Fürsten und Feldherren der protestantischen Partei im Dreissigjährigen Krieg, an welchem sich auch von der Grün beteiligt hatte. Dem unbekannten Porträtmaler dienten dazu Stiche aus dem "Theatrum Europaeum" als Vorlage.
Die übrigen Räume können nicht besichtigt werden.
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