Die Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft haben 2011 pro Person durchschnittlich 169 kg Kehricht und Sperrgut sowie rund 128 kg Wertstoffe (ohne Grünabfälle) abgeführt. Gesamthaft liegt somit die Abfuhrmenge bei fast 300 kg pro Person und Jahr und damit nur 1kg unter dem Wert des Vorjahrs.
Die von den Gemeinden gesammelten Abfallmengen nahmen während der letzten vier Jahre zwar geringfügig ab, doch dürfte ein Teil dieses Rückgangs auf die vermehrten Direktanlieferungen bei regionalen Entsorgungszentren zurückzuführen sein. Diese sind heute für viele Leute eine attraktive Alternative zum Entsorgungsangebot der Gemeinden, da das Material nicht auf einen bestimmten Termin bereitgestellt werden muss. Die kantonale Abfallstatistik kann daher nur darüber Auskunft geben, welche Abfälle von den Gemeinden gesammelt wurden, nicht aber, was insgesamt in den Haushalten an Abfall anfällt. Ein Trend zu sinken-den Abfallmengen ist aus den vorliegenden Zahlen jedenfalls kaum abzuleiten und so blei-ben die Bestrebungen für eine verstärkte Ressourcenschonung weiterhin sehr wichtig.
Für die Grünabfälle sind verlässliche Zahlen sehr schwierig zu erheben. Es dürften deutlich über 60 kg pro Person und Jahr sein. Allein via Grünabfuhr der Gemeinden wurden im letzten Jahr 53 kg Grünabfälle pro Person zur Verwertung abgeführt. Somit ist der Anteil der verwerteten Abfälle erfreulicherweise höher, als jener, der in die Kehrichtverbrennungsanlage nach Basel gebracht wird.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Beilagen:
- Grafik 1: Mengenentwicklung der Siedlungsabfälle 1980 - 2011
- Grafik 2: Mengenentwicklung für einige wichtige Wertstoffe 1980 – 2011
Weitere Informationen zur Abfallstatistik: http://www.baselland.ch/Abfallstatistik.315377.0.html
Für Rückfragen:
Annemarie Spinnler, Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 061 552 55 05
Liestal, 11. Juli 2012