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Ausgangslage und Ziele
Das Hochwasser an der Birs vom 8./9. August 2007 erreichte in Münchenstein den höchsten Abfluss seit Beginn der Messungen vor 100 Jahren. Der Fluss trat an mehreren Stellen im Laufental über die Ufer und verursachte unter anderem im Siedlungsgebiet von Zwingen hohen Sachschaden.
In Zwingen herrschen komplexe hydraulische Verhältnisse: Oberhalb von Zwingen zweigt der Kraftwerkskanal von der Birs linksseitig ab und oberhalb des Schlosses beeinflusst die einmündende Lüssel den Abfluss der Birs. Beim Hochwasser 2007 wurden die rechtsseitig, oberhalb der Schlossbrücke liegenden Gebäude überflutet. Alleine die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung registrierte Schäden in der Höhe von 1.3 Millionen CHF.
Nach dem Ereignis wurden die Hochwasserschutz-Defizite entlang der Birs erfasst und Prioritäten für die Umsetzung von Massnahmen festgelegt. Für Gebiete mit erster Priorität wurden Hochwasserschutz-Konzepte erstellt, so auch für Zwingen. Vor kurzem wurden die Arbeiten für das Bauprojekt in dieser Gemeinde aufgenommen. Ziel ist es, das Siedlungsgebiet künftig vor Überflutungen wie jene vom August 2007 mit geeigneten Massnahmen zu schützen.
Konzept
Die im Konzept ausgearbeiteten baulichen Massnahmen konzentrieren sich vor allem um das Schlossareal.
Bei der Bestvariante würde die Sohle unterhalb der Einmündung des Unterwasserkanals vom Kraftwerk Obermatt bis zur neuen Blockrampe beim Judenacker abgesenkt werden. Der ehemalige westliche Wassergraben soll ausgebaut und ein kleiner Damm auf der Ribimatt entlang Lüssel und Birs errichtet werden.
Diese Variante ist technisch machbar und wird auch vom Gemeinderat Zwingen unterstützt.
Geplante Termine
Planauflage und Rechtskraftbescheinigung des Bauprojektes: 2014
Projektleitung
Nadine Hilker, Geschäftsbereich Wasserbau, Gewässerplanung,
Tel.: 061 552 60 19, E-Mail: nadine.hilker@bl.ch