Hinweise und Erklärungen


> Übersicht Baselbieter Zeitungen

 

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Das nachfolgende Verzeichnis dokumentiert alle Zeitungen und Gemeindeanzeiger, welche im Kanton Basel-Landschaft erschienen sind und (zu einem kleinen Teil) noch erscheinen. Es bietet


- einen Beitrag zur wechselhaften Pressegeschichte des Baselbiets,
- eine Orientierungshilfe in der früheren Vielfalt der Presseerzeugnisse mit gleichen oder ähnlichen Titeln,
- einen Wegweiser zum Aufbewahrungsort der betreffenden Publikationen.


Die ausserkantonalen Zeitungen mit Erscheinungsort Basel-Landschaft fehlen in diesem Verzeichnis.


Basis ist das Standardwerk von Fritz Blaser: Bibliographie der Schweizer Presse, 2 Halbbände. Basel 1956/1958 (= Quellen zur Schweizer Geschichte, NF IV. Abteilung, Band VII). Aus diesem Werk wurden sämtliche Baselbieter Zeitungstitel ausgezogen und - soweit bekannt - ergänzt, vor allem hinsichtlich des Standorts der heutigen Aufbewahrung der Zeitungen. Zudem wurden die nur lokal gestreuten Gemeindeanzeiger aufgenommen. Ferner wurde die Studie von Paul Suter: 150 Jahre basellandschaftliches Zeitungswesen, in: Baselbieter Heimatblätter 48.Jg., März 1983 , Heft 1, beigezogen.


Das Verzeichnis ist alphabetisch gegliedert. Die einzelnen Einträge haben die von Blaser vorgegebene Struktur:


Titel:

Untertitel

Titeländerungen

Vorausgehende Ztg.

Nachfolgende Ztg.

Erscheinungsdauer

Format

Erscheinungsart [täglich, wöchentlich etc.]

Erscheinungsort

Beilagen

Herausgeber

Redaktoren

Politische Richtung

Literatur

Standorte [heutige Aufbewahrungsorte]

Ergänzende Angaben

 

Das Verzeichnis wurde 1990 vom Staatsarchiv erstellt und, vor allem hinsichtlich der Standorte, angepasst sowie bis 30.9.1998 nachgeführt.


Für Mitteilungen über Ergänzungen und Korrekturen, vor allem hinsichtlich der Standorte, sind wir sehr dankbar.



 

Zeitungssammlungen im Kanton BL

Die grösste Zeitungssammlung im Kanton besitzt die Kantonsbibliothek, diejenige des Staatsarchivs ist von der Vielfalt her bescheidener. Regelmässigen Zuwachs erhält die Sammlung des Staatsarchivs durch die Verlage der "Basellandschaftlichen Zeitung", der "Volksstimme von Baselland" und des "Waldenburger Bezirksblatts" bzw. des "Anzeigers der Gerichtsbezirke Sissach und Gelterkinden". Diese Unternehmen stellen ihre Zeitungen dem Archiv freiwillig, kostenlos und in gebundener Form zu. Für diese grosszügige Geste im Dienste der künftigen heimatkundlichen Forschung gebührt ihnen Dank und Anerkennung.


Um die Benützung der Zeitungen zu erleichtern und die Originale zu schonen, stellt das Staatsarchiv im Lesesaal folgende Zeitungen auf 16mm-Mikrofilm zur Verfügung:


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Basellandschaftliche Zeitung 1832-1989 (inkl. Vorgängerorgane Der unerschrockene Rauchracher 1832-1838, Basellandschaftliche Zeitung 1839-1848, Neue Basellandschaftliche Zeitung 1849-1854 und Bundesfreund 1852-1854)

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Der Baselbieter 1845-1957

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Der Posamenter 1908-1921

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Kurzeitung und Fremdenliste für den Jura 1893-1914 und 1919 (ab 1913: Fremdenblatt für Basel und den Jura)

 

Hier entfällt das mühsame Herumschleppen der schweren Zeitungsbände. Photokopien werden schonend direkt ab Mirkofilm erstellt. Daten können computergestützt angewählt werden (System CAR).



 

Zeitungen als historische Quelle

Das Pressewesen ist in unserem Kanton noch so jung wie dieser selbst. Im Laufe der Trennungswirren wurde in Liestal 1832 als erstes Blatt "Der unerschrockene Rauracher" gegründet. Seither entstanden, fusionierten und verschwanden mehrere Dutzend Zeitungen mit lokaler oder regionaler Verbreitung.


Was aber viele heutige Zeit(ungs)genossen nicht wissen:


Im 19. Jahrhundert wurde mit ungleich schärferen publizistischen Waffen, mit härteren Bandagen gestritten. Der Ton der redaktionellen Beiträge und der "Eingesandt" war des öfteren grob und gehässig bis über die Grenze der Verunglimpfung hinaus. Nicht selten zog der eine Widersacher den anderen vor die "Schmitte" (vor Gericht).


Die Presse ist für die Geschichtsforschung des ausgehenden zweiten Jahrtausends unverzichtbar. Sie berichtet über Ereignisse und Entwicklungen, über Institutionen und Individuen, gibt die Argumente im öffentlichen Meinungsstreit wieder. Vor dem Aufkommen von Radio und Fernsehen lassen sich fast nur aus den Printmedien Rückschlüsse auf den Wissensstand breiter Bevölkerungsschichten vor aktuellen Entscheidungen oder auf die politische Kultur im allgemeinen ziehen. Diese Gesichtspunkte sind gerade in einer direkten Demokratie von grossem Interesse.



 

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