Antworten von Maya Graf




 

Maya Graf (*1962), Grüne, aus Sissach, ist Sozialarbeiterin und Mitbewirtschafterin eines Bio-Hofs. Seit 2001 im Nationalrat, u.a. für die Beratung des Gentechnikgesetzes zuständig. Schwerpunkte in der Umwelt- und Sozialpolitik, von 1995 bis 2001 Landrätin.
www.gruene.ch/bl/

Spitzenplatz
Ja, selbstverständlich. Da Gleichstellung eine Querschnittsaufgabe ist, gehört sie in jede Direktion und muss mit vielfältigsten Massnahmen in allen Polit- und Gesellschaftsbereichen umgesetzt werden. Zurück

Bildungsgesetz
Die geschlechterbewusste Pädagogik, wie sie als Ziel im neuen Bildungsgesetz verankert ist, geht über die Forderung nach gleichem Unterrichtsangebot für Mädchen und Knaben hinaus, denn diese Forderung sollte selbstverständlich sein. Geschlechterbewusster Unterricht muss mit einer Vielzahl von Massnahmen umgesetzt werden: Bewusstseinsbildung = Weiterbildung von Lehrkräften, ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei den Lehrkräften, vor allem an den Primarschulen (zu wenig Lehrer!), nach Geschlecht getrennte Unterrichtseinheiten, Einbezug der Eltern, entsprechende Lehrmittel. Zurück

Vaterschaft
Eine Lösung wird zusammen mit dem Dienststellenleiter und seinem Team gesucht, damit er seine Kaderposition behalten kann. Beste Lösung wäre: Dienststellenleitung im Job-Sharing mit einer Kollegin, die ebenfalls Teilzeit arbeiten und eine Führungsfunktion will. Zurück

Wirtschaftsstandort Baselland
Das Impulsprogramm zur Förderung "Familienexterner Kinderbetreuung" muss weitergeführt werden und zwar weiterhin bezahlt aus dem Wirtschaftsförderungsfonds. Projekte, Weiterbildungen, Veranstaltungen, Anreizprogramme, etc., zusammen mit Wirtschaftskammer starten zu Themen wie: "Vaterschaft und Arbeit" oder "Teilzeitarbeit auch in Kaderpositionen" oder "Familienfreundliche Unternehmen" oder "Weibliches Management". Dazu gehören als Grundlage selbstverständlich flächendeckend: Tagesschulen, Blockzeiten und Mittagstische. Zurück

Häusliche Gewalt
Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt als Profis stärken und fördern. So schnell wie möglich eine gesetzliche Grundlage schaffen, damit der Täter bei häuslicher Gewalt aus der gemeinsamen Wohnung weggewiesen werden kann. Weiter abklären, ob der Opferschutz genügt: Mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen und den Kinderschutz verstärken (Anlaufstellen im ganzen Kanton, Aufbau eines Kinderschutzzentrums). Zurück

Soziale Sicherung
Wenn Kinder für allein Erziehende zum Armutsfaktor werden, ist dies für unsere Gesellschaft eine Schande: darum verschiedenste Massnahmen auf allen Ebenen: Tagesschulen, Blockzeiten, Mittagstischen an den Schulen überall! Genügend Kinderkrippenplätze! Ergänzungsleistungen für Familien und allein Erziehende analog zum Tessin einführen, die kantonalen Beihilfen bei Mutterschaft endlich einführen (10 Jahre alte Forderung von Frauen!). Existenz sichernde Einkommen für alle festschreiben, familienfreundliche Unternehmen fördern (siehe Wirtschaftsstandort BL). Zurück

Chancengleichheit
Unsere Fachstelle braucht genügend personelle Ressourcen. Da die Gleichstellung eine Querschnittsaufgabe ist, muss sie in allen Direktionen verankert werden. D.h. die Förderung der verstärkten Zusammenarbeit aller Abteilungen der kantonalen Verwaltung, z.B. in allen Direktionen Personen mit diesem Mandat benennen. Weitere Möglichkeit der direkten Professionalisierung: Frauen als Direktionsvorsteherinnen! Zurück

Integration
Das Recht auf eine Lehrstelle wird mit der Lehrstelleninitiative im Mai hoffentlich in der Bundesverfassung verankert werden. Wir setzen es im Kanton bereits um: genügend Lehrstellen auch für Migrantinnen, sonst muss der Kanton mit der Wirtschaft zusammen Lehrstellen schaffen, Lehrwerkstätten einrichten. Das 10. Schuljahr ist unbedingt beizubehalten, nach Bedarf auszubauen. Mentorinnen-Projekte prüfen: z.B. Jede Migrantin erhält eine berufstätige Frau als Gotte während der Berufswahl und Lehrzeit. Während der Schulzeit muss der muttersprachliche Unterricht gefördert werden. Zurück

Wahlspruch
"Die Zauberformel mit Zukunft: 3 Frauen und 2 Männer in der Baselbieter Regierung!" Zurück



 

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