Glossar |
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Abgeltungen | Milderung oder Ausgleich finanzieller Lasten, die sich aus der Erfüllung von gesetzlichen oder öffentlich-rechtlich vorgeschriebenen bzw. übertragenen Aufgaben ergeben. Aus der Anordnung solcher Aufgaben lässt sich ein Rechtsanspruch auf deren Ausgleich geltend machen. | |
Alter | Anzahl der Vegetationsperioden (Jahre) seit der Keimung des Samens eines Baumes | |
Altholz | Bäume, die fällig sind für die Ernte. | |
Aufforstung | das Bepflanzen von bisher nicht bewaldeten Flächen; Gegensatz zur Rodung | |
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Bauholz | Teil eines Sortimentes Stammholz | |
Bestand | Waldteil, der sich von der Umgebung durch Baumartenzusammensetzung, Alter, Aufbau usw., wesentlich unterscheidet. | |
Bestandesaufbau | Betrachtung eines Bestandes nach Entwicklungszustand, Schlussgrad und Baumarten | |
Bestandeskarte | kartographische Wiedergabe der in einem bestimmten Gebiet stockenden Waldbestände unter Angabe der Baumartenzusammensetzung, des Schlussgrades sowie des Entwicklungszustandes | |
Bestockung | allgemeine Bezeichnung für die auf einer Fläche vorhandene Wuchsgemeinschaft von Waldbäumen und Sträuchern | |
Betretungsrecht | Art. 699 ZGB garantiert die freie Zugänglichkeit zu öffentlichem und privatem Waldeigentum. | |
Betriebsart | Bewirtschaftungsart des Waldes, die sich in der Verjüngungsmethode unterscheidet: Hochwald, Mittelwald, Niederwald. | |
Betriebsart, -form | Bewirtschaftungsform | |
Betriebsplan | Betriebsplanung | |
Betriebsplanung | Die Planung für die Bewirtschaftung des Waldes für Waldeigentümerinnen oder Waldeigentümer, die mehr als 25 ha Waldfläche besitzen ist mittelfristig (10-15 Jahre) und orientiert sich am Waldentwicklungsplan. Das Ergebnis ist der Betriebsplan. | |
Bewirtschaftungsform | Die waldbauliche Art der Behandlung eines Waldes. Zu unterscheiden sind insbesondere Hochwald-, Mittelwald-, Niederwald- sowie Plenterwaldbewirtschaftung. | |
- biologisch | alte, z.T. absterbende Bäume mit einer Vielzahl von Tieren (Insekten/Vögeln) als Gäste | |
- biologisch / stadial | Standorts- und bewirtschaftungsbedingtes Alter. Physikalisch alte Bäume können biologisch/stadial noch jung sein (z.B. bei langandauernder Überschirmung). | |
Biotop | Ökosystem | |
Brennholz | Holzsortiment geringer Dimension und Qualität zwecks Gewinnung von Energie (Ster/Schnitzel/Wellen) | |
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Derbholz | Oberirdische Baumteile, die mindestens 7 cm dick sind. | |
Dickung | Geschlossener Bestand, dessen dominierende Bäume weniger als 12 cm dick sind. | |
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Endnutzung | Nutzung eines hiebsreifen Bestandes oder hiebsreifer Einzelbäume | |
Entwicklungsstadien | auch Entwicklungsstufen; die verschiedenen Altersstufen eines Baumbestandes; unterschieden werden anhand des Stammdurchmessers auf Brusthöhe: Jungwuchs, Dickung (0-10 cm), Stangenholz (10-30 cm), Baumholz (> 30 cm) | |
Erholungsfunktion | Waldfunktionen | |
Erschliessung | die Gesamtheit der für die Pflege des Waldes vorhandenen Anlagen wie Waldwege, Maschinenwege und Rückegassen als ständige und vor allem im Gebirge Seilanlagen als mobile Einrichtungen | |
Ertragsausfall | der durch den freiwilligen Verzicht auf Holznutzung entstehende finanzielle Nachteil eines Waldeigentümers | |
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Femelschlag | räumlich geordnete, kleinflächige Entnahme von Bäumen der Oberschicht mit dem Ziel der Förderung der Naturverjüngung | |
Festmeter | Kubikmeter am liegenden Holz gemessen, im Gegensatz zur Silve | |
Finanzhilfe | finanzielle Vorteile, die gewährt werden, um die Erfüllung einer vom Empfänger selbst gewählten Aufgabe zu unterstützen, Finanzhilfen werden nur im Rahmen budgetierter Mittel gewährt | |
Forstbetrieb | Organisatorische Einheit eines meist öffentlichen Waldeigentümers, die mit der Aufgabe der Waldpflege- und Bewirtschaftung betraut ist. | |
Forsteinrichtung | Nach neuerem Sprachgebrauch: Forstliche Planung; Bestandteile der Forstlichen Planung sind der Waldentwicklungsplan (WEP) und der Betriebsplan und die daraus abgeleiteten Hauungs- und Pflegeprogramme. | |
Förster
Försterin | Berufsbezeichnung für eine nach bisheriger Prägung an einer Försterschule ausgebildete Fachkraft (Betriebsleiterin/Betriebsleiter) | |
Förster HF / Försterin HF | Berufsbezeichnung für eine an einer höheren Fachschule ausgebildeten forstlichen Fachkraft. Revierförster/in. | |
Forstgarten | Explizit der Nachzucht von Waldpflanzen dienende Fläche innerhalb des Waldareals meist eines öffentlichen Forstbetriebs; Forstbaumschulen liegen als Gegensatz dazu ausserhalb des Waldes und sind meist privat geführt, die Funktion ist aber dieselbe. | |
Forstingenieur / Forstingenieurin | Berufsbezeichnung für eine an der ETH Zürich akademisch ausgebildete Fachkraft. | |
Forstkreise | Verwaltungseinheit auf kantonaler Ebene, in der mehrere Forstreviere zusammengefasst sind; der Forstkreis wird von einer Kreisforstingenieurin, einem Kreisforstingenieur mit Wählbarkeitszeugnis betreut. Forstkreise in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt: | |
forstliche Baute | Gebäude oder Anlage, die ausschliesslich bzw. überwiegend forstlichen Zwecken dient und für deren Erstellung, falls sie im Wald liegt, keine Rodungsbewilligung notwendig ist. | |
forstliche Planung | Die Forstliche Planung umfasst sämtliche Prozesse der Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie die Entscheidungsfindung im Hinblick auf die Erstellung von Plänen, die sich mit dem Wald befassen. Sie dient als Grundlage nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Die Forstliche Planung und die Raumplanung werden koordiniert. | |
Forstrevier | Waldareal einer oder mehrerer Einwohnergemeinden, Forstkreise | |
Forstwart / Forstwartin | Berufsbezeichnung für eine gewerblich/handwerklich in einer forstlichen Berufslehre ausgebildete Fachkraft | |
Fortbildung | Berufswissen auffrischen und erneuern, Weiterbildung | |
Fruchtbaum | Mastbaum | |
Funktion | Waldfunktion | |
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Gabholz | Losholz, Bürgerholz: Holzmenge, welche die Bürger zu vergünstigten Bedingungen aus dem Bürgerwald beziehen dürfen. | |
gemeinwirtschaftliche Leistungen | Die vielfältigen Funktionen, die der Wald und indirekt der Waldeigentümer der Allgemeinheit ohne Entgelt zur Verfügung stellt. | |
Genreservat | ein zur Erhaltung der genetischen Vielfalt (Vielfalt der Erbanlagen) der Bäume ausgeschiedener Waldkomplex bzw. Bestand | |
globale Abgeltung globale Finanzhilfe | Die vom Bund zur Verfügung gestellten Geldmittel werden als Gesamtbetrag für den Zeitraum eines Jahres an den Kanton zur weiteren Verteilung überwiesen. | |
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Handholzerei | Holznutzung mit Handsäge, Axt und Gertel, ohne Motorsägen, Motorseilwinden und Traktoren | |
Hauschicht | entsteht aus Stockausschlägen | |
Hauungsprogramm | das jährlich für eine Waldeigentümerin, einen Waldeigentümer zu erstellende und dem Kanton vorzulegende Nutzungsprogramm | |
Hiebsatz | Der Hiebsatz ist die in der forstlichen Planung festgesetzte Holznutzung, ausgedrückt als Menge (Silven) von anfallendem Holz und/oder als zu behandelnde Fläche. | |
Hochwald | Heute übliche Betriebsart mit einer aus Kernwüchsen hervorgegangenen Oberschicht, bei welcher die Bäume im vollerwachsenen Zustand (ca. 120 Jahre) in relativ langen Umtriebszeiten genutzt werden. | |
Hoheitsfunktion | Gutachtliche Entscheidung vor Ort von Amtes wegen; sie umfasst die Aufsichts-, Kontroll-, und forstpolizeilichen Aufgaben. | |
Holzenergieanlagen | Anlagen für die energetische Verwertung von Holz wie Schnitzelheizungen, Holzvergasungsanlagen | |
Holzertrag | für den Eigenbedarf oder den Verkauf geerntetes Holz | |
Holzschlag | örtlich und zeitlich begrenzte Nutzung von Holz | |
Holzsortiment | Sortiment | |
Holzvorrat | Die Menge nachgewachsenen Holzes, die geerntet werden kann. | |
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Industrieholz | Sortiment geringer Dimension zur Herstellung industrieller Holzprodukte, wie Papier, Zellulose, Spanplatten, Faserplatten, etc. | |
Investitionskredite | Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche, befristete, rückzahlbare Darlehen, vom Bund subsidiär gewährt als Baukredit oder zur Finanzierung der Restkosten von Massnahmen | |
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Jungwald | Zusammenfassung von Jungwuchs, Dickung, und eventuell schwachem Stangenholz | |
Jungwaldarbeit | pflegende Tätigkeit in jungen Waldbeständen, die keinen Holzertrag abwirft | |
Jungwuchs | Der Kraut- und Strauchschicht angehörende junge Waldbäume, die noch keinen geschlossenen Bestand bilden. | |
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Kahlschlag | Das grossflächige Entfernen einer Bestockung bei fehlender Bodenbedeckung durch junge Waldbäume, das freilandähnliche Bedingungen schafft. Die anschliessende Wiederbestockung erfolgt in der Regel durch eine künstliche Verjüngung (Pflanzung von Bäumen). | |
Kantonsforstingenieur | Leiter des kantonalen Forstamtes | |
Kernbohrung | Methode zur Altersbestimmung von stehenden Bäumen insbesondere bei Waldfeststellungen anhand der auf dem Bohrkern sichtbaren Jahrringe | |
Kernwuchs | aus Samen entstandener Baum, im Gegensatz zu Stockausschlag | |
Klafter | altes Raummass für Holz, 1 Klafter entspricht ca. 3 Ster | |
Kleinbaute,
nicht-forstliche | Baute innerhalb des Waldareals, die keine oder nur geringe Aus-wirkungen auf das Bestandesgefüge hat und deshalb unter bestimmten Bedingungen ohne Rodungsbewilligung erstellt werden darf. Das ordentliche Baubewilligungsverfahren bleibt vorbehalten. Beispiele forstlicher Kleinbauten sind Feuerstellen, Ruhebänke, Sport- und Lehrpfade, kleine Schutzhütten... | |
Klenganstalt | Anlage/Einrichtung zur Samenaufbereitung und -aufbewahrung | |
Kreisforstingenieurin | LeiterIn eines Forstkreises | |
Kultur | Pflanzung | |
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Lichtbaumart | Baumart mit hohem Lichtbedarf, z.B. Eiche, Lärche, im Gegensatz zu Schattenbaumarten | |
Literatur | - Forstamt beider Basel, Glossar der wichtigsten forstlichen Fachbegriffe | |
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m3 | Kubikmeter am liegenden Holz gemessen, im Gegensatz zur Silve | |
Maschinenwege | Maschinenwege sind unbefestigte, dauerhafte Verkehrsflächen ohne Deckschicht, die nur mit Spezialfahrzeugen befahrbar sind. In der Regel sind sie ausschliesslich für die forstliche Nutzung erstellt worden. Waldstrassen. | |
Mastbaum | Waldbäume mit grossen Samen und grosser Samenproduktion zur Nahrungs- bzw. Futtergewinnung von Mensch bzw. Tier. z.B.: Eichen, Buchen, Edelkastanien | |
Mittelwald | Weiterentwicklung aus dem Niederwald mit einem zweischichtigen Aufbau. Die Unterschicht aus Stockausschlägen wird in kurzen Zeitabständen genutzt, die Oberschicht (Oberholz) aus durchgewachsenen Stockausschlägen und Kernwüchsen dient der Erzeugung von Bau- und Werkholz, sowie als Mastbäume für die Waldweide. Typische Betriebsart vom frühen Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. | |
Mitwirkung | Aktiver Einbezug der Bevölkerung in einen Planungsprozess: Informieren, Vorschläge entgegennehmen, Freigabe der Planentwürfe zur allgemeinen Ansichtsäusserung sowie Beantwortung der Vorschläge und Einwände | |
Moderation | Moderation bedeutet aktive und zielorientierte Beteiligung aller Teilnehmer an der Diskussion. Die moderierende Person verhilft einer Gruppe mit einem geeigneten Methodenangebot zu einem Ergebnis. | |
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nachhaltige Waldbewirtschaftung | Bewirtschaftung der Ressource Wald unter der Auflage, dass die langfristige Gewährleistung der verschiedenen Waldfunktionen sicherstellt ist. | |
Nachhaltigkeit | Kontinuität sämtlicher materieller Leistungen (z.B. Rohstoffproduktion) und sämtlicher Wirkungen (z.B. Schutz, Wohlfahrt) des Waldes | |
nachteilige Nutzung | Nutzung von Wald und seinen Gütern die direkt oder indirekt, unmittelbar oder langfristig zu dessen Schädigung führen | |
naturnaher Waldbau | Form der Behandlung von Beständen, die sich an den natürlichen Gegebenheiten und Abläufen orientiert bzw. diese einbezieht | |
Naturverjüngung | auf dem Waldboden sich natürlich einstellende Verjüngung von Waldbäumen, im Gegensatz zur künstlichen Verjüngung (Pflanzung) | |
Nebennutzungen | alle Produkte eines Waldes bzw. eines Forstbetriebes ausser Derbholz z.B. Weihnachtsbäume, Deckäste, Reisig | |
Neuaufforstung | Aufforstung | |
New Public Management NPM | Wirkungsorientierte Verwaltungsführung; umfassender Ansatz zur Reorganisation der Steuerungsabläufe in der öffentlichen Verwaltung; Verlagerung der Betonung von Mitteln und Ressourcen auf eine verstärkt produkt- und wirkungsorientierte Führung | |
Nichtwald | Eine mit Waldbäumen bestockte Fläche, die die verschiedenen Waldkriterien (Art. 2 WaG) nicht erfüllt. | |
Niederhaltungsservitute | Im Grundbuch festgeschriebene Dienstbarkeit Auf den mit einem solchen Servitut belasteten Flächen darf die Bestockung eine vorgeschriebene Höhe bzw. Grösse nicht überschreiten (Stromleitungen, Seilbahnen, Gasleitungen u.ä.). | |
Niederwald | Älteste Form der geregelten Waldnutzung, vorwiegend zur Brennholzgewinnung. Sie begünstigte Baumarten (Eichen, Hagebuchen) mit der Fähigkeit zum Stockausschlag und drängte dadurch die ursprünglich weitverbreitete Rotbuche zurück. Niederwald wird in kurzen Zeitabständen kahlgeschlagen. | |
Nutzfunktion | die der Holzgewinnung dienende Leistung des Waldes | |
Nutzung | die Gewinnung von Holz aus Waldbeständen (in m3) | |
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Ökosystem | Einheit aus Lebensraum (Biotop) und Lebensgemeinschaft (Population) | |
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pauschale Finanzhilfe, - Abgeltung | Beiträge werden unabhängig von den tatsächlich anfallenden Kosten nach einem festen Satz ausgerichtet | |
Pflanzengesellschaft | Lebensgemeinschaft von natürlich zusammenlebenden Bäumen, Sträuchern, Blumen, Gräsern, Farnen, Moosen und Pilzen | |
Pflanzung | künstliches Einbringen von Jungbäumen mittels Pflanzung, in der Regel bei fehlender oder ungeeigneter Naturverjüngung | |
Pflege | lenkende Eingriffe in Waldbestände, bei denen nicht die Holzgewinnung im Vordergrund steht, sondern das Bestreben, langfristig naturnahe, stabile und qualitativ gute Waldbestände zu erhalten | |
Pflegeprogramm | das jährlich von einem Waldeigentümer zu erstellende und dem Kanton zur Genehmigung vorzulegendes Programm für die Jungwaldpflege | |
Plenterwald | Bewirtschaftungsform, als deren Folge sich im Idealfall Bäume aller Entwicklungsstufen (Alter) auf kleiner Fläche nebeneinander befinden. | |
Population | Ökosystem | |
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Raumplanung | Vorwegnehmende Koordination von raumwirksamen Tätigkeiten und deren Steuerung über längere Zeit. Sie umfasst alle räumlichen Planungen der öffentlichen Hand auf allen Staatsebenen und in allen raumrelevanten Sachgebieten (Verkehr, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft usw.). | |
Realersatz | quantitativ und qualitativ gleichwertiger Ersatz für gerodeten Wald (Ersatzaufforstung) | |
Ressourcen | Auch Rohstoffe genannt. Unterscheidung von erneuerbaren oder nachwachsenden Ressourcen, sowie von nicht-erneuerbaren oder erschöpfbaren Ressourcen. In der Forstwirtschaft als gewonnene Güter (materiell und immateriell) aus dem Wald bezeichnet. | |
Ressourcen-management | Tätigkeiten und Vorgaben zur angemessenen Ressourcennutzung, d.h. erneuerbare Ressourcen nicht über die Zuwachsrate nutzen und erschöpfbare Ressourcen möglichst schonen. | |
Revierförster / Revierförsterin | Leiter oder Leiterin eines Forstreviers | |
Revierverband | Form des Zusammenschlusses der waldbesitzenden Körperschaften zu einem Forstrevier | |
Rodung | Forstrechtlicher Begriff für die dauernde oder vorübergehende Zweckentfremdung von Waldboden für nicht-forstliche Zwecke; Rodungen beinhalten nicht zwingend das Fällen von Bäumen; Gegensatz zur Aufforstung | |
Rodungsersatz | im Regelfall Realersatz ausnahmsweise auch Massnahmen für den Natur- und Heimatschutz | |
Rückegasse | unbefestigte, nicht maschinell hergerichtete Fahrpiste für Spezialfahrzeuge oder den Pferdeeinsatz | |
Rücken | Transport des gefällten Baumes vom Fällungsort bis zur nächsten lastwagenbefahrbaren Strasse | |
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Samenerntebestand | aufgrund der Herkunft der Bäume speziell ausgeschiedene Bestände, die der Gewinnung von forstlichem Samengut dienen | |
Schattenbaumart | Baumart mit geringen Lichtansprüchen, z.B. Buche, Eibe, im Gegensatz zu Lichtbaumarten | |
Schicht | durch die Baumkrone gebildete, voneinander in der Höhe unterscheidbare Etagen im Kronendach eines Bestandes (Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht) | |
Schlag | Holzschlag | |
Schlaganzeichnung | Bestimmung der Bäume, die im Rahmen eines Holzschlages genutzt werden sollen | |
Schlussgrad | Mass der gegenseitigen Bedrängung (Konkurrenzierung) der Baukronen | |
Schneiteln | die Nutzung von Blatt- und Astwerk am lebenden Baum | |
Schutzfunktion | Waldfunktionen | |
Schutzwald | Waldbestände, die aufgrund ihrer Lage und Exposition geeignet sind, Schutzfunktionen auszuüben | |
Silve | Vorrat am stehenden Holz, ermittelt durch einen Vorrats-Tarif (Tarif-Festmeter). | |
Sortiment | geerntetes Holz bestimmter Dimension und Qualität: Stammholz, Industrieholz, Brennholz | |
Stammholz | Sortiment, das sich aufgrund der Dimension und Qualitäten zur Herstellung von Brettern, Balken, Latten, Furniere eignet. | |
Standort | Gesamte Umwelt, die auf eine Pflanzengesellschaft einwirkt (Klima, Boden, Relief, andere Lebewesen). | |
standortgerecht | den Standortbedingungen angepasst bzw. entsprechend | |
Stangenholz | Bestand, dessen dominierende Bäume 10 bis 30 cm dick sind. | |
Steckling | Ein für die vegetative Vermehrung von Gehölzen verwendetes Zweigstück. | |
Stockausschlag | aus dem Wurzelstock eines geschlagenen Baumes hervorgegangener Baum (vegetativer Ausschlag), im Gegensatz zum Kernwuchs | |
Streunutzung | Nutzung des am Boden liegenden Blattwerkes. Wegen des damit verbundenen grossen Nährstoffentzuges aus dem Wald als nicht nachhaltige Nutzung verboten. | |
Strünke | Wurzelstöcke | |
subsidiär | behelfsweise, zur Hilfe dienend: wenn alle anderen Geldquellen, einschliesslich der eigenen Mittel, ausgeschöpft wurden | |
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Totholz | Abgestorbenes Holz, wichtiges Biotop für viele Tierarten und Pilze | |
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Überführung | Förderung der Hauschicht im Niederwald und Mittelwald mit dem Ziel, die zukünftige Oberschicht des Bestandes zu bilden. | |
Übernutzung | zu hohe Beanspruchung von Wald und Waldboden in irgendeiner Form, Unternutzung | |
Umtriebszeit | Planmässig festgelegter Zeitraum zwischen Begründung und Nutzung eines Bestandes. Aus der Umtriebszeit lässt sich die nachhaltige jährliche Verjüngungsfläche ableiten. | |
Umwandlung | Ersetzen der Hauschicht durch Samenbäume mittels Pflanzung oder Naturverjüngung | |
Unternutzung | Im Hinblick auf den nachhaltigen Bestandesaufbau zu geringe Entnahme von Holz bzw. zu kleine Verjüngungsfläche, Übernutzung | |
Unterwuchs | der nicht der Holznutzung dienende Gehölzbestand der Unterschicht | |
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Vegetationskarte | kartographische Abbildung der natürlichen Pflanzengesellschaften | |
Verfügung | Rechtsakt der Behörde mit Rechtsmittelbelehrung | |
Vergütung | Abgeltung | |
Verjüngungsarten | Naturverjüngung, Pflanzung | |
Verjüngungsform | z.B. Femelschlag, Kahlschlag, Überführung etc. | |
Vermehrungsgut, forstliches | Sammelbegriff für Samen, Stecklinge, Pflanzgut | |
Vorrangfunktion | die am stärksten gewichtete Waldfunktion | |
Vorrat | Holzmasse eines Bestandes ausgedrückt in Silven | |
Vorratserhebung | Messung des stehenden Holzvolumens | |
Vorteilsausgleich | Die Zuweisung einer Waldfläche in eine Nutzungszone ist meistens mit einem erheblichen (finanziellen) Vorteil verbunden: In der Bauzone ist z.B. der Wert des Grundstücks viel höher. Oder eine Anlage, die im Wald gebaut werden kann, muss nicht auf teurem Bauzonenland errichtet werden. Solche Vorteile müssen dem Kanton zur Hälfte abgeliefert werden. Er setzt diese Mittel für Walderhaltungsmassnahmen ein. | |
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Wählbarkeitszeugnis | Ausweis für das bestandene Schlussdiplom an der ETH und das bestandene einjährige Praktikum; Voraussetzung für die Bekleidung eines öffentlichen Amtes im Forstdienst | |
Waldarbeiter / Waldarbeiterin | Arbeitskraft ohne gewerbliche/handwerkliche Berufslehre | |
Waldbau | die lenkende, pflegerische Tätigkeit der Forstleute | |
Waldbegriff | qualitative und quantitative Umschreibung des Waldes | |
Waldbegriff | Grundsatz, dass sich die Waldfläche vergrössern kann und eine Bestockung unabhängig von ihrer Entstehung, ihrer Nutzungsart und ihrer Bezeichnung im Grundbuch Wald sein kann. | |
Waldbegriff | Abweichung vom bisher einzig geltenden dynamischen Waldbegriffs innerhalb der Bauzonen und im Übergangsbereich von Wald und Bauzonen; ermöglicht das Festlegen einer statischen Waldgrenze. | |
Waldeigentümer | Es werden öffentliche (Gemeinden/Kanton/Bund) und private Waldeigentümer unterschieden. | |
Waldentwicklungsplan WEP | Forstliches Planungsinstrument auf überbetrieblicher (regionaler) Ebene. Der Waldentwicklungsplan dient der Sicherstellung der öffentlichen Interessen am Wald und ist ein Führungsinstrument des Forstdienstes. Im Plan sind die Ziele und Rahmenbedingungen der Waldbewirtschaftung und Walderhaltung beschrieben. Er ist die Grundlage des Betriebsplanes. Der Planungsprozess wird als Waldentwicklungsplanung bezeichnet. | |
Walderhaltung | Zielt darauf ab, den Wald in allen seinen Funktionen zu erhalten und zu fördern und so eine umfassende Nachhaltigkeit zu erreichen. | |
Walderhaltung | Zielt darauf ab, den Wald in seiner Fläche ungeschmälert zu erhalten. | |
Walderschliessung | Erschliessung | |
Waldfeststellung | Verfahren zur Feststellung, ob eine bestockte Fläche die Kriterien des Waldbegriffes erfüllt; beinhaltet keine Interessenabwägung | |
Waldfläche | wird in der Regel in Hektaren angegeben | |
Waldfunktionen | Die Waldfunktionen umfassen jene Aufgaben, die vom Lebensraum Wald erfüllt werden (Wirkungen oder Potential des Waldes) und erfüllt werden sollen (Ansprüche des Menschen). Es werden drei Waldfunktionen unterschieden: | |
Waldgesellschaft | Pflanzengesellschaft | |
Waldgrenzenkarte | Abbildung der statischen Waldgrenze zwischen Wald und Bauzonen | |
Waldrand | Rand einer Bestockung | |
Waldstrassen | Waldstrassen sind künstlich geschaffene, befestigte, mit Tragschicht (Koffer) und Deckschicht versehene Verkehrsflächen, die bei jeder Witterung mit - nach Strassenverkehrsgesetz zugelassenen - Motorfahrzeugen, befahrbar sind. Maschinenwege. | |
Waldwege | Sammelbegriff für alle bodengebundenen Erschliessungsanlagen im Wald, die einer Waldfunktion dienen. | |
Waldziele | grobe Waldfunktionenzuweisung von überbetrieblicher Bedeutung | |
Weiserfläche | ausgesteckte (und eingezäunte) Waldflächen zur Beurteilung der Wildschäden nach objektiven Kriterien (Vergleich) | |
Weiserpflanzen | bevorzugte Äsungspflanzen, deren jeweiliger Entwicklungszustand und Verbissgrad wichtige Hinweise auf die Höhe und Tragbarkeit von Reh- und Rotwild gibt | |
Weiterbildung | Studiengänge, die auf dem Berufswissen aufbauen aber zu einem Berufsaufstieg führen (Forstwart ? Förster). Fortbildung. | |
Wiederbestockung | Begründung einer neuen Bestockung auf kahlgeschlagenem oder vorübergehend gerodetem Waldareal | |
Wildschaden | der von Wildtieren an Wald(bäumen) verursachte ökonomische oder ökologische Schaden | |
Wohlfahrtsfunktion | Waldfunktionen | |
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Zuwachs | Positive Differenz zwischen zwei Zustandsgrössen zu Beginn und am Ende eines bestimmten Zeithorizontes. Der Zuwachs bezieht sich in der Regel auf die Holzmasse und wird in Silven pro Hektare und Jahr angegeben. | |
Zuwachsermittlung | Messen und Berechnen des im Wald heranwachsenden Holzvorrates. Dieser mehrt sich durch das jährliche Höhen- und Dickenwachstum der Bäume. |
Quellen:
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