Elektrosmog und Gesundheit


> Lufthygieneamt || Stichworte || Elektrosmog

 

Elektrosmog wird unterteilt in sogenannte Hochfrequenz- und Niederfrequenz-Strahlung. Neben verschiedenen physi-kalischen Eigenschaften unterscheiden sich hoch- und niederfrequente Strahlung auch in der Art, wie sie auf den Menschen einwirken.

 


 

Hochfrequenz-Strahlung

Dazu gehört die Strahlung von Mobilfunkantennen, Radio- und Fernsehsendern, Radaranlagen und Mikrowellenöfen.


Bei den Auswirkungen von Hochfrequenz-Strahlung auf den Menschen wird zwischen so genannten thermischen und nicht-thermischen Wirkungen unterschieden. Die thermischen Effekte (Wärmewirkungen wie bei Fieber) sind wissenschaftlich gut untersucht. Sie treten erst ab einer gewissen Stärke (Intensität) der Strahlung auf - ab einer Stärke, wie sie in der Umwelt normalerweise nicht vorkommt. Aber auch unterhalb dieser Schwelle werden biologische Wirkungen beobachtet. Man bezeichnet sie als nicht-thermische Wirkungen. Wie diese ausgelöst werden und ob sie schädlich sind, wird momentan erst erforscht.


Weitere Informationen erhalten sie hier beim Bundesamt für Umwelt (BAFU)


BAFU-Bericht: Hochfrequente Strahlung und Gesundheit



 

Nationales Forschungsprogramm zu Risiken elektromagnetischer Strahlung

Das Nationale Forschungsprogramm «Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) erforscht von 2007 bis 2010 Schlüsselfragen zu den möglicherweise gesundheitsschädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Die Forschungsprojekte des Programms sollen dazu beitragen, Risiken der neuen Kommunikationstechnologien künftig besser abschätzen zu können.
Website des NFP 57


Das Lufthygieneamt beider Basel ist als Kooperationspartner am Projekt QUALIFEX der Universität Bern beteiligt, das den Einfluss von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der Region Basel untersucht.
Projektbeschreibung



 

Niederfrequenz-Strahlung

Dazu gehören die elektrischen und magnetischen Felder von Eisenbahn-Fahrleitungen, Hochspannungsleitungen, Transformatorenstationen, Unterwerken, elektrischen Hausinstallationen und elektrischen Geräten.


Bei den Auswirkungen von Niederfrequenz-Strahlung auf den Menschen wird zwischen Reizwirkungen und so genannten unterschwelligen Wirkungen unterschieden.


Als Reizwirkungen bezeichnet man das ungewollte Auslösen von Nervenimpulsen oder Muskelkontraktionen durch elektrische Ströme, welche im Körper durch starke elektrische oder magnetische Felder erzeugt werden, durch so starke Felder, wie sie in der Umwelt normalerweise nicht auftreten. Zu den unterschwelligen Wirkungen zählen zum Beispiel Beeinflussungen des Verhaltens, der Lernfähigkeit, des Hormonsystems oder des Zellstoffwechsels, wie sie in Versuchen mit Zellkulturen, Tieren oder Menschen festgestellt wurden. Die Bedeutung dieser Effekte für die Gesundheit des Menschen ist jedoch noch unklar und muss weiter untersucht werden. Schwache Magnetfelder werden auch mit Krebs in Zusammenhang gebracht. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) klassierte die niederfrequenten Magnetfelder im Jahre 2001 als ein mögliches Karzinogen für Menschen.


Weitere Informationen erhalten sie hier beim Bundesamt für Umwelt (BAFU)



 

Umweltmedizinisches Beratungsnetz der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz

Das Beratungsnetz will Personen, die als Ursache für ihre körperlichen Beschwerden Umweltbelastungen (u.a Elektrosmog) vermuten, eine seriöse Abklärung ihrer Leiden ermöglichen. Das Netz besteht aus einer zentralen Anlauf- und Koordinationsstelle, umweltmedizinisch geschulten ÄrztInnen in den Regionen, einer fachlichen Begleitung durch SpezialistInnen und ausgewiesenen Umweltfachstellen, die bei Bedarf vor Ort Abklärungen durchführen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.


Das Netz-Telefon 052 620 28 27 ist wie folgt besetzt: Montag, Dienstag und Donnerstag von 9:00 - 11:00 Uhr.


Kontakt: umweltberatung.aefubluewin.ch


Weitere Informationen



 

Weitere Links:
Literatur-Datenbank ELMAR
Weltgesundheitsorganisation WHO

 

Back to Top